Programm im Prozessmodell
Programm, das Sie nicht direkt ausführen, sondern als Prozessschritt in ein Prozessmodell einfügen.
Sie fügen ein Programm als Prozessschritt in ein Prozessmodell ein, um es während eines Prozesses automatisch vom System ausführen zu lassen.
Sie können in einem Prozessmodell die folgenden Typen von Programmen verwenden:
· Programme, die Personalnummern verarbeiten und dazu eine der folgenden logischen Datenbanken verwenden:
¡ PNP (Personalstammdaten)
Hierunter fällt sowohl die logische Datenbank PNP für Personalstammdaten selbst als auch die logische Datenbank PNP mit der Selektionsbildvariante für die Personalabrechnung.
¡ PNPCE (HR-Stammdaten (inkl. Concurrent Employment))
· Programme, die keine logische Datenbank verwenden und keine Personalnummern verarbeiten
· Programme, die keine logische Datenbank verwenden, aber Personalnummern verarbeiten
Für alle Programmtypen gilt: Wenn das Programm anderen Programmen im Prozessmodell Daten zur Verfügung stellen soll, muss es diese Daten in einem Workflow-Container ablegen.

In der Personalwirtschaft dürfen Sie die Programme anderer Komponenten, z. B. des Finanzwesens, nicht ändern. Wenn Sie ein Programm aus einer anderen Komponente in einem Prozessmodell verwenden wollen, müssen Sie daher ein Rahmenprogramm dafür anlegen. Ein solches Rahmenprogramm ist z. B. das Programm H99_RFF_FRAME (Rahmen zum Aufruf des RFFO*_C). Es dient dazu, ein Programm des Rechnungswesens zum Erstellen von Zahlungsträgern aufzurufen.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Elemente, die Programme der unterschiedlichen Programmtypen enthalten müssen.

Alle im Folgenden genannten Elemente überprüfen selbst, ob das Programm überhaupt innerhalb eines Prozessmodells aufgerufen wird. Sie müssen das also nicht explizit vor dem Aufruf des jeweiligen Elements mit der Anweisung IF NOT PYPARAID IS INITIAL prüfen. Die Anweisung können Sie jedoch verwenden, wenn Sie verhindern wollen, dass die Funktionsgruppe in den Speicher geladen wird.
· Funktionsbausteine zur Prüfung von Personalnummern
Jedes Programm, das Personalnummern verarbeitet, muss prüfen, ob eine Personalnummer das Programm erfolgreich durchlaufen hat. Das ist notwendig, weil die HR Prozess-Workbench neben der Ablaufsteuerung auch eine Statusverwaltung für Personalnummern enthält. Für diese Prüfung verwenden Sie die folgenden Funktionsbausteine:
¡ HRPY_PROCESS_SET_PERNR_STATUS
Setzt den Status für eine Personalnummer.
¡ HRPY_PROCESS_SET_ALL_PERNR_ST
Setzt den Status für eine Gruppe von Personalnummern.
· Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_FIRE_EVENT
Gibt am Programmende die Kontrolle an den Prozessmanager zurück. Sie müssen diesern Funktionsbaustein jedoch nur verwenden, wenn Sie das Programm mit einer LEAVE-Anweisung abschließen, da das Programm in diesem Fall die logische Datenbank nicht mehr erreicht. Wenn Sie das Programm nicht mit einer LEAVE-Anweisung abschließen, sorgt die logische Datenbank für den Aufruf des Funktionsbausteins.
· Include RPUPMDP3
Dieses Include enthält den Parameter PYPARAID. Dieser Parameter ist mit NO-DISPLAY deklariert, d. h., sein Eingabefeld ist aus dem Selektionsbild ausgeblendet. Er wird für die Kommunikation zwischen dem Programm und dem Prozessmanager benötigt.
Zusätzlich enthält das Include die Deklaration des Containers PY_PM_CONTAINER.
· Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_FIRE_EVENT
In Programmen, die keine logische Datenbank verwenden, müssen Sie den Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_FIRE_EVENT auf jeden Fall aufrufen.
· Include RPUPMDP3
· Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_FIRE_EVENT
· Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_SET_PERNR_STATUS
· Funktionsbaustein HRPY_PROCESS_SET_ALL_PERNR_ST
Siehe auch: