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Hintergrunddokumentation Deklaration des Contexts  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Die Gestalt des Contexts zur Designzeit und zur Laufzeit

Ein ganz wichtiger Punkt im Umgang mit dem Context ist die Unterscheidung des Begriffs „Context“ zur Designzeit und zur Laufzeit.

Zur Designzeit stellt der Context zunächst eine Beschreibung der Struktur der benötigten Wertemengen dar. Jedes Attribut ist typisiert und nur ein einziges Mal vorhanden. Zur Laufzeit wird diese strukturierte Hülle mit Werten gefüllt. Dabei können, z.B. bei der Darstellung von Tabellen, für ein einzelnes Attribut eine Vielzahl von Werten im Context enthalten sein. Über die Kardinalität eines Context-Knotens können Sie bereits zur Designzeit bestimmen, ob Sie eine multiple Wertemenge für ein Context-Attribut zur Laufzeit zulassen wollen oder nicht.

Hinweis In der ABAP-Programmierung entsprechen die Kardinalitäten 0..n bzw. 1..n der Deklaration einer internen Tabelle. Die Kardinalität 1..1 dagegen entspricht der Deklaration einer Struktur. 

 

Context-Knoten mit einer Kardinalität von 0..n bzw. 1..n werden als multiple Knoten bezeichnet. Ein einzelnes Context-Attribut eines multiplen Knotens kann also zur Laufzeit eine Vielzahl von Werten annehmen. Um mit einem solchen mehr-dimensionalen Context sinnvoll arbeiten zu können, bietet das Web-Dynpro-ABAP-Framework die Eigenschaften singleton und leadselection an. Diese beiden Konzepte sind im Dokument Context-Knoten: Eigenschaften im Architekturhandbuch zu Web Dynpro im NetWeaver Developer’s Guide an einem Beispiel anschaulich erläutert.

 

Das Befüllen des Contexts mit Werten zur Laufzeit

Um einen Context zur Laufzeit mit Werten zu befüllen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. In jedem Fall jedoch wird eine Methode gerufen. Eine dieser Möglichkeiten ist die so genannte Supply-Funktion.

 

Gemeinsame Nutzung von Context-Elementen über mehrere Contexte

Um Context-Elemente in unterschiedlichen Views parallel zu nutzen und Werte von einem Context in einen anderen zu transportieren stellt Web Dynpro das Konzept des Context-Mappings zur Verfügung. Im Architekturhandbuch zu Web Dynpro finden Sie das Dokument Datenbindung und Mapping, in welchem das Prinzip des Datentransports vom UI-Element (z.B. einem Eingabefeld) bis in den Context des Component-Controllers bzw. umgekehrt schematisch dargestellt ist.

 

Contexte anlegen

Im Werkzeughandbuch zu Web Dynpro für ABAP finden Sie die Beschreibung der Werkzeuge, mit denen Sie einen Context gestalten sowie ein Mapping definieren können. Beim Anlegevorgang eines Context-Knotens haben Sie eine Reihe von Einflussmöglichkeiten, unter anderem können Sie die Struktur des anzulegenden Knotens an eine vorhandene Struktur im ABAP Dictionary binden. Dies ist in mehrfacher Hinsicht hilfreich, da Ihnen in diesem Fall nicht nur die Struktur des Contexts automatisch erstellt wird. Zusätzlich werden Ihnen u.a. auch alle verfügbaren Texte für z.B. Spaltenüberschriften oder Label,  Hilfetexte und Wertehilfen zur Verwendung angeboten. 

 

Hinweis Praktische Hinweise zur Gestaltung und Programmierung von Contexten finden Sie im Abschnitt Programmierhinweise für Web-Dynpro-ABAP-Anwendungen im Dokument Context.

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