Einsatzmöglichkeiten
Alle interaktiven Funktionen zur Anpassung von Query-Listen (Anzeige als Tabelle, Dateiablage, ABC-Analyse usw.) arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Die Daten einer Teilliste werden zusammen mit einer Beschreibung dieser Daten über eine Schnittstelle an ein weiteres Programm (Funktionsbaustein) übergeben. Die Zahl der Funktionen, die auf diesem Wege an die Query-Listen angeschlossen werden können, ist nicht beschränkt. Die Funktion Erweiterte Ablage dient als Container für diese Funktionen.
Die Funktion Erweiterte Ablage faßt beliebig viele interaktive Funktionen für interaktionsfähige Teillisten zusammen. Jede dieser Funktionen muß über einen Funktionsbaustein mit fest definierter Schnittstelle realisiert werden. Wieviele und welche Funktionen zur Verfügung gestellt werden, kann über die Pflegekomponente für die erweiterte Ablage festgelegt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt
Pflege der Erweiterten Ablage.Funktionsumfang
Folgende Funktionen werden für die erweiterte Ablage ausgeliefert:
Eine von Ihnen angelegte Query kann als Datei (im Dbase-Format) auf dem PC gesichert werden. Anschließend können Sie einen Crystal Report aus der Query generieren. Mit einer großen Auswahl zur Analyse und Visualisierung von Daten können Sie den aus der Query generierten Report aufbereiten. Sie können das Layout des Reports nach Ihren Wünschen gestalten und zum Beispiel ein Firmenlogo, Grafiken etc. hinzufügen. Speichern Sie anschließend den Report ohne Daten ab und öffnen Sie dann die von Ihnen erstellte Vorlage beim Aufruf einer Query. (Hinweis: Feldnamen sind im Dbase-Format auf 10 Zeichen begrenzt).
Diese Funktion ermöglicht den Anschluß des externen PC-Tools InfoZoom zur Anzeige und Layoutgestaltung von Reports. Sie erfordert, daß InfoZoom auf dem PC installiert ist und die Dateinamenerweiterung '.foc' (Erweiterung für InfoZoom-Dateien) registriert ist. Die Funktion bereitet die Daten einer Teilliste in einer für InfoZoom lesbaren Form auf und schreibt sie in eine temporäre Datei auf dem PC. Die Datei wird in dem Verzeichnis angelegt, das in der Umgebungsvariablen TMP oder TEMP definiert wurde. Ist weder TMP noch TEMP definiert, so wird die Datei im Hauptverzeichnis angelegt. Anschließend wird InfoZoom mit der erzeugten Datei gestartet.
Mit dieser Funktion kann eine zweidimensionale grafische Darstellung der Daten einer Teilliste vorgenommen werden. Dabei können die darzustellenden Felder interaktiv ausgewählt werden. In der ersten Dimension können alle Felder der Teilliste ausgewählt werden. In der zweiten Dimension dagegen nur alle numerischen Felder.
Integration
Über die
Pflege der Erweiterten Ablage ist es möglich, beliebige neue und eigene Funktionen in die erweiterte Ablage einzutragen.Wenn die erweiterte Ablage mindestens eine Funktion enthält, so steht nach der Ausführung der Query für jede einzeilige Teilliste die Funktion Liste ® Erweiterte Ablage (bzw. eine entsprechende Drucktaste) zur Verfügung. Enthält die erweiterte Ablage genau eine Funktion, so wird diese Funktion beim Aufruf der Funktion Erweiterte Ablage direkt ausgeführt. Enthält die erweiterte Ablage mehr als eine Funktion, so wird beim Aufruf ein Dialogfenster geöffnet, in dem alle zur Verfügung stehenden Funktionen mit einem Namen und einem Langtext aufgeführt sind. Aus dieser Liste können Sie eine Funktion wählen und ausführen.

Die von SAP ausgelieferten Funktionen für die erweiterte Ablage liegen zwar eingetragen, aber nicht aktiviert vor. Um diese Funktionen nutzen zu können, aktivieren Sie diese in der Pflege der Erweiterten Ablage.
Jede Funktion wird über einen Namen und einen Langtext charakterisiert. Beim Ausführen der Funktion wird der angegebene Funktionsbaustein aufgerufen.

Bei der Ausführung der Query im Hintergrund ist ein Aufruf dieser Funktionen über den Mechanismus der direkten Weitergabe nicht möglich.