Wertefluss bei Serviceaufträgen
Mit diesem Prozess können Sie die Kosten und Erlöse nach unterschiedlichen Informationen sammeln und damit den Deckungsbeitrag analysieren. Abhängig davon, bis zu welcher Ebene Sie den Wertefluss bei Serviceaufträgen abbilden möchten, sind die folgenden Deckungsbeitragsanalysen möglich:
pro Serviceauftrag (Ebene 1)
nach kompatiblen Auswahlkriterien aus dem Innenauftrag, wie Fahrzeug oder Kunde (Ebene 1)
pro Rechnungsempfänger (Ebene 2)
nach beliebigen, im Serviceauftrag erfassten Kriterien und deren Werten (Ebene 3)
Zusätzlich können Sie Sammelinnenaufträge verwenden, um eine kurzfristige Ertragsrechnung (KER) darzustellen und Berichte der Ergebnis- und Marktsegmentrechnung nutzen sowie selbst erstellen.
Die folgende Abbildung zeigt die Buchungsvorgänge der Kosten und Erlöse vom Serviceauftrag bis zur Ergebnisrechnung:

Sobald Sie einen Serviceauftrag anlegen, erzeugt das System im Controlling einen Kopf-Innenauftrag zum Serviceauftrag. Damit können Sie den Deckungsbeitrag über individuelle Aufträge ebenso wie über zusammenfassende Auswertungskriterien (z. B. Fahrzeug) innerhalb des Gemeinkosten-Controllings betrachten.
Das System generiert gleichzeitig über die Auftragssteuerung automatisch die Abrechnungsvorschriften, die Sie für die Ergebnisrechnung benötigen.
Das System splittet während der Fakturierung die Kosten und Erlöse auf die einzelnen Rechnungsempfänger des Serviceauftrags auf. Wenn nur ein Rechnungsempfänger vorhanden ist, bucht das System auch nur einen Rechnungsempfänger-Innenauftrag um.
Abhängig von den Customizing-Einstellungen haben Sie in diesem Schritt folgende Möglichkeiten:
Sie verwenden nur den Kopf-Innenauftrag. Eine Deckungsbeitragsrechnung pro Rechnungsempfänger sowie eine Übernahme der Werte ist dann nicht möglich.
Sie verwenden Sammelinnenaufträge zum Sammeln aller Kosten und Erlöse gleicher Art, wie gleicher Schadenscode, gleiches Fahrzeug oder gleicher Fahrzeugtyp. Dadurch können Sie beispielsweise für bestimmte Garantiefälle eine kurzfristige Ertragsrechnung (KER) darstellen (Ebene 1).
Das System erzeugt aus der Auftragssteuerung heraus automatisch für den Serviceauftrag pro Rechnungsempfänger einen Rechnungsempfänger-Innenauftrag (Ebene 2).
Dadurch können Sie bei der Deckungsbeitragsanalyse den Rechnungsempfänger, wie Kunde, Fahrzeug oder Garantie, berücksichtigen.
Für Serviceaufträge gibt es bei der Abrechnung von Rechnungsempfänger-Innenaufträgen zwei Möglichkeiten:
Das System rechnet die Rechnungsempfänger-Innenaufträge in der Ergebnisrechnung ab. Dazu muss bei der Bebuchung des Kopf-Innenauftrags in Schritt 1 eine interne Faktura erstellt werden.
Wenn keine interne Faktura erzeugt wurde, sammelt das System auf dem Rechnungsempfänger-Innenauftrag nur die Kosten und rechnet diese auf den Kostenträger ab. Eine Abrechnung in die Ergebnisrechnung findet nicht statt.
Das System baut die Beziehung zwischen Kostenträgern und Rechnungsempfänger-Innenaufträgen folgendermaßen auf:
Das System prüft, ob eine interne Faktura erstellt und Erlöse vom Kostenträger auf den Rechnungsempfänger-Innenauftrag gebucht werden sollen. Wenn dies der Fall ist, dann erzeugt das System eine interne Faktura und bucht den Erlös vom Kostenträger auf den Kopf-Innenauftrag. Wenn keine interne Faktura erstellt werden soll, dann wird auch kein Erlös gebucht.
Für alle im Serviceauftrag eingetragenen Rechnungsempfänger-Innenaufträge erstellt das System je einen Rechnungsempfänger-Innenauftrag.
Das System erstellt die Abrechnungsvorschrift für die Rechnungsempfänger-Innenaufträge. Wenn das System in Schritt 1 keine interne Faktura erzeugt hat, dann rechnet es die Erlöse und Kosten der Rechnungsempfänger-Innenaufträge direkt auf den Kostenträger ab. Wenn eine interne Faktura existiert, dann konfiguriert das System die Abrechnungsvorschrift so, dass die Kosten und Erlöse der Rechnungsempfänger-Innenaufträge in die Ergebnisrechnung abgerechnet werden.
Das System bucht alle Erlöse und Kosten des Kopf-Innenauftrags auf die Rechnungsempfänger-Innenaufträge um.
Das System hat die Abrechnungsvorschriften für die Rechnungsempfänger-Innenaufträge erstellt und die Werte auf die Rechnungsempfänger verteilt.
Wenn Sie eine Ergebnisrechnung einsetzen möchten, können Sie die Werte an die Ergebnisrechnung übergeben, indem Sie bei der Bebuchung des Kopf-Innenauftrags interne Fakturen erzeugen. Das System versorgt die Merkmale der Ergebnisrechnung über die Abrechnungsvorschrift bzw. über die darauf basierende Standardableitung. Damit können Sie den Deckungsbeitrag nach beliebigen, im Serviceauftrag bekannten Informationen, d. h. Merkmalen, und deren Ausprägung betrachten. Sie können die Berichte der Ergebnisrechnung nutzen und basierend auf der Recherche eigene Berichte erstellen.
Alle im Serviceauftrag bekannten oder ableitbaren Kunden-, Fahrzeug- sowie werkstattspezifischen Informationen können Sie an die in der Ergebnisrechnung definierten Merkmale übergeben, darüber hinaus in begrenztem Umfang auch verschiedene Warengruppen. Um unterschiedliche Warengruppen unterscheiden zu können, müssen Sie für verschiedene Warengruppen unterschiedliche Kostenarten verwenden.