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Einrichten von
Point-to-Point-Verbindungen 
Der Integration Server bietet eine Reihe von Diensten, die in systemübergreifenden Prozessen benötigt werden, wie zum Beispiel Routing, die Ausführung von en und von Mappings. Für diejenigen Anwendungsfälle, in denen diese Dienste nicht benötigt werden, verlangsamt die Kommunikation über den Integration Server allerdings den Message-Austausch unnötig. Dies ist typischerweise bei neuen Anwendungen der Fall, die sowohl auf Sender- als auch auf Empfängerseite Message-Interfaces für die Kommunikation einsetzen. In solchen Anwendungen sind Mappings oft nicht erforderlich, da Outbound- und Inbound-Message-Interface die gleichen Message-Typen verwenden.
Mit dem hier beschriebenen Prozess können Sie Client- und Server-Proxies, die ausgehend von Message-Interfaces aus dem Integration Repository generiert wurden, direkt über die Web-Service-Laufzeit miteinander kommunizieren lassen. Dies bietet folgende Vorteile:
· Wegen der Umgehung des Integration Servers ergibt sich ein Perfomance-Gewinn
· Sollte es später einmal notwendig werden, Dienste des Integration Servers zu nutzen, können Sie von der Web-Service-Laufzeit auf die XI-Laufzeit umschalten, ohne den Programmkode ändern zu müssen (siehe auch: Laufzeitkonfiguration).
· Sie verwenden in Ihrem Anwendungsfall ein synchrones Outbound- und Inbound-Message-Interface aus dem Integration Repository. Beide Message-Interfaces verwenden den gleichen Message-Typ für Request-, Response- beziehungsweise Fault-Message. Das zugehörige Client- und Server-Proxy haben Sie sich bereits in den Anwendungssystemen angelegt.
· Sie benötigen kein Mapping (auch kein Werte-Mapping)
· Sie benötigen keine Empfängerermittlung, das heißt, der Empfänger ist statisch. Mit etwas Aufwand können Sie den Empfänger auch selbst dynamisch setzen (unter Verwendung der Methode GET_LOGICAL_PORT_FROM_RECEIVER, siehe Vorab-Empfängerermittlung)
· Sie benötigen kein Monitoring (es steht nur der Trace für den Internet Communication Manager (ICM), das Internet Communication Framework (ICF) und die SM59 für die HTTP-Verbindung zur Verfügung)
...
1. Erzeugen Sie sich zu dem Server-Proxy einen virtuelles Interface und den entsprechenden Web Service:
a. Zeigen Sie im Object Navigator (Transaktion SE80) Ihr Server-Proxy an.
b.
Wählen Sie Springen ® WebService Wizard (
). (Der Wizard ist nur für aktive
synchrone Server-Proxies aktiv). Folgen Sie den Anweisungen und geben Sie die
Namen und die Bezeichung für das virtuelle Interface und den Web Service
an.
c. Kontrollieren Sie gegebenfalls ob der Navigationsbaum des Object Navigators den Namen des virtuellen Interface und des Web Service anzeigt und ob der WebService erfolgreich deployed wurde und in der Transaktion WSCONFIG erscheint.
d. Melden Sie sich im Zielmandanten des Empfängersystems an und geben Sie dort den Web Service in Transaktion WSADMIN frei.
2. Melden Sie sich im Ausgangsmandanten des Sendersystems an (Client-Seite).
3. Legen Sie eine entsprechende HTTP-Destination über Transaktion SM59 an.
4. Geben Sie die folgenden Daten auf der Registgerkarte Technische Einstellungen ein:
a. Tragen Sie als Pfadpräfix den Pfad für den vorher in Transaktion WSADMIN freigegebenen Web Service an. Beispiel: /sap/bc/srt/xip/sap/<Name des Web Service>.
b. Geben Sie die Zielmaschine (gegebenenfalls mit Port) an.
5. Geben Sie die Anmeldedaten auf der Registerkarte Anmeldung/Sicherheit ein und speichern Sie.
6. Legen Sie im gleichen Mandanten in der Transaktion LPCONFIG einen logischen Port für das betreffende Client Proxy an:
a. Wählen Sie Web Service Infrastructure auf der Registerkarte Laufzeit.
b. Ordnen Sie dem logischen Port die HTTP-Destination zu.
c. Aktivieren Sie den logischen Port.
Sie können nun über den Aufruf des Client-Proxy im Ausgangsmandanten des Sendersystems Messages direkt an den logischen Port und an den Server-Proxy schicken (siehe auch: Eine Message versenden).