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Konfiguration des
File/FTP-Sender-Adapters 
Sie konfigurieren den File/FTP-Sender-Adapter, um damit Inhalte von Dateien an den Integration Server oder das PCK zu versenden. Dabei werden nur Dateien berücksichtigt, die nicht schreibgeschützt sind.
Die Adapterkonfiguration ist Teil der Festlegung eines
Kommunikationskanals im
Integration Server
oder im PCK und wird auf
der Registerkarte Parameter vorgenommen.
Zusätzlich zur Adapterkonfiguration können auf der Registerkarte Module im Modul-Prozessor
generische Module angegeben werden, die den Adapter mit Zusatzfunktionen
ausstatten.
Der Adapter ermittelt gemäß seiner Konfiguration die Payload der XI-Message. Die Informationen des Message-Header werden dagegen aus der zum Kommunikationskanal gehörenden Sendervereinbarung ermittelt.
Für die Definition der Sendervereinbarung ergeben sich für den Adapter folgende Bedingungen:
· Es muss genau eine Sendervereinbarung für den hier definierten Kommunikationskanal geben.
· In der Sendervereinbarung müssen mindestens der Interface-Name und der Sender-Service qualifiziert sein. Alle anderen Felder sind optional gemäß den allgemeinen Regeln zur Definition von Sendervereinbarungen.
Wenn Sie ein Modul für den File-/FTP-Sender-Adapter entwickeln und in dem Modul auf den Dateinamen zugreifen wollen, dann beachten Sie SAP-Hinweis 819761.
1. Sie haben einen Kommunikationskanal angelegt oder einen bestehenden Kommunikationskanal geöffnet.
2. Sie haben auf der Registerkarte Parameter den Adaptertyp FILE ausgewählt.
3. Sie haben den Adapter über den Auswahlknopf Sender als Sender-Adapter definiert.
·
Das SAP Java Cryptographic Toolkit ist
deployed. Siehe auch:
Deploying the SAP Java
Cryptographic Toolkit
·
Das CA-Zertifikat, mit dem das
Server-Zertifikat signiert wird, muss der TrustedCAs Key-Store-View
hinzugefügt sein. Siehe auch:
Key Storage
Service
Zur Konfiguration des Adapters machen Sie folgende Angaben:
Die Dateiauswahl kann entweder aus einem Dateisystem (Dateisystem (NFS)) oder von einem File Transfer Protocol (FTP)-Server erfolgen.
· Damit der Inhalt der Datei unverändert zur Integration-Engine oder an das PCK geschickt wird, wählen Sie Datei.
· Falls eine Textdatei mit komplexeren Datenstrukturen, die in ein XML-Dokument zu konvertieren sind, zur Integration-Engine oder an das PCK geschickt werden soll, so wählen Sie Umwandlung des Datei-Inhalts und machen Sie unter Parameter zur Inhaltskonvertierung die notwendigen Angaben zur Konvertierung (siehe unten).
Wählen sie die Adapter-Engine auf dem Integration Server aus oder wählen Sie eine dezentral installierte Adapter-Engine aus. Im PCK ist diese Auswahl nicht möglich.
· Quellverzeichnis
Geben Sie das Verzeichnis an, in dem sich die zu verarbeitenden Dateien befinden.
Sie können den Namen absolut angeben oder relativ zum Arbeitsverzeichnis der Adapter-Engine. Verwenden Sie auf allen Plattformen (einschließlich Windows) einen Schrägstrich (/), um Verzeichnisnamen gemäß der Java-Spezifikation zu trennen.
· Dateiname
Geben Sie den Namen der Datei an, die verarbeitet werden soll. Der Name kann Platzhalter (*) enthalten, um so eine Liste von Dateien für die Verarbeitung auswählen zu können.
Haben Sie das Transport-Protokoll File Transfer Protocol (FTP) gewählt, dann machen Sie folgende Angaben:
· Server
Geben Sie den Host-Namen oder die IP-Adresse des FTP-Servers an.
· Port
Geben Sie die Port-Nummer des FTP-Servers an. Die Voreinstellung ist der Standard-Port für FTP-Server (21).
· Timeout (secs)
Erfolgt in der hier angegebenen Zeitspanne keine Datenübertragung zwischen Client und dem FTP-Server, dann wertet der Adapter dies als Fehler und bricht die Übertragung ab.
· Verbindungssicherheit
¡ Keine
Das FTP-Protokoll wird ohne Verschlüsselung eingesetzt.
¡ FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontrollverbindung
Die FTP-Kontrollverbindung wird per TLS/SSL (Transport Layer Security (BC-SEC)/Secure Sockets Layer (BC-SEC)) geschützt. Die Übertragung von Dateien erfolgt unverschlüsselt.
¡ FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontroll- und Datenverbindung
Jede Kommunikation mit dem FTP-Server erfolgt per TLS/SSL verschlüsselt.
