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Definition

Business-Objekt des Account Management (FS-AM), das einen Vertrag abbildet, dem verschiedene Objekte wie z.B. Geschäftspartner, Konditionen und Kontoverbindungen zugeordnet sind.

Verwendung

Sie können einen Kartenvertrag kann für beliebige Arten von Karten anlegen:

·        Kreditkarten (z.B. Visa-Card oder Eurocard)

·        Debitkarten (z.B. EC-Karte oder Institutskarte)

·        andere Karten mit und ohne Zahlfunktion

Hinweis

Hinweis: Der Begriff Kartenvertrag wird im Account Management (FS-AM) synonym zu Karte verwendet, insbesondere um den Vertragscharakter zu betonten.

Struktur

Der Kartenvertrag basiert auf einem Kartenprodukt. Das Kartenprodukt basiert auf dem Produkttyp Karte. Jedem Produkttyp sind bestimmte Attribute sowie bestimmte Vertragsbausteine zugeordnet. Der Produkttyp setzt somit die Grenzen an Funktionalität und beschreibenden Merkmalen. Das Produkt schränkt Funktionalität und Attribute weiter durch Einstellungen im Customizing ein.

Lässt das Produkt keine Änderungen an Attributen des Kartenvertrages zu, so muss der Kartenvertrag die Vorgabewerte des Kartenproduktes vollständig übernehmen. Diese Restriktionen sind im Massengeschäft sinnvoll - im Gegensatz zum Individualgeschäft.

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Ziele der Vertragsarchitektur

·        Beliebige Verträge zwischen Vertragspartnern abzubilden

·        Flexibler Aufbau, um nicht zwischen verschiedenen Sparten unterscheiden zu müssen (Debitkarten, Kreditkarten oder Institutskarten)

·        Einschränkung auf die für die Abwicklung relevanten Teile

·        Zielgruppe: Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationsniveaus (z.B. Vertriebsmitarbeiter, Produktmanager)

·        Die Verwendung der SAP-Benutzeroberfläche liegt im Ermessen der Bank.

Methoden

Sie können Objekte im Account Management (FS-AM) generell über folgende Kanäle bearbeiten:

·        Dialog

·        Business Application Programming Interface (BAPI)

·        Direct Input (DI)

Integration

Der Kartenvertrag erhält wesentliche Informationen aus seiner Zuordnung zu einem Produkt und einer Organisationseinheit:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Beziehung Kartenvertrag - Produkt

...

Ein Kartenvertrag basiert auf einem Kartenvertragsprodukt, welches wiederum auf dem Produkttyp Kartenvertrag basiert. Die im Produkttyp Kartenvertrag verwendeten Attribute und Vertragsbausteine bestimmen den Funktionsumfang und die beschreibenden Merkmale.

Das Kartenvertragsprodukt kann weitere Differenzierungen am eigentlichen Kartenvertrag ermöglichen. Wenn es keine Änderungen zulässt, muss der Kartenvertrag die Vorgabewerte des Kartenvertragsproduktes vollständig übernehmen. Diese Restriktionen sind im Retail Banking sinnvoll - im Gegensatz zum Individualgeschäft.

Weitere Informationen finden zur Produktdefinition Sie unter Produktmanagement (FS-AM-PR).

Beziehung Kartenvertrag - Organisationseinheit

Sie ordnen einem Kartenvertrag eine Organisationseinheit zu, die die Karte verwaltet. Diese Organisationseinheit beinhaltet wichtige Daten wie Bankbuchungskreis, Bankland, Bankschlüssel und Feiertagskalender.

Organisationseinheiten sind in einer sehr flexiblen Hierarchie angeordnet. Im Rahmen der Vertragsverwaltung im Account Management wird stets die Vertragsverwaltende Organisationseinheit verwendet.

Beziehung Kartenvertrag - Geschäftspartner

Ein Kartenvertrag steht aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu mindestens drei Geschäftspartnern in Beziehung:

·        Kunde/n

·        Bank

·        Prozessor

Im Account Management kennt der Kartenvertrag explizit nur den / die Kunden und den Prozessor als Geschäftspartner. Die Bank wird implizit über die relevante Organisationseinheit zugeordnet.

Ein Geschäftspartner kann eine natürliche Person, eine Organisation oder auch eine Gruppe, z.B. ein Ehepaar sein. Geschäftspartner können untereinander in einer Beziehung stehen. Beispielsweise steht der Geschäftspartner „Ehepaar Müller“ in Beziehung zu dem Geschäftspartner „Frau Müller“ und dem Geschäftspartner „Herr Müller“.

Anlage und Bearbeitung der Geschäftspartner und ihrer Rollen kann im StrukturlinkSAP Geschäftspartner für Financial Services erfolgen – sie muss vor Anlage des Vertrags erfolgen.

Anschließend ordnen Sie alle dem Kartenvertrag zugehörigen Geschäftspartner in ihrer relevanten Rolle (z.B. Karteninhaber, Kartenbevollmächtigter) dem Kartenvertrag zu.

Hinweis

Sie können den Prozessor bereits am Produkt hinterlegen.

Konto-Karte-Beziehung

Wenn eine Karte einem Konto fest zugeordnet ist und ohne das Konto nicht existieren kann, verwenden Sie die Konto-Karte-Beziehung. Der Vorteil besteht darin, dass bereits bei der Anlage des Kontos eine oder mehrere Karten mit angelegt werden können und gleichzeitig Plausibilitätsprüfungen zwischen Konto und Karte durchgeführt werden.

Die Nutzung dieser Beziehung ist z.B. für die Abbildung eines Sparkontos mit Spar-Karte denkbar.

Karte-Konten-Beziehung

Dieser Vertragsbaustein bildet die Verknüpfung von mehreren Konten zu einer Karte ab. Die Karte stellt den Hauptvertrag, dem eine Hauptzahlungsverbindung zugeordnet ist. Diesem ist ein Referenzkonto zugeordnet. Alle weiteren der Karte hinzugefügten Teilnehmerkonten sind untereinander gleichberechtigt.

·        Buchungen können auf alle Teilnehmerkonten erfolgen.

·        Eine Kartensperrung erfolgt über die Kontonummer.

Anwendung: Ein Karteninhaber kann mit einer Karte mehrere Konten verwalten (z.B. Auszug drucken, Bargeld abheben).

 

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