Fahrzeugumbuchung zwischen Buchungskreisen
Mit diesem Vorgang können Sie ein Fahrzeug im Bestand aus einem Werk oder einer Händlerfiliale in ein anderes Werk umbuchen, wenn sich die Werke in verschiedenen Buchungskreisen befinden. Dies kann beispielsweise dann erforderlich sein, wenn ein Kunde in Werk B, Buchungskreis B ein Fahrzeug kaufen möchte, das sich gegenwärtig in Werk A, Buchungskreis A befindet. Die folgende Abbildung stellt diesen Fall dar:

Das Fahrzeug muss sich im Bestand befinden, bevor Sie eine Umbuchung vornehmen können.
Es sind keine offenen DBM-Aufträge für das Fahrzeug vorhanden.
Das Fahrzeug wurde mit einem DBM-Fahrzeugauftrag an den anderen Buchungskreis verkauft.
Der Saldo des Innenauftrags ist Null.
Dieses Szenario basiert auf den folgenden Annahmen:
Das Kundenangebot und der Verkauf des Fahrzeugs an den Kunden finden in einem externen System statt.
Der DBM-Verkaufsprozess (keine Standardumbuchungsfunktionen) wird für die Umbuchung zwischen Buchungskreisen verwendet. Das heißt, das Fahrzeug muss mithilfe eines DBM-Fahrzeugauftrags von einem Buchungskreis an den anderen verkauft werden. Grund hierfür ist die gewünschte Flexibilität bei der Preisfindung. Durch die Verwendung des DBM-Verkaufsprozesses können die Händler selbst über den Verkaufspreis entscheiden.
Der Verkauf zwischen den Buchungskreisen hat bereits stattgefunden, bevor die Verkäufer miteinander telefonieren. Das heißt, das Fahrzeug kann erst an den Kunden verkauft werden, nachdem es zwischen den Buchungskreisen umgebucht wurde.
Der Kunde entscheidet sich für das Fahrzeug.
Verkäufer B stellt fest, dass die Fahrzeuge, die Werk B und Buchungskreis B zugeordnet sind, nicht den Wünschen des Kunden entsprechen. Ein anderes Fahrzeug in Werk A und Buchungskreis A erfüllt jedoch die Anforderungen des Kunden.
Verkäufer B ruft Verkäufer A an, um einen Handel abzuschließen.
Die Saldoverrechnung des Innenauftrags in Buchungskreis A erfolgt manuell mit Transaktionscodes KO02 (Innenauftrag ändern)
und KO08 (Datenübernahme für Auftragsstammdaten)
.
Verkäufer A, Buchungskreis A verkauft das Fahrzeug mithilfe eines DBM-Fahrzeugauftrags an Verkäufer B, Buchungskreis B.
Das System führt die VMS-Verkettungsaktion QVTC (Buchungskreisumlagerung)
aus, die folgende Elementar-/Primäraktionen umfasst:
QCOS Saldo von Innenauftrag prüfen
QCIO Innenauftrag anlegen
QIOG Innenauftrag gruppieren
QISV Fahrzeugstatus initialisieren
Verkäufer A legt einen Kundenauftrag an und ermöglicht damit auch die Erzeugung der nachfolgenden Fakturabelege.
Hinweis
Auf der Seite des Empfängerwerks führen Sie die VMS-Aktionen zum Anlegen einer Bestellung und zum Anlegen/Buchen eines Wareneingangs separat nach der Umbuchung des Fahrzeugs zwischen den Buchungskreisen aus. Das Anlegen eines Angebots ist ein optionaler Schritt, da der Kunde das Fahrzeug bereits gekauft hat.
Wenn Transportkosten entstehen, können diese als Auftragspositionen im Fahrzeug-Kundenauftrag fakturiert werden.
Der Verkaufsvorgang zwischen Buchungskreisen kann nicht storniert werden. Wenn Sie die Umbuchung rückgängig machen möchten, müssten Sie eine zweite Umbuchung in die andere Richtung vornehmen.
Das Fahrzeug wurde von Werk A, Buchungskreis A in Werk B, Buchungskreis B umgebucht und kann von Werk B, Buchungskreis B an den Kunden verkauft werden.
Hinweis
Sie können wie folgt prüfen, ob die Umbuchung korrekt stattgefunden hat:
Prüfen Sie, ob sich die buchungskreisspezifischen Daten geändert haben
Zeigen Sie die Fahrzeughistorie an und prüfen Sie, ob ein neuer Innenauftrag angelegt wurde, d. h. ob die Fahrzeugbuchung stattgefunden hat.