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Anwendungskonfiguration 
Eine Web-Dynpro-Anwendung gehört in der Regel zu einer Haupt-Component, die ihrerseits eine Reihe von anderen Components verwendet. Mit Hilfe der Anwendungskonfiguration ist es nun möglich, allen verwendeten Components genau die Konfiguration zuzuordnen, die in der aktuellen Anwendung benötigt wird.

· Um eine Anwendungskonfiguration anzulegen markieren Sie eine Web-Dynpro-Anwendung in der Objektliste in der ABAP-Workbench.
· Öffnen Sie deren Kontextmenü und wählen Sie den Eintrag Konfiguration anlegen/ändern. Ein Browser-Fenster öffnet sich und Sie haben die Möglichkeit, einen Namen für die neue Anwendungskonfiguration einzugeben.
· Nachdem Sie die Funktion Anlegen gewählt haben, werden Ihnen in einer Tabelle alle in der Anwendung verwendeten Components angeboten. Sie können nun zu jeder einzelnen Component aus allen zugehörigen Component-Konfigurationen diejenige auswählen, die für Ihre Anwendung benötigt wird. Dabei muss jedoch nicht für alle Components tatsächlich eine Konfiguration genutzt werden.
· Nach dem Sichern und Auffrischen der Baumanzeige in der Workbench steht Ihnen die so eben angelegte Konfiguration zur Verfügung.
Für eine Anwendung können verschiedene Konfigurationsdatensätze angelegt und abgespeichert werden. Um eine Anwendung mit einer speziellen Konfiguration zu starten gibt es verschiedenen Möglichkeiten:
1. Im Portal können Sie die Zuordnung über die Angabe des Konfigurationsnamens als Application Parameter im iView-Wizard festlegen.
2. In der SE80 lässt sich die Anwendung mit der gewünschten Konfiguration direkt über den Kontextmenüeintrag Testen der markierten Anwendungskonfiguration aufrufen.
3.
Der Name der Konfiguration kann der
Anwendung aber auch als Voreinstellungs-Wert übergeben werden. Für eine
Web-Dynpro-Anwendung kann aus diesem Grund der Parameter WDCONFIGURATIONID
gepflegt werden. Er wird auf der Registerkarte Parameter des
Anwendungs-Editors
eingetragen.
Der Parameter WDCONFIGURATIONID kann pro
Anwendung nur ein einziges Mal vergeben werden.
Nach dem Sichern steht nun die konfigurierte Web-Dynpro-Anwendung zum Aufruf zur Verfügung.
Ein Component-Entwickler baut eine Component um eine fundamentale betriebswirtschaftliche Funktionalität abzubilden. Zusätzlich integriert er bereits an dieser Stelle explizite Konfigurationsmöglichkeiten indem er im Configuration-Controller-Context eine Reihe von Attributen anlegt und die zugehörigen Funktionalitäten in geeigneten Methoden der verschiedenen Controller der Component implementiert.
Ein Anwendungsentwickler möchte diese Component in einem bestimmten Zusammenhang nutzen. Er legt zunächst eine Component-Konfiguration für die verwendete Component an, die seinen Erfordernissen entspricht. Für seine Anwendung wird er unter Umständen weitere Components mit jeweils speziellen Component-Konfigurationen verwenden, die entweder vorhanden sind oder ebenfalls für diesen Zweck angelegt werden müssen.
Anschließend baut er/sie eine Haupt-Component auf und legt dafür eine neue Anwendung sowie eine Anwendungskonfiguration an. Diese hat einen eindeutigen Namen und enthält eine Liste aller verwendeten Components mit der jeweils gewünschten Component-Konfiguration. Nicht-konfigurierte, verwendete Components sind in diesem Datensatz nicht enthalten.
Zuletzt trägt der Anwendungsentwickler den Namen der erstellten Anwendungs-Konfiguration als Voreinstellungs-Wert für den Parameter WDCONFIGURATIONID auf der entsprechenden Registerkarte im Anwendungs-Editor ein.
Beim Start der Anwendung werden nun alle benötigten Components mit der jeweils ausgewählten Konfiguration gezogen.