Ersetzungslogik bei geschlossenen
CO-Kontierungsobjekten
Die Ersetzungslogik bei geschlossenen CO-Kontierungsobjekten geht davon aus, dass Sie Buchungsposten, die das System auf die Ersatzkostenstelle bucht, manuell auf andere Kontierungsobjekte umbuchen. Dieser Sachverhalt soll im Folgenden anhand eines Beispiels verdeutlicht werden.

Ein Mitarbeiter erhält ein Gehalt von 5.000 und wechselt zum 01.01.2000 seine Stammkostenstelle (von der Kostenstelle Sonderentwicklung auf die Kostenstelle Schulung). Die Kostenstelle Sonderentwicklung wird zum 31.12.1999 geschlossen. Sie geben den Kostenstellenwechsel des Mitarbeiters versehentlich nicht vor Beendigung der Abrechnung für die Periode 01/2000 in den Stammdaten ein. Aus diesem Grund enthält die Tabelle Arbeitsplatz/Basisbezüge (WPBP) im Abrechnungsergebnis 01 in 01 die Kostenstelle Sonderentwicklung.
...
1. Da auf die Kostenstelle Sonderentwicklung nicht gebucht werden kann, bucht das System den Aufwand von 5.000 für das Gehalt des Mitarbeiters auf die Ersatzkostenstelle, die Sie im Customizing angegeben haben.
2. Das System dokumentiert die Ersetzung des Kontierungsobjekts im Abrechnungsbeleg, um Sie darauf hinzuweisen, dass Sie den Aufwand von 5.000 manuell von der Ersatzkostenstelle auf die neue Stammkostenstelle des Mitarbeiters (Schulung) umbuchen müssen.
3. Sie nehmen die Umbuchung vor.
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1. Nach der Abrechnung für die Periode 01/2000 geben Sie den Kostenstellenwechsel in den Stammdaten des Mitarbeiters ein.
2. Diese Stammdatenänderung führt in der Periode 02/2000 zu einer Rückrechnung. Die Tabelle Arbeitsplatz/Basisbezüge (WPBP) im Abrechnungsergebnis 01 in 02 enthält die korrekte Kostenstelle Schulung.
Das System vergleicht die Abrechnungsergebnisse 01 in 01 und 01 in 02 und versucht aufgrund des Kostenstellenwechsels, den Betrag von 5.000 auf der Kostenstelle des Ergebnisses 01 in 01 (Sonderentwicklung) zu stornieren und auf die Kostenstelle des Ergebnisses 01 in 02 (Schulung) zu buchen. Da die Kostenstelle Sonderentwicklung aber geschlossen ist, verwendet das System die aktuelle Stammkostenstelle (Schulung), die es aus dem letzten Teilzeitraum der Tabelle Arbeitsplatz/Basisbezüge (WPBP) des aktuellen Abrechnungsergebnisses (02 in 02) ermittelt.
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1. Das System storniert also den Betrag von 5.000 auf der Kostenstelle Schulung.
2. Das System bucht den Betrag von 5.000 ebenfalls auf die Kostenstelle Schulung.
3. Bei der Prüfung der Abrechnungsbelege stellen Sie fest, dass diese beiden Buchungen sich aufheben und dass der Betrag von 5.000, den Sie manuell auf die Kostenstelle Schulung gebucht haben, auf dieser Kostenstelle stehen bleibt.

Wenn Sie nach der Buchung des Abrechnungsergebnisses 01/2000 keine manuelle Umbuchung vornehmen würden, würde das System bei der Buchung des Abrechnungsergebnisses 02/2000 trotzdem die gleichen Buchungen auf der Kostenstelle Schulung vornehmen. Dann würde der Aufwand von 5.000 auf der Ersatzkostenstelle stehen bleiben und der Aufwand von 5.000 für das Gehalt, das der Mitarbeiter in der Abrechnungsperiode 01/2000 erhalten hat, auf der Kostenstelle Schulung fehlen.
Die folgende Tabelle zeigt noch einmal im Überblick, welche Buchung Sie in diesem Beispiel vornehmen müssen und welche Buchungen das System vornimmt. Der Einfachheit halber wird die Buchung des Gehalts für die Periode 02/2000 nicht berücksichtigt.
Buchung für Abrechnungsperiode |
Kostenstelle Sonder-entwicklung |
Kostenstelle Schulung |
Ersatzkostenstelle |
Buchung durch |
01 |
|
|
+ 5.000 |
System |
01 |
|
+ 5.000 |
- 5.000 |
Benutzer |
02 |
|
- 5.000 |
|
System |
02 |
|
+ 5.000 |
|
System |
|
||||
Summe |
|
+ 5.000 |
0 |
|