Klassische BAdIsBusiness Add-Ins (BAdIs) sind Erweiterungen des Standards. Sie beziehen sich auf mögliche Anforderungen von Nutzern des SAP-Systems, die zu speziell sind, um in den Standard aufgenommen zu werden, die aber dennoch häufig benötigt werden und deswegen im SAP-System vorgedacht sind.
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Diese Dokumentation beschreibt die
klassischen BadIs, die seit Release 4.6d an die Stelle von
Funktionsbaustein-Exits getreten sind. Ab Release 7.0 des SAP
NetWeaver Application Server ABAP (SAP NetWeaver 7.0)gibt es eine neue Art von BadIs, deren Erstellung in das
Enhancement
Framework und deren Ausführung aus Performance-Gründen in die Sprache ABAP
integriert sind. Die
neuen BAdIs lösen
die klassischen BAdIs vollständig ab. Es steht ein
Migrationswerkzeug
für die Umwandlung der klassischen BAdIs in neue BAdIs zur
Verfügung.
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Wie bei
Customer-Exits
sind zwei Sichten unterscheidbar:
· In der Definitionssicht legt ein Anwendungsprogrammierer Stellen in einer Source fest, an denen belieferte Softwareschichten (Branchen, Partner, Kunden etc.) Coding einfügen können, ohne das Originalobjekt zu modifizieren.
· Die Nutzer von Business Add-Ins können in der Implementierungssicht die von ihnen benötigte Logik ausgestalten oder eine Standardlösung übernehmen, sofern eine zur Verfügung gestellt wird.
Im Gegensatz zu Customer-Exits wird bei Business Add-Ins nicht von einer zweistufigen (SAP, Kunde), sondern von einer mehrstufigen (SAP, Länderversionen, IS-Lösungen, Partner, Kunde etc.) Systemlandschaft ausgegangen. Definitionen und Implementierungen von Business Add-Ins können in jeder Stufe der Systemlandschaft angelegt werden.
Die Aufwärtskompatibilität der Schnittstellen eines Business Add-Ins ist gewährleistet, d.h. der Aufruf einer Erweiterung aus der Standardsoftware und die Gültigkeit der Aufrufschnittstelle bleiben von Releasewechseln unberührt. Eine Registrierung im SSCR ist nicht erforderlich.
Die Erweiterungstechnik mit Business Add-Ins unterscheidet zwischen Erweiterungen, die höchstens eine Implementierung haben können, und solchen, die von beliebig vielen Kunden gleichzeitig aktiv genutzt werden können. Außerdem können Business Add-Ins abhängig von einem Filterwert definiert werden, d.h. Implementierungen eines Add-Ins können zum Beispiel nach dem Filterwert Land oder nach anderen Kriterien unterschieden werden.
Die Erweiterungstechnik ist so konzipiert, dass für ABAP-Sourcen, Dynpros, GUI-Oberflächen und Tabellen Schnittstellen definiert werden können, über die der Kunde eigene Erweiterungen in den Standard einbinden kann. Die Schnittstellen, die zur Erledigung einer Aufgabe notwendig sind, werden in einem Business Add-In zusammengefaßt.
Erweiterungen des Programmcodings werden
mit ABAP Objects realisiert. Für ein besseres Verständnis der
Erweiterungstechnik mit Business Add-Ins wird die Lektüre des Abschnitts
ABAP Objects
empfohlen.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Abschnitten:
Architektur der
Erweiterungstechnik
Vergleich mit
bestehenden Techniken
Definition eines
Business Add-Ins
Aufruf eines Add-Ins
im Anwendungsprogramm
Implementierung eines
Business Add-Ins
Filterabhängige
Business Add-Ins