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Funktionsdokumentation Konfiguration des File/FTP-Empfänger-Adapters Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Sie konfigurieren den File/FTP-Empfänger-Adapter, um damit XML-Messages vom Integration Server/vom PCK in Dateien abzulegen.

Integration

Die Adapterkonfiguration ist Teil der Festlegung eines Kommunikationskanals im StrukturlinkIntegration Server oder im PCK und wird auf der Registerkarte Parameter vorgenommen. Zusätzlich zur Adapterkonfiguration können auf der Registerkarte Module im Modul-Prozessor generische Module angegeben werden, die den Adapter mit Zusatzfunktionen ausstatten.

Voraussetzungen

       1.      Sie haben einen Kommunikationskanal angelegt oder einen bestehenden Kommunikationskanal geöffnet.

       2.      Sie haben auf der Registerkarte Parameter den Adaptertyp FILE ausgewählt.

       3.      Sie haben den Adapter über den Auswahlknopf Empfänger als Empfänger-Adapter definiert.

Einsatz von FTPS (File Transfer Protocol über SSL/TLS)

·        Das SAP Java Cryptographic Toolkit ist deployed. Siehe auch: StrukturlinkDeploying the SAP Java Cryptographic Toolkit

·        Das CA-Zertifikat, mit dem das Server-Zertifikat signiert wird, muss der TrustedCAs Key-Store-View hinzugefügt sein. Siehe auch: StrukturlinkKey Storage Service

Aktivitäten

Zur Konfiguration des Adapters machen Sie folgende Angaben:

Transport-Protokoll

Die Datei kann entweder in ein Dateisystem (Dateisystem (NFS)) oder auf einen File Transfer Protocol (FTP)-Server gestellt werden.

Message-Protokoll

·        Datei

Das vom Integration Server/vom PCK geschickte Dokument wird direkt als Datei abgelegt.

·        Falls ein XML-Dokument in eine Textdatei konvertiert werden soll, so wählen Sie Umwandlung des Datei-Inhalts und machen Sie unter Parameter zur Inhaltskonvertierung die notwendigen Angaben zur Konvertierung (siehe unten).

Adapter-Engine

Wählen sie die Adapter-Engine auf dem Integration Server aus oder wählen Sie eine dezentral installierte Adapter-Engine aus. Im PCK ist diese Auswahl nicht möglich.

Datei-Zugriffsparameter

·        Geben Sie das Zielverzeichnis an, in dem die Dokumente abgelegt werden sollen.

Sie können Variablen in der Angabe für das Zielverzeichnis verwenden. Die Variablen müssen durch %-Zeichen eingeschlossen sein.

Beispiel

c:/temp/local/%var1%

·        Geben Sie das Dateinamenschema an, unter dem das erste ankommende Dokument abgelegt werden soll.

Sie können Variablen in der Angabe für das Dateinamenschema verwenden. Die Variablen müssen durch %-Zeichen eingeschlossen sein.

Siehe auch unten unter Variablenersetzung.

FTP-Verbindungsparameter

Haben Sie das Transport-Protokoll File Transfer Protocol (FTP) gewählt, dann machen Sie folgende Angaben:

·        Server

Geben Sie den Host-Namen oder die IP-Adresse des FTP-Servers an.

·        Port

Geben Sie die Port-Nummer des FTP-Servers an. Die Voreinstellung ist der Standard-Port für FTP-Server (21).

·        Timeout (secs)

Erfolgt in der hier angegebenen Zeitspanne keine Datenübertragung zwischen Client und dem FTP-Server, dann wertet der Adapter dies als Fehler und bricht die Übertragung ab.

·        Verbindungssicherheit

¡        Keine

Das FTP-Protokoll wird ohne Verschlüsselung eingesetzt.

¡        FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontrollverbindung

Die FTP-Kontrollverbindung wird nach erfolgreichem Verbindungsaufbau per TLS/SSL (Transport Layer Security (BC-SEC)/Secure Sockets Layer (BC-SEC)) geschützt. Die Übertragung von Messages erfolgt unverschlüsselt.

