SQL-Prüfschritt anlegen 
Sie möchten prüfen, ob bestimmte Datenbanktabellen, Tabellenfelder oder Tabelleneinträge vorhanden sind. Sie können dazu identifizierende Unterarten von SQL-Prüfschritten anlegen, die folgende Fälle prüfen:
ob eine bestimmte Datenbanktabelle existiert
ob ein bestimmtes Feld einer Datenbanktabelle existiert
ob bestimmte Werte in Feldern einer Datenbanktabelle vorkommen
wie oft bestimmte Werte in Feldern einer Datenbanktabelle vorkommen
Außerdem können Sie beschreibende SQL-Prüfschritte anlegen, die keinen einzelnen Wert zurückgeben (Tabelle/Feld/Feldinhalt kommt vor oder kommt nicht vor), sondern bestimmte Inhalte aus gewählten Tabellen in Form von Ergebnistabellen anzeigen.
Folgen Sie den allgemeinen Anleitungen zum Anlegen eines Prüfschritts. Weitere Informationen finden Sie unter Prüfschritt anlegen.
Beachten Sie die Besonderheiten beim Anlegen eines SQL-Prüfschritts.
Definieren Sie folgende Eigenschaften des Prüfschritts:
Prüfschritt-Typ. Wählen Sie SQL.
Um zu prüfen, ob eine bestimmte Datenbanktabelle genutzt wird, wählen Sie die Unterart Existenz Tabelle.
Geben Sie den Namen der Datenbanktabelle ein und drücken Sie Enter..
Existiert die Tabelle und ist eine Beschreibung der Tabelle auffindbar, so wird die Beschreibung der Tabelle angezeigt.
Um zu prüfen, ob ein bestimmtes Feld einer Datenbanktabelle genutzt wird, wählen Sie den Eintrag Existenz Tabellenfeld.
Geben Sie den Namen der Datenbanktabelle ein und drücken Sie Enter..
Existiert die Tabelle und ist eine Beschreibung der Tabelle auffindbar, so wird die Beschreibung der Tabelle angezeigt.
Geben Sie ins Feld Feldname den Namen des Tabellenfelds ein oder wählen Sie ein Tabellenfeld aus der Liste.
Die Liste ist verfügbar, wenn eine Tabellenbeschreibung auffindbar ist.
Empfehlung
Um vor dem Anlegen des SQL-Prüfschritts Informationen z.B. über Tabelleneinträge zu erhalten, können Sie Native-SQL-Anweisungen in einem verwalteten System ausführen.
Legen Sie die Unterart des SQL-Prüfschritts fest:
Um zu prüfen, ob in einem bestimmten Feld einer Datenbanktabelle bestimmte Werte mindestens ein Mal vorkommen, wählen Sie den Eintrag Existenz Tabelleneintrag.
Um zu prüfen, wie oft in einem bestimmten Feld einer Datenbanktabelle bestimmte Werte vorkommen, wählen Sie den Eintrag Anzahl Tabelleneinträge. Diese Unterart von SQL-Prüfschritten erzeugt eine höhere Systemlast, weil die Abfrage nicht bereits nach dem ersten Auftreten des definierten Werts abgebrochen werden kann.
Unter Datenbanktabellen klicken Sie auf Anlegen.
Hinweis
Sie können bis zu drei Tabellen festlegen, die Sie dann durch Join-Bedingungen verknüpfen müssen.
Beispiel: Sie wollen die Anzahl bestimmter Aufträge in einem Monat ermitteln und verknüpfen dafür Tabellen mit Informationen über Kunden und Aufträge.
Geben Sie den Namen der Datenbanktabelle ein und drücken Sie Enter..
Existiert die Tabelle und ist eine Beschreibung der Tabelle auffindbar, so wird die Beschreibung der Tabelle sowie zusätzliche Informationen angezeigt:
Größenkategorie. Das System erzeugt aus dem Prüfschritt eine SQL-Anweisung. Die Größenkategorie der Tabelle gibt Aufschluss über die mögliche Systemlast, die durch die SQL-Anweisung erzeugt werden kann.
Die Spalte Datenart zeigt die Datenart der Tabelle an.
Das Ankreuzfeld in der Spalte Mandantenabhängig zeigt an, ob die Tabelle zur Abgrenzung über das Mandantenfeld genutzt wird.
Die Spalte In Prüfschritten verwendet zeigt an, von wie vielen SQL-Prüfschritten die Tabelle bereits verwendet wird. Sie können die betreffenden Prüfschritte wiederverwenden.
Hinweis
Detaillierte Information lassen sich im ABAP Dictionary (Transaktion SE 11) in demjenigen System anzeigen, das über die angegebene RFC-Verbindung erreichbar ist.
Unter Join-Bedingung verknüpfen Sie Tabellen über die jeweils identischen Werte von Feldern (zum Beispiel das Feld Kundennummer in der Tabelle Kundenstammdaten mit dem Feld Kundennummer in der Tabelle Aufträge).
Join-Bedingung ist nur aktiv, wenn Sie mehr als eine Tabelle für den Prüfschritt angelegt haben.
In den Spalten Tabelle 1 und Feld 1 spezifizieren Sie das erste der Felder, die Sie verknüpfen wollen.
In den Spalten Tabelle 2 und Feld 2 spezifizieren Sie das zweite der Felder, die Sie verknüpfen wollen.
Unter Feldkriterien wählen Sie Anlegen.
