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Hintergrunddokumentation Component-Konfiguration Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Über die Component-Konfiguration können Sie das Verhalten jeder einzelnen Component innerhalb einer Web-Dynpro-Anwendung bzw das User Interface der einzelnen Views steuern. Zu jeder Component können mehrere Sätze von Konfigurationsdaten angelegt werden. Ein solcher Datensatz enthält unterschiedliche Arten von Attributen, implizite und explizite Attribute sowie Verwaltungsdaten.

Eine Component-Konfiguration besteht aus:

      Allgemeinen Verwaltungsdaten

      Explizite Konfigurationsdaten

Voraussetzung ist das Vorhandensein eines Konfigurations-Controllers in der Component.

Im linken Teil ist eine hierarchische Liste der vorhandenen Context-Knoten mit den dazugehörigen Elementen, wobei jedes Element Attribute haben kann. Die Anzahl der Elemente und die Werte der Attribute sind änderbar. Die Anzahl der Elemente ist nur dann änderbar, wenn die Knoten mit 0..1, 0..n oder 1..n definiert wurden.

      Implizite Konfigurationsdaten

Im linken Teil ist eine hierarchische Liste der Views und der darauf angesiedelten UI-Elemente. Daneben stehen im rechten Teil die jeweils änderbaren Eigenschaften jedes links ausgewählten UI-Elements.

Kopfdaten

Zu diesen allgemeinen Verwaltungsdaten gehören:

      Name der Konfiguration

      Beschreibungstext

      Name der dazugehörigen Component

      Paketzuordnung

      Originalsprache

      Benutzername des Anlegers und Erstellungsdatum

      Name des letzten Änderers und Änderungsdatum

Explizite Konfigurationsdaten

Sie können das Erscheinungsbild und Verhalten einer Web-Dynpro-Component beeinflussen. Solche Einflussnahmen werden über zusätzliche Attribute im Context eines speziellen Custom-Controllers, des Konfigurations-Controllers, realisiert.

Für eine Web-Dynpro-Component können Sie beliebig viele StrukturlinkCustom-Controller anlegen. Sie können dabei maximal einen Custom-Controller als Konfigurations-Controller markieren. Dafür markieren Sie den betreffenden Controller in der Objektliste und wählen im Kontextmenü Als Config.Controller (zurück) setzen. Auf die selbe Weise können Sie den Controller wieder als einfachen Custom-Controller markieren.

Beispiel

Beispiel für die explizite Konfiguration:

In Ihrem System finden Sie im Paket SWDP_TEST die Beispiel-Component WDR_TEST_PERS_IMP_EXP. Die letzte Spalte einer einfachen Flugtabelle zeigt jeweils eine von drei Hinweis-Ikonen: abhängig vom Belegungsgrad des Fluges ein roter Kreis, ein gelbes Dreieck oder ein grünes Quadrat. Der Wert des Belegungsgrads, ab dem von einer Hinweis-Ikone zur nächsten gewechselt werden soll, ist nicht fest programmiert, sondern kann vom Anwendungsentwickler konfiguriert werden. Im Konfigurations-Controller-Context dieser Component wurden zu diesem Zweck die beiden Attribute CONFIG_LOW und CONFIG_HIGH angelegt. Diese beiden Attribute markieren jeweils den Grenzwert, ab welchem eine Belegung mit der Ikone niedrig (grünes Quadrat) bzw. hoch (roter Kreis) versehen wird. Liegt der Belegungsgrad zwischen den Werten, erscheint in der Tabelle ein gelbes Dreieck.

Im Unterschied zur impliziten Konfigurierbarkeit müssen solche Attribute explizit im Konfigurations-Controller-Context angelegt werden. Daher muss auch die Verarbeitung der Attribute explizit vom Anwendungsentwickler in einer Controller-Methode der Component programmiert werden. In der Beispiel-Component WDR_TEST_PERS_IMP_EXP ist die Logik zur Auswertung der Attribute in der Methode WDDOINIT des Component-Controllers eingefügt. Die Ablage der Attribute im Context des Configuration-Controllers stellt sicher, dass deren Werte später mit Hilfe des Component-Konfigurators gesetzt oder verändert werden können

Hinweis

Beim Anlegen eines Knotens im Konfigurations-Controller-Context sind Singleton-Knoten und Rekursionsknoten nicht erlaubt.

Implizite Konfigurationsdaten

Jedes UI-Element verfügt über einen vom Framework vorgegebenen Satz von Eigenschaften, deren Wert beim Design einer View festgelegt wird. So besitzt fast jedes UI-Element die Eigenschaft visible für die Sichtbarkeit. Ein Anwendungsentwickler setzt im View Designer der ABAP Workbench den Wert beispielsweise auf visible . Im Rahmen einer speziellen Verwendung der Component soll eben dieses UI-Element jedoch nicht sichtbar sein. Der Anwendungsentwickler wird dann für die Component eine Konfiguration anlegen, in der der Wert der Eigenschaft visible auf none gesetzt ist.

Der Wert des Attributs visible ist ein Beispiel für eine mögliche implizite Konfiguration. Die Eigenschaft wird vom Web Dynpro Framework vorgegeben und die Verarbeitung des vom Anwendungsentwickler gesetzten Wertes erfolgt automatisch. Für den Entwickler der Component entsteht bei impliziter Konfiguration kein zusätzlicher Programmieraufwand.

Viele (nicht alle) der Attribute von UI-Elementen lassen sich mit Hilfe von Konfigurationsdaten übersteuern.

Funktionen des neuen Konfigurationseditors für die Component-Konfiguration

Siehe Neuer Konfigurationseditor.

 

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