¡        FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontroll- und Datenverbindung

Jede Kommunikation mit dem FTP-Server erfolgt per TLS/SSL verschlüsselt.

Haben Sie unter Verbindungssicherheit FTPS gewählt, dann machen Sie folgende Angaben:

·        Befehlsreihenfolge

Legt die Reihenfolge der zur Authentifikation und Sicherung der Verbindung eingesetzten Befehle fest.

Behalten Sie die Standardeinstellung bei. Passen Sie die Befehlsreihenfolge nur bei Problemen mit der TLS-Verbindung an die vom FTP-Server erwartete Reihenfolge an. Die korrekte Einstellung entnehmen Sie der Dokumentation des FTP-Servers.

·        X.509-Zertifikat zur Client-Authentifikation verwenden

Setzen Sie das Kennzeichen, wenn sich der Adapter gegenüber dem FTP-Server per X.509-Zertifikat und Public-Key-Verschlüsselung authentifizieren soll. Das entsprechende Schlüssel-/Zertifikatspaar muss über den Visual Administrator bereits in einer Key-Store-View des J2EE-Servers hinterlegt sein.

¡        Geben Sie nun den Schlüsselspeicher und das X.509-Zertifikat und privater Schlüssel an. Hierzu werden Ihnen Auswahlhilfen zur Verfügung gestellt.

·        Um sich mit dem Benutzernamen anonymous und dem Kennwort anonymous anzumelden, setzen Sie das Kennzeichen Anonyme Anmeldung. Ansonsten machen Sie folgende Angaben:

¡        Benutzername

Geben Sie einen für den FTP-Server gültigen Benutzernamen ein.

¡        Kennwort mit Bestätigung

·        Verbindungsmodus

¡        Permanent

Es wird eine bestehende Verbindung zum FTP-Server permanent genutzt.

Die Verbindung wird automatisch wieder aufgebaut, falls sie serverseitig geschlossen wurde.

¡        Pro Dateitransfer

Für jeden Dateitransfer zum FTP-Server wird eine neue Verbindung geöffnet.

·        Übertragungsmodus

Setzen Sie den Übertragungsmodus der FTP-Verbindung auf Text oder auf Binär-Datentransfer.

·        Übertragung

Falls die Datei sofort auf dem Server angelegt werden soll, wählen Sie Direkt.

Wenn der Inhalt erst in einer Temporärdatei gesammelt werden und dann die endgültige Datei auf den Server gestellt werden soll, wählen Sie Temporäre Datei verwenden.

Verarbeitungsparameter

·        Für die Erzeugung der Dateien gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Dateierzeugungsmodus

Modus

Auswahl

Anlegen

Die Datei wird angelegt. Das jeweils zuletzt erhaltene Dokument wird gespeichert.

Setzen Sie das Kennzeichen Bestehende Datei überschreiben, wenn die erstellte Datei überschrieben werden soll. Setzen Sie das Kennzeichen nicht, dann stoppt die Verarbeitung, bis die erstellte Datei verarbeitet ist.

Hinweis

Sie können das Kennzeichen nur setzen, wenn Sie unter Übertragung Temporäre Datei verwenden gewählt haben.

 

Anhängen

Die Datei wird durch Anhängen der eingehenden Dokumente fortgeschrieben

Zeitstempel hinzufügen

Für jedes Dokument wird eine neue Datei erzeugt, die um den Zeitstempel im Format yyyyMMdd-HHmmss-SSS erweitert ist. Der Zeitstempel wird als letzter Bestandteil des Namens vor der Erweiterung eingefügt.

Dieser Modus garantiert, dass keine Datei überschrieben wird. Dateien, die aus der gleichen Adapter-Konfiguration stammen, können so sortiert werden.

Message-ID hinzufügen

Für jedes Dokument wird eine neue Datei erzeugt. Der Dateiname wird um die vom Integration Server/vom PCK erzeugte MessageID erweitert. Die ID hat das Format: xxxxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx.

