Für das Laden von Daten in Ihr SAP-System können Sie BAPIs, Batch Input oder Direct Input als Standardtechniken verwenden:
Bei Business Application Programming Interfaces (BAPIs) handelt es sich um standardisierte Programmierschnittstellen, die einen externen Zugriff auf die Geschäftsprozesse und Daten des SAP-Systems bieten.
BAPIs werden im Business Object Repository (BOR) als Methoden von SAP-Business-Objekten bzw. SAP-Interfacetypen definiert und ermöglichen eine objektorientierte Sicht auf die Anwendungskomponenten des SAP-Systems.
BAPIs werden als RFC-fähige Funktionsbausteine im Function Builder der ABAP Workbench implementiert und abgelegt.
Einzelheiten zu BAPIs finden Sie im
BAPI-Benutzerhandbuch.
Beim Einsatz von BAPIs als Schnittstellen zum SAP-System arbeitet die Workbench mit der gleichen Technik wie bei der permanenten Datenübernahme zwischen SAP-Systemen bzw. Fremdsystemen und SAP-Systemen mittels ALE. Die zu ladenden Daten müssen im IDoc-Format vorliegen (siehe
Beispieldatei anlegen und Strukturen analysieren). Die IDoc-Nummern innerhalb der Datei müssen eindeutig sein.Beim Start der Aufgabe werden die IDocs aus den spezifizierten Input-Dateien gelesen und dem BAPI übergeben.
Dabei müssen Sie Folgendes beachten:
Falls mehrere Applikationsserver der Servergruppe zugeordnet sind, müssen Sie sicherstellen, dass von jedem dieser Server die Dateien über den spezifizierten Pfad erreichbar sind.
Wenn während des Ladens Fehler auftreten (das BAPI also bestimmte Objekte nicht verarbeiten kann), wird die entsprechende Fehlermeldung in das Protokoll des Laufes aufgenommen.
Dies bedeutet, dass bei einem Fortführen des Laufs die ursprüngliche Input-Dateien gelöscht werden, selbst wenn die Option Input-Dateien nach Verarbeitung löschen nicht gewählt wurde.
Das Laden über den Programmtyp IDoc funktioniert im Wesentlichen wie das Laden über BAPIs.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass die ALE-Eingangsverarbeitung und der IDoc-Typ nicht aus einem BAPI generiert werden, sondern von der entsprechenden Anwendung selbst programmiert werden müssen.
Batch-Input ist eine Standardtechnik, mit der große Datenmengen in das SAP-System übernommen werden können. Dabei wird der Transaktionsablauf simuliert und die Daten werden so übernommen, als ob sie online eingegeben worden wären. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß alle Transaktions-Prüfungen ablaufen, wodurch die Datenkonsistenz gewährleistet wird.
Das Batch-Input-Verfahren verläuft in zwei Schritten:
Die Datenübernahme-Workbench führt nur den Schritt 1 aus.
Die meisten der SAP-Standard Datenübernahmeprogramme verwenden die Batch-Input-Technik: Das Datenübernahmeprogramm erzeugt eine Batch-Input-Mappe, die im weiteren Verlauf abgespielt wird. Das Abspielen der Mappen kann dabei auf unterschiedliche Weise erfolgen:
Wenn Sie die Datenübernahme testen, sollten Sie die Vordergrund-Verarbeitung oder die Fehleranzeige verwenden. Wenn Sie die Datenübernahme durchführen oder die Performance testen, sollten Sie die Hintergrundverarbeitung verwenden.
Ausführliche Informationen zum Batch-Input finden Sie in der Basis-Dokumentation zu
Batch-Input-Mappen.
Beim Direct-Input werden die Daten der Datenübernahmedatei den gleichen Prüfungen wie bei der Online-Transaktion unterzogen und danach direkt in das SAP-System übernommen. Die Datenbank wird direkt mit den übernommenen Daten aktualisiert.
Einzelheiten finden Sie in der jeweiligen Programmdokumentation.
Es gibt zwei Arten von Direct Input-Programmen:
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Direct-Input anzustoßen:

Falls Sie mit Testdaten arbeiten, sollten Sie den Direct-Input direkt starten. Bei der tatsächlichen Datenübernahme empfiehlt SAP nachdrücklich, die Transaktion BMV0 zu verwenden.
Diese Programme bieten immer eine Fehlerbehandlung.
Attribute pflegen
Pflegen Sie die folgenden Attribute. Beachten Sie dabei auch die Eingabehilfe und die Feldhilfe (F1):
Name eines zu diesem Programmtyp registrierten Programms
Die Angabe einer Variante ist nur bei direkt zu startenden Programmen zulässig.
Beachten Sie, daß in der Hintergrundverarbeitung die Eingabedatei nicht auf dem Präsentationsserver abgelegt werden kann. Der Zugriff auf Dateien des Präsentationsservers ist nur im Online-Betrieb möglich.
Weitere Informationen zum Direct Input finden Sie in der Dokumentation
BC - Basis-Programmierschnittstellen.
Bei Direct Input-Programmen, die nur bei Aufruf aus dem Direct Input Monitor (Transaktion BMV0) eine Fehlerbehandlung ermöglichen, ist die Angabe einer Variante nicht erlaubt, da der Direct Input Monitor interaktiv ist und daher ein Lauf mit einer solchen Aufgabe nicht im Hintergrund gestartet werden kann.