Alle Änderungen an Customizing-Einstellungen können im Transport Organizer in Änderungsaufträgen aufgezeichnet und zum Transport vorgemerkt werden.
Das Transportieren der Customizing-Einstellungen in ein anderes SAP-System ist damit bereits vorbereitet und bedarf nur noch der Freigabe des Änderungsauftrags.
Es ist aber nicht in jedem Fall erwünscht, daß jede einzelne Änderung im SAP-System aufgezeichnet werden soll. So gibt es in vielen SAP-Systemen neben dem Produktivmandanten auch Test-, Schulungs- oder Demo-Mandanten. Das Aufzeichnen von Änderungen ist hier nicht angebracht. Im Extremfall würde es sogar zu einem unbeabsichtigten Transport verleiten und damit zur Zerstörung eines anderen Zielmandanten führen.
Um diese teilweise konkurrierenden Anforderungen einfach und überschaubar zu regeln, können Sie jedem Mandanten entsprechende operative Eigenschaften zuordnen, die Sie in der Tabelle T000 pflegen können (Transaktion SM30):

Die gewählte Einstellung für einen Mandanten wirkt sich nur auf Änderungen an dessen mandantenabhängigen Customizing-Einstellungen aus, nicht auf mandantenunabhängige Einstellungen. Die Änderungen an mandantenunabhängigen Customizing-Einstellungen werden zusammen mit den Änderungen an Repository-Objekten aufgezeichnet und brauchen keine mandantenabhängige Spezifikation in der Tabelle T000.
In einem Produktivmandanten hat die Mandantensteuerung keinen Einfluß auf die laufenden Einstellungen (Customizing-Aktivitäten, die direkt aus dem Anwendungsmenü heraus erreichbar sind). Sie können in einem Produktivmandanten die laufenden Einstellungen immer ändern; diese werden nicht in Customizing-Aufträgen aufgezeichnet.
Diese Unterscheidung wird bei der Änderungsaufzeichnung im Transport Organizer durch unterschiedliche Auftragsarten transparent gemacht. Während Änderungen an mandantenunabhängigem Customizing und Repository in Workbench-Aufträgen erfaßt werden, werden Änderungen an mandantenabhängigem Customizing in Customizing-Aufträgen aufgezeichnet.
Wenn Sie nur Customizing-Aufträge verwenden, dann ist gewährleistet, daß das Ergebnis eines Customizing-Projekts unbedenklich in den Zielmandant eines anderen Systems transportiert werden kann, ohne dort andere Mandanten zu beeinträchtigen.
Die Garantie der Auswirkungsbeschränkung auf genau einen Mandanten kann beim Transport von Workbench-Aufträgen nicht gegeben werden. Vielmehr muß dieser vor dem Import auf mandantenunabhängige Objekte überprüft werden. Wenn mandantenunabhängige Objekte enthalten sind, dann ist ein Abgleich der entsprechenden Einstellungen in Quell- und Zielsystem zweckmäßig, um die Auswirkung auf alle übrigen Mandanten abschätzen zu können.
Weitere Steuermerkmale des Mandanten sind:
Nur die Benutzer SAP* und DDIC sind zugelassen, andere Benutzer erhalten beim Anmeldeversuch eine entsprechende Meldung.
Early Watch) gesetzt werden. Diese Funktionalität ist nur für den Ausnahmefall vorgesehen, etwa um die Grundlage für einen Abgleich nach Durchführung eines Upgrades zu haben. Jeder "normale" Mandant muß auch durch einen SAP-Upgrade aktualisiert werden, da ansonsten für die ablaufenden Transaktionen Datenressourcen der System- und Customizing-Tabellen fehlen können. Jedoch können Sie für Mandanten, die als reine Sicherung bestimmte Tabellen beinhalten sollen (Sicherungsmandant), das unnötige oder ungewünschte Mitversorgen durch SAP-Upgrades ausschließen. Zur Pflege dieses Kennzeichens ist Administrationsberechtigung für den Transport Organizer erforderlich (Berechtigung S_CTS_ADMIN).