Haben Sie unter Verbindungssicherheit FTPS gewählt, dann machen Sie folgende Angaben:
· Befehlsreihenfolge
Legt die Reihenfolge der zur Authentifikation und Sicherung der Verbindung eingesetzten Befehle fest.
Behalten Sie die Standardeinstellung bei. Passen Sie die Befehlsreihenfolge nur bei Problemen mit der FTP-Verbindung an die vom FTP-Server erwartete Reihenfolge an. Die korrekte Einstellung entnehmen Sie der Dokumentation des FTP-Servers.
· X.509-Zertifikat zur Client-Authentifikation verwenden
Setzen Sie das Kennzeichen, wenn sich der Adapter gegenüber dem FTP-Server per X.509-Zertifikat und Public-Key-Kryptographie authentifizieren soll. Das entsprechende Schlüssel-/Zertifikatspaar muss über den Visual Administrator bereits in einer Key-Store-View des J2EE-Servers hinterlegt sein.
¡ Geben Sie nun den Schlüsselspeicher und das X.509-Zertifikat und privater Schlüssel an. Hierzu werden Ihnen Auswahlhilfen zur Verfügung gestellt.
· Um sich mit dem Benutzernamen anonymous und dem Kennwort anonymous anzumelden, setzen Sie das Kennzeichen Anonyme Anmeldung. Ansonsten machen Sie folgende Angaben:
¡ Benutzername
Geben Sie einen für den FTP-Server gültigen Benutzernamen ein.
¡ Kennwort mit Bestätigung
· Verbindungsmodus
Permanent
Es wird eine bestehende Verbindung zum FTP-Server genutzt.
Die Verbindung wird automatisch wieder aufgebaut, falls sie vom Server aus geschlossen wurde.
Pro Dateitransfer
Für jeden Dateitransfer zum FTP-Server wird eine neue Verbindung geöffnet.
· Übertragungsmodus
Setzen Sie den Übertragungsmodus der FTP-Verbindung auf Text- oder auf Binär-Datentransfer.
Parameter |
Eingabe |
Quality-of-Service |
Gibt an, wie eine Message durch die Integration-Engine/das PCK verarbeitet werden soll. · Best Effort (synchrone Verarbeitung) · Exactly Once (asynchrone Verarbeitung mit garantierter einmaliger Ausführung) · Exactly Once In Order (asynchrone Verarbeitung über Queues, d.h. eine garantierte einmalige Ausführung unter Beibehaltung der Reihenfolge aufeinander folgender Nachrichten). Geben Sie den Queue-Namen an. |
Poll-Intervall (Sek.) |
Anzahl Sekunden, die der Adapter warten soll, wenn keine Dateien zur Verarbeitung gefunden werden. |
Poll-Intervall (mSek.) |
Zusätzliche Wartezeit in Millisekunden. Wenn Poll-Intervall (Sek.) auf Null gesetzt ist, so lassen sich kurze, echtzeitnahe Verarbeitungszeiten erreichen. Sind Poll-Intervall (Sek.) und Poll-Intervall (mSek.) auf Null gesetzt, so findet ein einmaliger Aufruf des Adapters statt. |
Wiederholungsintervall (Sek.) |
Geben Sie die Anzahl der Sekunden an, die der Adapter warten soll, bis eine fehlerhaft verarbeitete Datei erneut verarbeitet werden soll. Wird der Wert auf Null gesetzt, so wird der Adapter im Fehlerfall beendet, auch dann, wenn für Poll-Intervall (Sek.) ein Wert größer als Null angegeben ist.
Falls keine Angabe erfolgt, dann wird der Wert unter Poll-Intervall (Sek.) genommen. |
Verarbeitungsmodus |
Archivieren Erfolgreich verarbeitete Dateien werden in ein Archivverzeichnis verschoben. · Um dem Dateinamen einen Zeitstempel hinzuzufügen, wählen Sie das Kennzeichen Zeitstempel hinzufügen. Der Zeitstempel hat das Format yyyMMdd-hhMMss-SSS_. Durch den Zeitstempel werden die archivierten Dateien nicht überschrieben und können nach ihrem zeitlichen Eingang sortiert werden. · Unter Archivverzeichnis geben Sie den Namen des Archivverzeichnisses an. · Wenn die Dateien auf dem FTP-Server archiviert werden sollen, dann setzen Sie das Kennzeichen Dateien auf dem FTP-Server archivieren. Wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist, dann erfolgt die Archivierung im Dateisystem der Adapter-Engine. Löschen Erfolgreich verarbeitete Dateien werden gelöscht. Testen Es erfolgt keinerlei Verarbeitung. Dieser Modus eignet sich ausschließlich zum Test von Konfigurationen des File/FTP-Adapters oder der Integration-Engine/des PCK. Er ist für den Produktiv-Betrieb nicht geeignet. Auf schreibgeschützt setzen Erfolgreich verarbeitete Dateien erhalten das Attribut schreibgeschützt. Es werden nur beschreibbare Dateien verarbeitet. Diese Auswahl steht nur für das Transport-Protokoll File System (NFS) zur Verfügung. |
