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Hintergrunddokumentation icm/HTTP/auth_<xx> Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit diesem Parameter können Sie Zugriffsbeschränkungen im ICM und SAP Web Dispatcher einrichten.

Zum Schutz des ICM und des Backend-Systems (AS ABAP oder AS Java) gibt es einen HTTP-Subhandler (Filter), der Requests anhand von verschiedenen Kriterien abblocken kann. Wenn der Filter aktiviert ist, wird er bei jedem HTTP(S)-Request zum ICM oder Web Dispatcher durchlaufen, bevor der Request zu einem anderen HTTP-Handler (Dateizugriff, Cache, Administration, Redirect) oder zum Backend-System (AS ABAP oder AS Java) geschickt wird.

Siehe auch:

StrukturlinkSAP Web Dispatcher als URL-Filter

Sie können Requests nach den folgenden Kriterien filtern:

·        URL

·        Client-IP-Adresse

·        Server-IP-Adresse

·        Benutzername/Benutzergruppe und Kennwort

·        Mustersuche in der URL

Integration

Der Authentication Subhandler erweitert die Funktionalität des SAP Web Dispatcher URL-Filters und der Authentifizierung der Web-basierten Administrationsoberfläche.

Bei Nutzung dieses Zugriffsfilters können die beiden anderen Verfahren deaktiviert werden:

      SAP Web Dispatcher URL-Filter:

wdisp/permission_table =

      Web Admin Oberfläche:

icm/HTTP/admin_0 = PREFIX=/sap/admin,DOCROOT=./admin,AUTHFILE=none

Eigenschaften

Arbeitsgebiet

Internet Communication Manager, SAP Web Dispatcher

Einheit

Zeichenkette

Standardwert

icm/HTTP/auth_0= PREFIX=/, FILTER=SAP

Dynamisch änderbar

nein

Wertebereich und Syntax

Um die Zugriffsbeschränkungen einzurichten, verwenden Sie den Parameter mit folgender Syntax:

Syntax

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX=<URL-Präfix>[,PERMFILE=<permission file>, AUTHFILE=<authentication file>, FILTER=<name>]

<xx> muss dabei von "0" aufsteigend angegeben werden.

Hinweis

Nicht alle Kombinationen der Optionen sind sinnvoll möglich. Folgende Kombinationen sind sinnvoll:

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX =<prefix>

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX =<prefix>, PERMFILE=<permfile>

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX =<prefix>, PERMFILE=<permfile>, FILTER=<filtername>

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX =<prefix>, PERMFILE=<permfile>, AUTHFILE=<authfile>

icm/HTTP/auth_<xx> = PREFIX =<prefix>, PERMFILE=<permfile>, AUTHFILE=<authfile>, FILTER=<filtername>

Ein AUTHFILE ohne ein PERMFILE ergibt keinen Sinn. Den Filter auszuschalten ist nur sinnvoll, wenn ein PERMFILE verwendet wird.

Hierbei haben die Angaben folgende Bedeutung:

      PREFIX

URL-Präfix, für den der Subhandler aufgerufen werden soll

      PERMFILE

Optionale Angabe

Name der Permission-Datei im Dateisystem

      AUTHFILE

Optionale Angabe

Name der Benutzerdatei oder system zur Authentifizierung gegen einen Betriebssystembenutzer

      FILTER

Optionale Angabe

Name des Profils für die Mustersuche.(Standardwert: SAP). Durch Weglassen der Option deaktivieren Sie den Filter. Die dynamische Aktivierung/Deaktivierung erfolgt durch Setzen des Parameters csi/enable. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt StrukturlinkBenutzereingaben auf Programmbefehle hin untersuchen. Sie können die Filterung mit dem Parameter csi/enable dynamisch (de)aktivieren. Sie finden den Parameter in der Transaktion SMICM (vgl. StrukturlinkVerwendung des ICM Monitors) oder der StrukturlinkWeb-Administrations-Oberfläche.

