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Funktionsdokumentation Klassifizierung der Zeiten   Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Damit die Zeitauswertung die erfaßten Zeitdaten für die Saldenbildung und die Zeitlohnartenauswahl weiterverarbeiten kann, muß sie sie zunächst klassifizieren. Dazu werden die Zeitdaten anhand von bestimmten Kriterien eingeteilt, um sie für die Saldenbildung und die Zeitlohnartenauswahl weiterzuverarbeiten.

Funktionsumfang

In diesem Schritt der Zeitauswertung werden den ermittelten Zeitpaaren Zeitarten und Verarbeitungstyp zugeordnet. Der Verarbeitungstyp bestimmt im weiteren Verlauf der Zeitauswertung, welche Regeln bei der Zeitlohnartenauswahl zu berücksichtigen sind. Die Zeitart beschreibt die semantische Bedeutung des TIP-Eintrages und steuert, in welche Zeitsalden der TIP-Eintrag kumuliert wird.

Beispiel

1. Zeitarten

Die Zeitart 0050 - Produktivstunden ergibt sich im Standard aus der Summe der Zeitarten:

0010 - Anwesenheiten ( Paartyp 1)

0030 - erfaßte Anwesenheiten (Infotyp 2002)

0040 - geleistete Mehrarbeit

2. Verarbeitungstypen

Für einen TIP-Eintrag mit dem Verarbeitungstyp M (Mehrarbeit) können bei der Zeitlohnartenauswahl spezielle Mehrarbeitslohnarten ausgewählt werden.

Für die Zuordnung der Zeitarten und Verarbeitungstypen zu den TIP-Einträgen gibt es unterschiedliche Verfahren. Diese hängen von der Erfassung der Zeitdaten ab:

Uhrzeiterfassung: Bewertung der Zeitpaare anhand der Vorgaben aus dem Tagesarbeitszeitplan

Werden die Zeitdaten der Mitarbeiter im Uhrzeitformat erfaßt, können diese Uhrzeiten mit den Zeitpunkten aus dem Tagesarbeitszeitplan verglichen werden.

Durch die Funktion TIMTP werden die Zeitpaare in der Tabelle TIP (Istzeiten) mit dem Tagesarbeitszeitplan in der Tabelle TZP (Sollzeiten) abgeglichen. Für jeden neuen Zeitpunkt im Tagesarbeitszeitplan wird dabei in der Tabelle TIP ein neues Zeitpaar gebildet. Hierbei kommt es zu einer Gegenüberstellung des bzw. der Einträge aus der Tabelle TIP und den Einträgen aus der Tabelle TZP, die in viele Teile zergliedert sind.

Bei diesem Abgleich erhalten die Zeitpaare eine Beschreibung ihrer relativen Lage zum Tagesarbeitszeitplan (Zeitkennung). Die Zeitkennung der neu gebildeten Paare legt fest, worum es sich bei den ermittelten Zeiten handelt:

Anhand der Zeitkennung kann abhängig vom Paartyp jedem neuen TIP-Eintrag ein Verarbeitungstyp und eine Zeitart zugeordnet werden. Dazu liest die Funktion TIMTP die Einträge, die in den Einstellungen des Customizings in der Sicht V_T555Z (Zeitartenfindung) hinterlegt worden sind.

Beispiel

Tabelle TIP nach der Funktion TIMTP

Beginn

Ende

1

P

ZK

V

Zart

BS

ES

V

O

I

BP

EP

PT

AL

C1

AB

Anzhl

07.0000

08.0000

 

0

02

-

0000

                     

1,0000

08.0000

09.0000

0

2

02

A

0120

   

A

             

01

1,0000

09.0000

09.5000

0

2

03

A

0220

   

A

             

01

0,5000

09.5000

10.0000

0

2

04

 

0520

   

A

             

01

0,5000

10.0000

10.2500

0

2

03

A

0220

   

A

             

01

0,25000

10.2500

12.0000

 

1

03

P

0210

01

02

E

       

01

     

1,7500

12.0000

13.5000

 

1

05

K

0510

01

02

E

       

01

     

1,5000

13.5000

14.0000

 

1

02

P

0110

01

02

E

       

01

     

0,5000

14.0000

16.0000

 

1

03

P

0210

01

02

E

       

01

     

2,0000

16.0000

18.0000

 

1

02

P

0110

01

02

E

       

01

     

2,0000

18.0000

19.0000

 

1

01

 

0310

01

02

E

       

01

     

1,0000

Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) im Arbeitsschritt Zeitartenfindung festlegen unter Zeitabrechnung mit Daten aus dem Subsystem.

Stundenerfassung: Bewertung der TIP-Einträge anhand der An- und Abwesenheitsarten

Wenn die Zeitdaten der Mitarbeiter mit Stunden erfaßt werden, können die Zeitdaten nicht anhand der Sollvorgaben aus dem Tagesarbeitszeitplan bewertet werden. Hier ermöglicht die Klasse Verarbeitungstyp/Zeitart eine Klassifizierung der Zeitdaten.

Mit der Klasse Verarbeitungstyp/Zeitart kö nnen Sie An- und Abwesenheitsarten nach bestimmten Kategorien zusammenfassen. So können Sie zum Beispiel alle Abwesenheiten, die einen Urlaub betreffen, in einer Klasse zusammenfassen, alle Abwesenheiten, die eine Krankheit betreffen, in einer anderen Klasse.

Durch die Funktion TYPES werden jedem TIP-Eintrag in Abhängigkeit von dem Paartyp und der Klasse Verarbeitungstyp/Zeitart eine Zeitart und ein Verarbeitungstyp zugeordnet.

Dafür liest die Funktion TYPES die Einträge, die in den Einstellungen des Customizings in der Sicht V_T555Y (Verarbeitungstyp und Zeitart abhängig von der Ab-/Anwesenheitsklasse) hinterlegt worden sind.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) im Arbeitsschritt Zeitarten und Verarbeitungstypen unter Zeitabrechnung für Stundenerfassung.