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Das Nachrichtenformat der Exchange Infrastructure basiert auf XML. Da eine Message in SAP XI aber auch binäre Attachments haben kann, wird in dieser Dokumentation meist von Message und nicht von XML-Message geredet.

Eigenschaften von XML

XML (eXtensible Markup Language) erlaubt die Beschreibung von Daten in einer sehr lesbaren Form. Eine XML-Schema-Definition gibt dabei an, welche Elemente verwendet werden dürfen, welche Attribute diese Elemente haben und welche Struktur sie haben. Zu einem Schema kann es dann mehrere Instanzen geben, also Dokumente, die einer XML Schema-Definition genügen. Das folgende Beispiel einer solchen Instanz zeigt, dass die Elemente in einem Schema hierarchisch geordnet sind:

<PurchaseOrder no="1811">
  <ShipToParty>
    <Name>Brian Adams</Name>
    <Address>
200 S Wacker Drive Chicago IL 60606</Address>
  </ShipToParty>
  <Item> Bass Guitar No.14 </Item>
  <Status>Confirmed</Status>
</PurchaseOrder>

Hinweis

Die Elemente (zum Beispiel <Item>) nennt man wie in HTML auch manchmal Tags.

Der Aufbau eines Schemas kann mit Hilfe von XML Schema beschrieben werden. Diese Sprache erlaubt neben der Beschreibung, wie die Struktur eines XML-Dokuments aussieht (Elemente, Attribute, Hierarchie), auch die Definition von einfachen und komplexen Datentypen. Wichtig ist die folgende Unterscheidung:

·      Es gibt die Sprache XML Schema, die eine Reihe von Sprachkonstrukten zur Verfügung stellt, um ein XML-Schema zu beschreiben.

·      Die XML Schema-Definition, die genau ein XML-Schema beschreibt und mit Hilfe der Sprache XML Schema definiert ist.

·      Zu einem XML-Schema kann es mehrere Schema-Instanzen geben. Eine Schema-Instanz ist ein XML-Dokument, dessen Struktur und Werte durch eine entsprechende XML Schema-Definition festgelegt ist. Die Überprüfung, ob ein XML-Dokument einer Schema-Definition genügt, nennt man Validierung.

Hinweis

Statt von XML-Dokument spricht man oft auch von XML-Instanz oder Schema-Instanz. Mit dem Begriff XML-Dokument verbindet man dabei eher eine Datei auf dem Dateisystem, während das Speichermedium bei den anderen beiden Bezeichnungen eher untergeordnete Bedeutung hat.

Zu XML Schema gibt es eine W3C Recommendation vom 2.Mai 2001 die aus drei Teilen besteht: XML Schema Part 0: Primer, XML Schema Part 1: Structures und XML Schema Part 2: Datatypes.

XI Message-Protokoll

Das XI Message-Protokoll der Exchange Infrastructure basiert auf der W3C-Note SOAP Messages with Attachments (siehe im Internet unter der Adresse www.w3.org/TR/SOAP-attachments). Der Integration Server erwartet eine Message, die den folgenden Aufbau hat:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Der SOAP-Header einer Message enthält dabei alle für den Integration Server wichtigen Informationen, um eine Message weiterzuleiten, während mit der Payload die eigentlichen Geschäftsdaten übertragen werden (etwa eine <PurchaseOrder> wie im Beispiel oben). Zusätzlich können Sie beliebig viele Attachments an die Message anhängen, bevor sie versendet wird. Bei Attachments handelt es sich typischerweise um nicht-XML Daten, wie Bilder, Textdokumente und Binärdateien.

Entscheidend für die Verarbeitung auf dem Integration Server ist, dass die Informationen des Message-Headers das korrekte Format haben. Die Payload bleibt unangetastet, außer, es wird ein Mapping darauf ausgeführt.

Diskussion

Die Verwendung der XML-Technologie bietet unter anderem folgende Vorteile:

·      XML ist das standardisierte Austauschformat im Internet. Bevor dieser Standard geprägt wurde gab es nur mehr oder weniger proprietäre Austauschformate, die die Kommunikation in heterogenen Systemlandschaften deutlich erschwerten.

·      Darauf aufbauend gibt es weitere Standards und Werkzeuge, die den Umgang mit XML erleichtern, beispielsweise XML Schema, XSLT und XPath. Mit XSLT (eXtensible Stylesheet Language for Transformations) können Sie beispielsweise Mappings definieren, die auf Grund unterschiedlicher Strukturen in Messages notwendig sind. XPath-Ausdrücke erlauben die Auswertung von Bedingungen abhängig von Werten in der Payload. Solche Auswertungen werden beim logischen Routing zur Empfängerermittlung benötigt.

·      XML als standardisiertes Format erleichtert auch die Anbindung von Fremdsystemen. Wenn über einen Adapter Daten des Fremdsystems nach XML umgesetzt werden können, ist die Wandlung in andere XML-Formate und damit für andere Empfänger nur noch ein kleiner Schritt.

 

 

 

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