Die Message-ID wird als letzter Bestandteil des Namens vor der Erweiterung eingefügt. Dieser Modus garantiert, dass keine Datei überschrieben wird.

Zähler hinzufügen

Für jedes Dokument wird eine neue Datei erzeugt. Der Dateiname wird um einen Zähler erweitert, der vor der Erweiterung des Dateinamens eingefügt wird (z.B. default002.file). Diese Auswahl besteht nur für das Transport-Protokoll Dateisystem (NFS).

Machen Sie Angaben zur Zählerdefinition:

·        Präfix

Geben Sie ein oder mehrere Zeichen an, die vor dem Zähler im Dateinamen eingefügt werden sollen.

·        Format

Geben Sie den ersten Zähler an, der verwendet werden soll. Es muss sich um eine gültige Integer-Zahl handeln. Führende Nullen sind erlaubt.

·        Schritt

Geben Sie die Schrittweite des Zählers an.

·        Modus

Geben Sie an, wann der Zähler eingefügt werden soll.

¡        Nach der ersten Datei

Der Zähler wird angefügt, wenn der Dateiname erstmals unverändert verwendet wurde.

¡        Sofort

Der Zähler wird beim ersten eingehenden Dokument angefügt.

·        Geben Sie den Datentyp des Dokuments an.

¡        Binär

¡        Text

Geben Sie unter Datei-Codierung eine Codepage an. Standardmäßig wird hier die System-Codepage verwendet, die von der Konfiguration des installierten Betriebssystems abhängt.

Der Inhalt der Message wird dann vor dem Abspeichern als Datei in die entsprechende Codepage umgewandelt.

Erlaubte Werte für die Codepage sind die vorhandenen Charsets der Java-Laufzeit. Nach der Spezifikation von SUN für die Java-Laufzeit müssen mindestens die folgenden Standard-Charsets unterstützt sein:

Charsets der Java-Laufzeit

Charset

Beschreibung

US-ASCII

Sieben-Bit ASCII, auch bekannt als ISO646-US, oder Basic-Latin-Block des Unicode-Zeichensatzes

ISO-8859-1

ISO-Zeichensatz für westeuropäische Schriften (Latin Alphabet Nr. 1), auch bekannt als ISO-LATIN-1

UTF-8

Acht-Bit Unicode-Zeichendarstellung

UTF-16BE

16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, big-endian Byte-Order

UTF-16LE

16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, little-endian Byte-Order

UTF-16

16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Byte-Order

Hinweis

Überprüfen Sie in der Dokumentation für Ihre Java-Laufzeit-Implementierung, welche weiteren Charsets unterstützt werden.

Variablenersetzung

Sie können in den Angaben zum Zielverzeichnis und zum Dateinamenschema Variablen verwenden, wenn sie das Kennzeichen Aktiv setzen. Machen Sie Angaben zu den Variablen-Namen und Referenzen in der Tabelle.

·        Tragen Sie jede Variable, auf die Sie in der Angabe des Zielverzeichnisses und im Dateinamenschema verweisen, ohne die umschließenden Prozentzeichen in der Tabelle unter Variablen-Name ein.

Die Variablen können sich auf Attribute des Message-Header oder auf Elemente der Message-Payload beziehen.

¡        Soll sich die Variable auf ein Attribut des Message-Header beziehen, so stellen Sie unter Referenz dem Namen der Variablen das Präfix message: voran. Sie können folgende Attribute des Message-Header angeben:

sender_party, sender_service, receiver_party, receiver_service, interface_name, interface_namespace,

message_id (Message-ID mit Bindestrichen, z.B. 9fbe1ff1-9a0d-11d9-8665-cbf10a126331)

message_id_hex (Message-ID in Hexadezimaldarstellung z.B. 9fbe1ff19a0d11d98665cbf10a126331)

Möchten Sie z.B. den Interface-Namen aus dem Message-Header im Zielverzeichnis oder im Dateinamenschema angeben, dann geben Sie message:interface_name als Referenz an.