Schreibgeschützte Dateien verarbeiten (Transport–Protokoll Dateisystem (NFS)) |
Um auch Dateien zu übertragen, die durch andere Anwendungen gesperrt sind, setzen Sie das Kennzeichen. Setzen Sie das Kennzeichen nur, wenn sichergestellt ist, dass dadurch keine Datenverluste auftreten. |
Verarbeitungsreihenfolge (Transport–Protokoll Dateisystem (NFS)) |
Wenn sie bei Angabe des Dateinamens Platzhalter verwendet haben, legen Sie die Verarbeitungsreihenfolge der Dateien fest: · Der Vorschlagswert ist Nach Name. Die Verarbeitung erfolgt alphabetisch nach dem Dateinamen. · Bei Nach Datum werden die Dateien nach ihrem Zeitstempel im Dateisystem beginnend bei der ältesten Datei verarbeitet. |
Dateityp |
Geben Sie den Datentyp des Dokuments an. Binär Text Geben Sie unter Datei-Codierung eine Codepage an. Standardmäßig wird hier die System-Codepage verwendet, die von der Konfiguration des installierten Betriebssystems abhängt. Der Dateiinhalt wird dann vor dem Versenden in die Codepage UTF-8 umgewandelt. Erlaubte Werte für die Codepage sind die vorhandenen Charsets der Java-Laufzeit. Nach der Spezifikation von SUN für die Java-Laufzeit müssen mindestens die folgenden Standard-Charsets unterstützt sein: · US-ASCII Sieben-Bit ASCII, auch bekannt als ISO646-US, oder Basic-Latin-Block des Unicode-Zeichensatzes · ISO-8859-1 ISO-Zeichensatz für westeuropäische Schriften (Latin Alphabet Nr. 1), auch bekannt als ISO-LATIN-1 · UTF-8 Acht-Bit Unicode-Zeichendarstellung · UTF-16BE 16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, big-endian Byte-Order · UTF-16LE 16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, little-endian Byte-Order · UTF-16 16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Byte-Order
Überprüfen Sie in der Dokumentation für Ihre Java-Laufzeit-Implementierung, welche weiteren Charsets unterstützt werden.
XML-Textdokumente enthalten in der Regel ihre eigene Codepage-Beschreibung und sollten als Datei-Typ Binär behandelt werden.
|
Zusätzliche Datei(en) (Transport–Protokoll Dateisystem (NFS)) |
Wenn Sie zusätzliche Dateien übertragen wollen, dann setzen Sie das Kennzeichen Zusätzliche Datei(en). Weitere Informationen finden Sie unter: Angaben zu zusätzlichen Dateien |
Falls Sie unter Message-Protokoll Umwandlung des Datei-Inhalts ausgewählt haben, dann können Sie in diesem Modus eine Textdatei mit komplexeren Strukturen in ein XML-Ausgangsformat konvertieren. Die Datei enthält unterschiedliche Zeilenformate in logischen Strukturen. Weitere Informationen finden Sie unter: Umwandlung des Datei-Inhalts im Sender-Adapter
· Kommandozeile
Ein hier spezifizierter Betriebssystembefehl wird nach erfolgreicher Verarbeitung einer Datei ausgeführt, die in einem Durchlauf gefunden wurden. Der Vorschlagswert ist eine leere Zeichenkette (kein Befehl).

Bei Aufruf des Betriebssystembefehls kann der aktuell prozessierte Dateiname mit folgenden Platzhaltern mitgegeben werden:
· %f (Dateiname)
· %F (absoluter Dateiname inklusive Pfad)
· Timeout (secs)
Geben Sie hier die maximale Laufzeit des auszuführenden Programms in Sekunden an. Nach Ablauf der Zeitspanne fährt der Adapter mit der Verarbeitung fort. Das ausführbare Programm läuft im Hintergrund weiter.
· Programm nach Timeout abbrechen
Setzen Sie das Kennzeichen, wenn der Adapter nach Ablauf des Timeout das auszuführende Programm abbrechen soll.
Der Adapter schreibt die Ausgaben (STDOUT und STDERR) des Betriebssystembefehls in den System-Trace.
Setzen Sie den Adapter Aktiv, um ihn für den Message-Austausch einzusetzen.
Um zusätzliche Parameter für die Adapterkonfiguration anzugeben, setzen Sie das Kennzeichen Erweiterter Modus.
Geben Sie die Anzahl der Millisekunden an, die der Adapter warten soll, bevor er überprüft, ob sich die Dateien geändert haben.
Dieser Parameter steht nicht zur Verfügung, wenn Sie unter Message-Protokoll Umwandlung des Datei-Inhalts gewählt haben und dann unter Recordsets pro Message eine Eingabe gemacht haben, die eine Eingabedatei in mehrere Messages aufteilt.
Geben Sie die zusätzlichen Parameternamen und -werte in der Tabelle an.

Zusätzliche Parameter werden über SAP-Hinweis 801926 veröffentlicht.