PERMFILE

Mit der Permission-Datei wird die Art des Zugriffsschutzes bestimmt. Die Permission-Datei hat den folgenden Aufbau:

      Kommentarzeilen beginnen mit einem # und werden ignoriert

      Andere Zeilen haben die Form:

P/D/S <URI-pattern> <USER> <GROUP> <CLIENT-IP> <SERVER-IP>

Der Buchstabe am Zeilenanfang hat folgende Bedeutung:

¡        P (Permit) lässt den Request durch

       D (Deny)lehnt den Request ab und schickt dem Client eine entsprechende Nachricht

       S (Secure)erlaubt für den URL-Präfix nur sichere Verbindungen (HTTPS)

       <URI-pattern> ist der Abschnitt der URL, der im Abschnitt Cache-Key als translated path bezeichnet ist

      Für das URI-Pattern können Sie das Wildcard-Zeichen * verwenden, allerdings nur am Anfang oder am Ende des <URI-pattern>-Strings.

      Für die Client- und Server-IP-Adesse können Sie das Wildcard-Zeichen * überall verwenden.

Der Standardwert für leere Einträge ist der *, der alles zulässt.

Damit ein Request bei P (Permit)durchgelassen wird, müssen alle Bedingungen (Spalten) erfüllt sein.

Bei D (Deny) muss nur eine Bedingung erfüllt sein, damit der Request abgewiesen wird.

Die Bedingungen werden von oben nach unten abgeprüft.

Trifft eine Bedingung für D oder P zu, endet die Prüfung, und der Request wird vom Subhandler zugelassen oder abgewiesen.

Achtung

Beachten Sie, dass die URI-Permission-Tabelle case-sensitiv ist, es wird also zwischen Groß- und Kleinbuchstaben unterschieden. Wenn Sie also eine URL oder einen Benutzer verbieten wollen, wird nur genau die Schreibweise, wie sie in der Tabelle steht, abgeblockt.

Beispiel

 

URI-Pattern

Benutzer

Gruppe

Client-IP-Adresse

Server-IP-Adresse

D

*

*

*

10.18.55.01

 

D

*

*

*

*

10.18.55.50

P

/sap/admin

*

admin

*

10.18.55.40

P

/sap/admin/*

*

admin

10.*.55.*

10.18.55.*

D

/*

*

*

*

*

Hinweis

Verwenden Sie Positivlisten!

Da die URL-Permission-Tabelle case-sensitiv ist, ist es wichtig, die Tabelle als Positivliste aufzubauen:

Führen Sie alle URLs auf, die erlaubt sein sollen und setzen Sie ans Ende der Tabelle die Zeile D /* * * * *

Da es bei IP-Adressen keine Groß- und Kleinschreibung gibt, können Sie hier problemlos einzelne (oder Gruppen) von IP-Adressen (Client oder Server) ausschließen (vgl. Beispiel).

AUTHFILE (optional)

Das AUTHFILE bestimmt die zulässigen Benutzer und Kennwörter und ist erforderlich, wenn in der Permission-Datei Einträge für USER oder GROUP gemacht wurden.

Mögliche Werte für AUTHFILE sind:

      System

Benutzer wird gegen einen Betriebssystembenutzer authentifiziert

      <Dateiname>

Datei mit Benutzername, Gruppenname und geschützten Kennwörtern

Die Autorisierungsdatei kann mit den Programmen wdispmon und icmon erzeugt und gepflegt werden (Option -a) und hat den folgenden Aufbau:

      Kommentarzeilen beginnen mit einem # und werden ignoriert

      Andere Zeilen haben die Form:

<Benutzer>:<Hash des Passwortes>:<Benutzergruppe>:<DN Client-Zertifikat>

Beispiel

Authentifizierung für den ICM und SAP Web Dispatcher:

test:$apr1$/iTOQ$EOABCDFDDj55EqL0:user

sidadm:$apr1$/iTOQ$EOcAYBCD55EqL0:admin

 

Weitere Informationen

Beachten Sie im Zusammenhang mit diesem Parameter folgende Dokumentation:

icm/HTTP/admin_<xx>

StrukturlinkWebadmin-Oberfläche mit X.509-Zertifikat verwenden

StrukturlinkAdministrationsbenutzer anlegen

StrukturlinkVerwendung der Kommandozeilenprogramme icmon und wdispmon

 

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