Hinweis

Enthält eines der Message-Attribute Zeichen, die in einem Dateinamen nicht zulässig sind,  z.B. \, /, :, *, ?, ", <, >, |, dann werden diese Zeichen durch einen Unterstrich ("_") ersetzt.

¡        Soll sich die Variable auf ein Element im XML-Schema der Payload beziehen, so stellen Sie unter Referenz der Information das Präfix payload: voran. Danach besteht die Referenz aus einer Pseudopfadbeschreibung in Form einer kommaseparierten Liste mit dem Schema namea,na,nameb,nb,....

Dabei entspricht namea,nameb,...dem Elementnamen und na,nb,... dem Vorkommen des Elementnamen auf der jeweiligen Ebene im Dokument.

Die Beschreibung beginnt an der Wurzel des Dokuments und führt bis zu dem gewünschten Element.

Beispiel

Um das Element zu referenzieren, das im Beispiel fett gedruckt ist, wird der folgende Ausdruck verwendet: payload:root,1,e1,1,e2,2

Der Parser sucht nach dem ersten Vorkommen des Elements root auf der ersten Ebene. Dann sucht er nach dem ersten Vorkommen von e1 auf der zweiten Ebene und nach dem zweiten Vorkommen von e2 auf der dritten Ebene. Der Inhalte des letzten Elements („Beispielwert“) wird als Wert für eine vorgegebene Variable gesetzt.

 

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>

<root>

  <dummy>

     <e1>

        <e2>Daten_1</e2>

        <f/>

        <g attr="abc">text</g>

        <e2>Daten_2</e2>

     </e1>

  </dummy>

  <e1>

     <e2>illegal/value</e2>

     <f/>

     <g attr="abc">text</g>

     <e2 attr="fghij">Beispielwert</e2>

  </e1>

</root>

·        Um die Überprüfung der Elementdaten durch den Adapter auszuschalten, setzen Sie das Kennzeichen Sicherheitsprüfung deaktivieren.

Sonst überprüft der Adapter, ob die Elementdaten Zeichen enthalten, die im Dateisystemumfeld zu Sicherheitsrisiken führen können. Die Überprüfung umfasst die Zeichen „/“, „\“ und „..“.

Parameter zur Inhaltskonvertierung

Falls Sie unter Message-Protokoll Umwandlung des Datei-Inhalts ausgewählt haben, dann können Sie in diesem Modus aus einem XML-Dokument eine Textdatei erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter: Umwandlung des Datei-Inhalts im Empfänger-Adapter

Betriebssystembefehl ausführen

·        Kommandozeile

Ein hier spezifizierter Betriebssystembefehl wird nach erfolgreicher Dateiverarbeitung ausgeführt. Der Vorschlagswert ist eine leere Zeichenkette (kein Kommando).

Hinweis

Bei Aufruf des Betriebssystembefehls kann der aktuell prozessierte Dateiname mit folgenden Platzhaltern mitgegeben werden:

%f (Dateiname)

%F (absoluter Dateiname inklusive Pfad)

·        Timeout (secs)

Geben Sie hier die maximale Laufzeit des auszuführenden Programms in Sekunden an. Nach Ablauf der Zeitspanne fährt der Adapter mit der Verarbeitung fort. Das ausführbare Programm läuft im Hintergrund weiter.

·        Programm nach Timeout abbrechen

Setzen Sie das Kennzeichen, wenn der Adapter nach Ablauf des Timeout das auszuführende Programm abbrechen soll.

Der Adapter schreibt die Ausgaben (STDOUT und STDERR) des Betriebssystembefehls in den System-Trace.

Adapterstatus

Setzen Sie den Adapter Aktiv, um ihn für den Message-Austausch einzusetzen.

Erweiterter Modus

Um zusätzliche Parameter für die Adapterkonfiguration anzugeben, setzen Sie das Kennzeichen Erweiterter Modus.

Geben Sie die Parameternamen und -werte in der Tabelle an.

Hinweis

Zusätzliche Parameter werden im SAP-Hinweis 801926 veröffentlicht.

 

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