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Hintergrunddokumentation Zentrale Protokollierungskonzepte  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Hinweis

Dieser Abschnitt gilt nicht für SAP-Systeme, die auf Hosts vom Typ IBM AS/400 und Microsoft Windows NT laufen. Die zentrale Protokollierung ist auf diesen Plattformen nicht verfügbar. Lesen weiter unten auf dieser Seite, was sie auf Windows-NT-Systemen beachten müssen.

Sie können Ihren Server so konfigurieren, daß sowohl ein zentrales als auch ein lokales Protokoll geführt wird. Für die zentrale Protokollierung sind zwei oder mehr SAP-Instanz oder -Anwendungsserver erforderlich. Ein System ist das zentrale System. Diese System sammeln die Protokolldaten der anderen Instanz oder Anwendungsserver. Damit die zentrale Protokollierung funktioniert, müssen Sie folgende Schritte durchführen:

·        Protokollparameter in jedem Systemprofil setzen

·        Sammelprozeß auf dem zentralen Anwendungsserver starten

·        einen Sendeprozeß im zentralen System und auf jeder Instanz starten

Protokollprozesse im zentralen System

Ein zentrales Protokoll benötigt zwei Prozesse: einen Sendeprozeß und einen Sammelprozeß. Jede Instanz benutzt den Sendeprozeß. Von jeder Instanz kopiert der Sendeprozeß lokale Meldungen in das zentrale Protokoll.

Der Sendeprozeß wird in bestimmten Abständen automatisch aktiviert. Immer wenn ein Sendeprozeß aktiviert wird, leitet er alle Protokollmeldungen weiter, die seit seiner letzten Aktivierung verbucht wurden. Nach Weiterleitung der lokalen Meldungen ruht der Sendeprozeß, um Systemressourcen einzusparen.

Die Intervalle zwischen den Aktivierungen des Sendeprozesses können weniger als eine Minute oder mehr als 30 Minuten betragen. Die Intervalle variieren automatisch abhängig von der Protokollierungsintensität auf einem Anwendungsserver. Wenn seit der letzten Aktivierung eines Prozesses viele Einträge in das Protokoll geschrieben wurden, ist das nächste Intervall entsprechend kurz.

Eine zentrale Instanz benutzt sowohl einen Sendeprozeß als auch einen Sammelprozeß. Der Sammelprozeß empfängt Meldungen, die von den Sendeprozessen der einzelnen Instanzen übertragen werden. Der Sammelprozeß wird durch Kommunikationsanforderungen der Sendeprozesse aktiviert. Zwischen den Kommunikationsanforderungen ruht der Sammelprozeß.

Prozeßstatusdateien

Sowohl der Sende- als auch der Sammelprozeß führen eine Datei mit der Erweiterung pid. Die pid-Datei enthält die Betriebssystem-ID (Prozeßnummer) des Prozesses. Wenn die pid-Datei eines Prozesses -1 enthält, darf der Prozeß nicht laufen. Wenn die pid-Datei eines Prozesses nicht vorhanden ist, wurde der Prozeß entweder nie gestartet oder abgebrochen.

Neben einer pid-Datei führt ein Sendeprozeß auch eine Datei mit der Erweiterung sta. Die Datei sta enthält den Deskriptor für die Datei, die der Sendeprozeß bearbeitet. Sie enthält auch den Byte-Offset, den der Prozeß in der Datei bereits erreicht hat.

Hinweis

Der Byte-Offset wird nicht bei jeder verarbeiteten Protokollmeldung aktualisiert.

Zentrale Protokollierung unter Windows NT

Auf Windows-NT-Systemen wird kein zentrales Protokoll geführt. Die Prozesse, die für ein zentrales Protokoll benötigt werden, sind hier nicht erforderlich. Um Warnmeldungen zu vermeiden, die das zentrale Protokoll betreffen, setzen Sie den SAP-Systemparameter rslg/collect_daemon/host in Ihrem NT-System auf NONE.

Verwenden Sie die Funktion SysLog ® Auswählen ®Alle entf.SysLogs, um die Daten aller Instanzen in Ihrem SAP-System zu lesen. Wenn ein Alert im Alert-Monitor auftritt, werten Sie die betroffene Instanz mit der Funktion Entfernter SysLog aus.

 

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