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Konfiguration und Personalisierung der
ALV-Ausgabe 
Sie können Web Dynpro-Anwendungen
konfigurieren und so bereits zur Design-Zeit festlegen, welche Details dem
Benutzer bei seiner Arbeit präsentiert werden und welche nicht. Darüber hinaus
können Administrator und Benutzer zur Laufzeit eigene Einstellungen vornehmen
und speichern und so durch Customization bzw. Personalisierung die Anwendung
anpassen (siehe
Personalisierung und
Konfiguration).
Auch in der ALV-Component können Sie verschiedene Möglichkeiten nutzen, um ein Standardset an Eigenschaften zu modifizieren und dem Benutzer je nach betriebswirtschaftlichen Belangen geeignete Varianten bereitzustellen. Jedoch können Sie – anders als im übrigen Web Dynpro-Umfeld – diese Konfiguration nicht zur Design-Zeit vornehmen: Zu diesem Zeitpunkt steht die Struktur, auf die sich die Konfiguration bezieht, möglicherweise noch nicht fest. Aus diesem Grunde können Sie nicht wie üblich den Anwendungskonfigurator nutzen, um Ihre ALV-Ausgabe zu konfigurieren.
Je nachdem, wer die Modifikation der ALV-Ausgabe vornimmt, werden die folgenden Strategien unterschieden:
● Personalisierung: Eine der Funktionen der ALV-Ausgabe, die dem Benutzer zur Verfügung stehen, ist das Speichern von Sichten: Der Benutzer kann Informationen über Spaltenaufbau, Sortierkriterien, Filterbedingungen und verschiedene Anzeigeoptionen etc. in beliebig vielen Sichten speichern. So kann er die ALV-Ausgabe immer wieder mit den gewünschten Eigenschaften anzeigen. Diese Sichten stehen jedoch nur ihm zur Verfügung. Andere Benutzer können seine Sichten nicht sehen. Diese Form der Modifikation der ALV-Ausgabe wird als Personalisierung bezeichnet.
● Konfiguration: Mit den Klassen und Methoden des ALV Configuration Model können Sie als Anwendungsentwickler Sichten weder erzeugen noch löschen. Jedoch können Sie Ihre ALV-Component in einem speziellen Modus starten und nun mit beliebig vielen Sichten ausstatten und als festen Lieferumfang mitgeben. Sichten, die Sie so speichern, werden als Konfigurationsdatensätze abgelegt und zusammen mit Ihrer ALV-Programmierung transportiert und ausgeliefert. Diese Form der Modifikation der ALV-Ausgabe wird als Konfiguration bezeichnet. Die folgenden Beschreibungen befassen sich mit den Möglichkeiten, die Sie beim Speichern von Konfigurationsdatensätzen haben:
○ Konfigurationsdatensatz speichern
○ Sicht beim Start der Anwendung festlegen
●
Customization: Schließlich kann der Administrator beim Kunden die von Ihnen
bereitgestellten Sichten ändern oder eigene Sichten hinzufügen. Diese Sichten
stehen dann mandantenweit allen Benutzern zur Verfügung. Diese Form der
Modifikation der ALV-Ausgabe wird als Customization bezeichnet (siehe
Personalisierung
unter Anwenderübergreifende mandantenweite
Anpassungen).

Sowohl für Konfiguration als auch für Customization müssen Sie die Anwendung im jeweils erforderlichen Modus starten und zur Laufzeit die nötigen Einstellungen vornehmen.
Alle Einstellungen, die der Benutzer zu einer ALV-Ausgabe in einer Sicht speichert, beziehen sich auf die Felder einer ganz bestimmten Datenstruktur des ALV Configuration Model. Wenn Sie z. B. eine andere Struktur laden, sind die Einstellungen der Sicht möglicherweise nicht mehr anwendbar (siehe SET_DATA).
Daher müssen Sie sicherstellen, dass das System eine Sicht sowohl der aktuellen Anwendung als auch der gerade geladenen Datenstruktur eindeutig zuordnen kann: Sie kennzeichnen die Datenstruktur mit einem eindeutigen Schlüssel (KEY). Alle Sichten, die der Benutzer nun speichert, erhalten diesen Schlüssel als Identifikation (siehe Konfigurationsschlüssel).
Alle Einstellungen zu einer Sicht erhalten Sie mit der Methode GET_CONFIG_DATA im Interfacecontroller der ALV-Component (siehe GET_CONFIG_DATA).
Lesen Sie unter Bereitstellen von ALV-Standardfunktionen, wie Sie Oberflächenelemente zu Sichten ein- und ausblenden.