In der Spalte Feldname geben Sie den Namen des Tabellenfelds ein, dessen Werte Sie prüfen oder zählen möchten, oder wählen ein Tabellenfeld aus der Liste.
Existiert das Tabellenfeld und ist eine Beschreibung des Tabellenfelds auffindbar, so werden die Beschreibung sowie weitere Optionen angezeigt:
Zeitwertfeld. Das Ankreuzfeld ist nur aktiv, wenn Sie ein Datumsfeld gewählt haben.
Um das Tabellenfeld daraufhin zu prüfen, ob die Daten derjenigen Zeiträume vorkommen, die Sie beim Anlegen der Analyse festlegen, markieren Sie das Ankreuzfeld.
Um das Tabellenfeld daraufhin zu prüfen, ob bestimmte Tage außerhalb des Zeitraums der Analyse vorkommen, erfassen Sie das Datum in der Spalte Wert oder erfassen mehrere Datumsangaben in der Spalte Mehrere Werte.
OrgEinheit. Das Ankreuzfeld ist nur bei beschreibenden SQL-Prüfschritten aktiv.
In den Spalten Wert oder Mehrere Werte geben Sie einen oder mehrere Werte ein, von denen Sie prüfen möchten, ob oder wie häufig die Werte vorkommen.
Um Informationen über Datenbanktabelleninhalte in einer Ergebnistabelle anzuzeigen, wählen Sie die Unterart Beschreibend.
SQL-Prüfschritte vom Untertyp Beschreibend geben keinen Wert zurück, sondern eine Tabelle. Beschreibende Prüfschritte lassen sich deshalb nicht gegen Schwellenwerte prüfen und können nur informierenden Prüfreihen zugeordnet werden.
Unter Datenbanktabellen wählen Sie bis zu maximal drei Tabellen, die Sie verknüpfen möchten.
Unter Join-Bedingung verknüpfen Sie Tabellen über die jeweils identischen Werte von Feldern (zum Beispiel das Feld Kundennummer in der Tabelle Kundenstammdaten mit dem Feld Kundennummer in der Tabelle Aufträge).
Join-Bedingung ist nur aktiv, wenn Sie mehr als eine Tabelle für den Prüfschritt angelegt haben.
Unter Feldkriterien wählen Sie Anlegen.
Im Feld Feldname geben Sie den Namen des Tabellenfelds ein und drücken Enter.
Existiert das Tabellenfeld und ist eine Beschreibung des Tabellenfelds auffindbar, so werden die Beschreibung sowie weitere Informationen angezeigt:
Zeitwertfeld. Das Ankreuzfeld ist nur aktiv, wenn Sie ein Datumsfeld gewählt haben. Sie nutzen das Feld typischerweise, um ein zweites, einschränkendes Kriterium zu definieren.
OrgEinheit und Modus. Um die Inhalte eines Tabellenfelds zu gruppieren, markieren Sie entweder das Ankreuzfeld OrgEinheit, oder Sie wählen in der Spalte Modus den Eintrag Gruppieren nach Wert:
Um den Prüfschritt zu verfeinern, haben Sie zwei Möglichkeiten, indem Sie weitere Kriterien festlegen:
Sie können weitere Gruppierkriterien definieren.
Sie können Bedingungen definieren:
Hinweis
Um die Reihenfolge der Gruppierkriterien zu ändern, markieren Sie ein Kriterium und wählen Nach unten oder Nach oben.
Empfehlung
Um Informationen z.B. über Tabelleneinträge zu erhalten und Bedingungen definieren zu können, können Sie Native-SQL-Anweisungen in einem verwalteten System ausführen.
Um den Prüfschritt auf Zeiträume einzuschränken, die Sie beim Anlegen der Analyse festlegen, wählen Sie ein Datumsfeld und markieren das Ankreuzfeld Zeitfeldverwendung.
Um den Prüfschritt auf einen oder mehrere Tage einzuschränken, wählen Sie ein Datumsfeld und geben Sie die gewünschten Tage ein.
Um Tabellenfelder nur dann auszuwerten, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist, wählen Sie für das betreffende Tabellenfeld in der Spalte Modus den Eintrag Einschränken nach Wertung. Legen Sie mit der Wertehilfe die Werte fest, die in einem bestimmten Tabellenfeld gegeben sein müssen.
Um zu prüfen, ob der Prüfschritt konsistent ist und wie hoch die erwartete Systemlast durch die entsprechende SQL-Anweisung ist, wählen Sie Überprüfen.
Ist die Definition konsistent, dann werden unter Prüf- und Testergebnisse ein Rating und eine Pseudo-SQL-Anweisung angezeigt.
Wenn die SQL-Anweisung eine hohe Systemlast erwarten lässt, ändern Sie z.B. die Auswahl der Tabellenfelder. Das Rating ist abhängig von der Größenkategorie und von der Art der Tabellenfelder. Die Systemlast ist geringer, wenn Sie Schlüsselfelder oder Indexfelder verwenden.
Die Pseudo-SQL-Anweisung zeigt an, wie prinzipiell die Ausführung des Prüfschritts erfolgt. Sie können so prüfen, ob die Sortier- und Auswahlkriterien Ihren Zielen gemäß definiert sind.
Um den Prüfschritt über die RFC-Verbindung auszuführen, wählen Sie Test.
Die Ausführungsdauer wird angezeigt.
Hinweis
Die Ausführungsdauer gibt nur einen ungefähren Anhaltspunkt über die zu erwartende Laufzeit. Sie macht keine Aussage über die tatsächliche Dauer der Ausführung eines Prüfschritts während einer Analyse.