Variablen in Gruppennamen
Ein Gruppenname bestimmt den Titel der entsprechenden Spalte oder Zeile in Reports der Central Performance History (CPH). In vielen Fällen wäre es praktisch, wenn man für diese Titel variable Werte verwenden könnte, wie z. B. das System oder die Instanz, zu denen die entsprechenden Performance-Werte gehören.
Hierfür existieren die folgenden Variablen, die Sie an beliebiger Stelle in den Gruppennamen einfügen können, und die zur Laufzeit des Reports durch die jeweiligen Werte der Variable ersetzt werden. Im Einzelnen gibt es die folgenden Variablen:
Variable |
Bedeutung |
$SYS |
System-ID |
$CTX |
Name des Monitorkontextes |
$OBJ |
Name des Monitorobjekts |
$ATT |
Name des Monitorattributs |
$MTC |
Name der MTE-Klasse |
Zusätzlich steht Ihnen Funktionen einer einfachen Textverarbeitung zur Verfügung, um nur bestimmte Teile des Variablenwertes ausgeben zu lassen.

Eine allgemeine Beschreibung zur Erstellung einer
entsprechenden Definition finden Sie unter Erstellen einer
Reportdefinition; hier wird nur die Vergabe des gewünschten Gruppennamens
mit Hilfe von Variablen beschrieben. Um mögliche Variablen anzugeben, wählen
Sie die Drucktaste
(Variable
anhängen).
Sie speichern die Verfügbarkeit von Systemen in der CPH. Sie möchten eine entsprechende Reportdefinition erstellen, in der die System-ID der überwachten Systeme als jeweiliger Titel der entsprechenden Zeilen mit den Verfügbarkeitswerten erscheint.
Dies ist generisch ohne Variablen im Gruppennamen nicht möglich. Die Verfügbarkeit eines überwachten Systems wird in einem Performance-Attribut im zentralen Monitoring-System (CEN) gespeichert; dieser Knoten hat für die oben genannten Variablen die folgenden Werte:
Variable |
Wert |
System |
<SysID des CEN> |
Monitorkontext |
Availability |
Monitorobjekt |
Availability: <SysID des überwachten Systems> |
Monitorattribut |
Availability |
MTE-Klasse |
Availability_SysPercent |

Um diese Werte herauszufinden, haben Sie z. B. die folgenden Möglichkeiten:
· Markieren Sie im Alert-Monitor das entsprechende MTE, und wählen Sie die Drucktaste Eigenschaften. Sie sehen die Werte in den Feldern Eigenschaften von und der MTE-Klasse.
· Starten Sie die Transaktion RZ23N, und wählen Sie die Drucktaste Übersicht verfügbarer Daten. Suchen Sie nach dem gewünschten Eintrag.
Die entscheidende Information befindet sich also im Monitorobjekt, d. h. Sie wählen als Variable $OBJ Object name. Da Sie den Namenteil Availability: als Titel nicht benötigen, markieren Sie das Ankreuzfeld Text to exclude, und geben Availability: in das zugehörige Eingabefeld ein.
Das System übersetzt diese Angaben, und gibt im Eingabefeld Gruppenname den Text $OBJ{!"Availability:"} aus.
Sie speichern die Dialogantwortzeit von Instanzen in der CPH. Sie möchten eine entsprechende Reportdefinition erstellen, in der der Instanzname als jeweiliger Titel der entsprechenden Zeilen mit den Antwortzeiten erscheint.
Zwar wird auch ohne die Verwendung von Variablen im Gruppennamen der Instanzname ausgegeben, aber nicht in der gewünschten Weise (siehe Reports der Central Performance History anzeigen):
·
In der Anzeigeart zweidimensional werden auch eine Vielzahl nicht gewünschter
Informationen im Zeilentitel ausgegeben, wie z. B.
1: Antwortzeit
(PR1/Host01_PR1_37/Dialog/ResponseTime).
· In der Anzeigeart eindimensional wird der Instanzname nur als Quick Info ausgegeben.
Um den Instanznamen als Gruppennamen ausgeben zu lassen, müssen Sie zunächst wie oben die Werte für die Variablen bei der Dialogantwortzeit ermitteln:
Variable |
Wert |
System |
<SysID des überwachten Systems> |
Monitorkontext |
<Name der überwachten Instanz> |
Monitorobjekt |
Dialog |
Monitorattribut |
ResponseTime |
MTE-Klasse |
R3DialogResponseTime |
Hier befindet sich die entscheidende Information im Monitorkontext, d. h. Sie wählen als Variable $CTX Context name. Das System übersetzt diese Angaben, und gibt im Eingabefeld Gruppenname den Text $CTX aus.

Sie können auch direkt im Eingabefeld Gruppenname die Variablennamen eingeben.
Ab Release SAP Web AS 6.40 steht Ihnen über die
Drucktaste
(Variable
anhängen) ein Wizard zur Verfügung, mit dem Sie einfach Variablen
eingeben und manipulieren können. Die prinzipielle Möglichkeit, Variablen in
den Gruppennamen zu integrieren, besteht aber auch ab Support Package 30 für
SAP Web AS 6.20. In diesem Release müssen Sie allerdings die Variablen direkt
in Eingabefeld Gruppennamen eingeben. Verwenden
Sie hierfür die folgende Syntax:
$<VarName>[{<Ausdruck1>, <Ausdruck2> ...}]
Hierbei steht $<VarName> für die gültigen Variablen $SYS, $CTX, $OBJ, $ATT oder $MTC.
Über <Ausdruck<n>> können Sie einzelne Teile des Variablenwerts auswählen oder ausschließen. Dabei werden die Zeichenketten, die sich durch die verschiedenen Ausdrücke ergeben, aneinander gehängt.
Im Einzelnen haben Sie die folgenden Möglichkeiten:
Ausdruck |
Bedeutung |
a-b |
gibt nur den Teil des Variablenwerts vom a-ten bis zum b-ten Zeichen aus |
a- |
gibt nur den Teil des Variablenwerts ab dem a-ten Zeichen aus |
-a |
gibt nur den Teil des Variablenwerts bis zum a-ten Zeichen aus |
"<Zeichenkette>" |
gibt nur den Teil des Variablenwerts aus, welcher <Zeichenkette> entspricht |
$<VarName>{<Ausdruck1>, …} |
gibt nur den Teil des Variablenwerts aus, welcher dem Inhalt dieser Zeichenkette entspricht |
! |
negiert den nachfolgenden Ausdruck; so bedeutet !4-, dass der Wert der Variablen ab dem vierten Zeichen nicht ausgegeben werden soll |

Sei $OBJ = "Availability: C11". Dann werden die folgenden Texte im Gruppennamen den folgenden Werten zugeordnet:
Text |
Wert |
$OBJ{!"Availability: "} |
C11 |
$OBJ{!1-14} |
C11 |
$OBJ{15-} |
C11 |