Externe Sicherheitsprodukte
Dieser Abschnitt liefert die von SNC an externe Sicherheitsprodukte gestellten Anforderungen und beschreibt etwaige von den Produkten verwendete Namenskonventionen.
Ein Sicherheitsprodukt muss die folgenden Anforderungen erfüllen, um mit SAP-Systemen eingesetzt werden zu können:
● Das Produkt muss den vollen Funktionsumfang der GSS-API-V2-Schnittstelle bereitstellen.
● Die Funktionen müssen dynamisch geladen werden können.
● Das Produkt muss auf von SAP-Systemen unterstützten Plattformen verfügbar sein.
● Das Produkt muss durch SAP zertifiziert sein.
Das SAP Partner Program zertifiziert externe Produkte für die Verwendung mit SAP-Systemen. Weitere Informationen über die Produktverfügbarkeit und -zertifizierung finden Sie bei den Partnerinformationen unter www.sap.com/partners.
Die verschiedenen Sicherheitsprodukte definieren ihre eigenen Namenskonventionen für die Vergabe von Benutzernamen. Diese externen Namen werden normalerweise unabhängig von den Benutzernamen im SAP-System erstellt. (Sie müssen eine Beziehung zwischen den beiden Namen definieren; eine Beschreibung hierzu finden Sie unter Benutzerpflege im SAP-System.)
Um über SNC kommunizieren zu können, benötigen Anwendungsserver und andere SAP-System-Services (die normalerweise keine Benutzernamen im SAP-System haben) zusätzlich Benutzernamen beim Sicherheitsprodukt. Für eine erfolgreiche Authentifizierung muss das SAP-System in der Lage sein, diese externen Benutzernamen zu erkennen.
Dieser Abschnitt beschreibt einige der gängigsten Namenskonventionen. Eine genauere Beschreibung finden sie in der Dokumentation des externen Sicherheitsprodukts.

Die Syntax der externen Namen ist vom Sicherheitsprodukt vorgegeben. Im Allgemeinen ist bei den Einträgen auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung zu achten; Leerzeichen dürfen weder weggelassen noch hinzugefügt werden.

Beispiel 1:
Dieses Beispiel zeigt einen X.500-Distinguished-Namen. Er besteht aus verschiedenen Namensteilen, die einen hierarchisch gegliederten Namensraum darstellen.
CN=miller, OU=ADMIN, O=myCompany, C=US
CN steht für Common Name, OU für Organizational Unit, O für Organization und C für Country.

Beispiel 2:
Dieses Beispiel zeigt einen Kerberos-Namen (principal name), der sich aus einem Benutzernamen und der Domäne (oder dem Kerberos-Bereich, realm) zusammensetzt.
miller@myCompany.US

In der folgenden Empfehlung verwenden wir eine X.500-Namenskonvention.
Bauen Sie den externen Namen für einen Benutzer nach Möglichkeit aus dem Benutzernamen im SAP-System und Konstanten, die für alle Benutzer identisch sind, auf. Bei X.500-Namen können Sie für das CN-Element den Benutzernamen im SAP-System verwenden (CN = miller in Beispiel 1) und für die anderen Elemente (OU, O, C) Konstanten, die für alle Benutzer gleich sind.
Dasselbe gilt für den externen Namen für SAP-Systemkomponenten, wie z. B. den Anwendungsserver. Bauen Sie den externen Namen aus einer serverspezifischen Komponente und konstanten Komponenten auf.

Wir empfehlen Ihnen für die serverspezifische Komponente folgende Syntax:
sap<Systemnummer>.<Servername>

Für den Anwendungsserver mit der Systemnummer 01 auf dem Server host1 ergäbe sich z. B. der folgende externe Name:
CN=sap01.host1, OU=TEST01, O=myCompany, C=US
Wenn Sie eine derartige Namenskonvention definieren, können Sie die SNC-Namen der Benutzer und Komponenten im SAP-System mit dem Report RSUSR300 automatisch generieren.