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Funktionsdokumentation Bereitstellen der Zeitdaten  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Damit die Zeitauswertung durchgeführt werden kann, müssen zunächst die wichtigsten Daten eingelesen werden. Diese werden in die internen Tabellen der Zeitauswertung, die TZP und die TIP gestellt.

Hierbei handelt es sich um Rahmendaten und, wenn Sie Zeiterfassungssysteme einsetzen, um Zeitpaare, die aus Zeitereignissen gebildet wurden. Des weiteren werden die manuell erfaßten Zeitdaten, wie z.B. An- und Abwesenheiten, bereitgestellt.

Funktionsumfang

Die Zeitdaten werden folgendermaßen bereitgestellt:

  1. Bereitstellen der Sollvorgaben gemäß des für den Mitarbeiter geltenden Tagesarbeitszeitplans in die Tabelle TZP
  2. Bereitstellen der Zeitdaten für den auszuwertenden Tag in die Tabelle TIP

Bereitstellen der Sollvorgaben aus dem Tagesarbeitszeitplan in die Tabelle TZP

Das Bereitstellen der Sollvorgaben aus dem Persönlichen Arbeitszeitplan des Mitarbeiters ermöglicht eine Bewertung der erfaßten Istzeiten anhand der im Tagesarbeitszeitplan hinterlegten Arbeitszeitordnungen.

Hinweis

Die Sollvorgaben ermitteln sich aus dem für den aktuellen Tag gültigen Persönlichen Tagesarbeitszeitplan des Mitarbeiters. Berücksichtigt hierbei sind auch Vertretungen, die den Tagesarbeitszeitplan des Mitarbeiters ersetzen.

Eine Ausnahme bilden die Uhrzeitvertretungen. In diesem Fall ermitteln sich die Sollvorgaben für den auszuwertenden Tag aus den Uhrzeitangaben, die im Infotyp Vertretungen (2003) hinterlegt worden sind.

Aufgrund der Angaben aus dem zugehörigen Tagesarbeitszeitplan bzw. der Uhrzeitvertretung kann die Zeitauswertung z.B.

Für jeden Zeitpunkt, z.B. Sollarbeitsbeginn, Arbeitspausenbeginn etc., generiert das System in der Tabelle TZP einen Eintrag. Für jeden Eintrag vergibt das System in der Tabelle eine Zeitkennung, die angibt, um was für Zeiten es sich handelt.

Beispiel

Tabelle TZP

     

Zeitpunkt

Zeitkennung (Code)

Dauer bez. Pause

Dauer unbez. Pause

00.0000

01 Überzeit / Zeit außerhalb Tagesarbeitszeitplan

0,0000

0,0000

07.0000

02 Füllzeit

0,0000

0,0000

09.0000

03 Kernzeit

0,0000

0,0000

09.5000

04 Pause in Kernzeit

0,0000

0,25000

10.0000

03 Kernzeit

0,0000

0,0000

11.5000

02 Füllzeit

0,0000

0,0000

12.0000

05 Pause in Füllzeit

0,7500

0,0000

13.5000

02 Füllzeit

0,0000

0,0000

14.0000

03 Kernzeit

0,0000

0,0000

16.0000

02 Füllzeit

0,0000

0,0000

18.0000

01 Überzeit / Zeit außerhalb Tagesarbeitszeitplan

0,0000

0,0000

Wenn Sie die Istzeiten der Mitarbeiter über Zeiterfassungsgeräte erfassen, liest die Funktion P2011 die Sollvorgaben und die Zeitereignisse ein. Erfassen Sie die Zeitdaten der Mitarbeiter nur im Dialog, erfolgt das Einlesen der Sollvorgabe über die Funktion P2000.

Hinweis

Wenn Sie nur die Abweichungen vom Arbeitszeitplan erfassen, wird zusätzlich noch ein Sollpaar in die Tabelle TIP gestellt.

Bereitstellen der Zeitdaten für den auszuwertenden Tag in die Tabelle TIP

In diesen Arbeitsschritten liest das System die Zeitdaten ein, die manuell für den Mitarbeiter für den auszuwertenden Tag erfaßt worden sind. Dazu werden die vorhandenen Zeitinfotypsätze mit Hilfe von Funktionen in die interne Tabelle TIP gestellt.

Die Zeitdaten können dabei sowohl im Uhrzeitformat als auch im Stundenformat erfaßt worden sein.

Beispiel

Bereitstellen Abwesenheiten des Tages: Die Tabelle TIP nach der Funktion P2001 bei Erfassung einer untertägigen Abwesenheit im Uhrzeitformat:

Beginn

Ende

1

P

ZK

CT

V

Zart

BS

ES

V

O

I BP EP

PT

AL

C1

AB

Anzhl

10.2500

19.0000

 

1

 

00

   

01

02

 

E

 

01

     

8.7500

08. 0000

10. 2500

0

2

 

00

         

A

       

01

2,2500

Bereitstellen Abwesenheiten des Tages: Die Tabelle TIP nach der Funktion P2001 bei Erfassung einer untertägigen Abwesenheit im Stundenformat:

Beginn

Ende

1

P

ZK

CT

V

Zart

BS

ES

V

O

I BP EP

PT

AL

C1

AB

Anzhl

     

1

 

01

   

01

02

 

E

 

01

     

8.7500

   

0

2

 

00

A

       

A

       

01

2,2500

Am Paartyp 2 können Sie erkennen, daß es sich bei diesem TIP-Eintrag um eine Abwesenheit handelt. Das AB-Splitkennzeichen verweist auf den Eintrag 01 in der Tabelle AB (Abwesenheiten), in der weitere Informationen zu der Abwesenheit hinterlegt sind.

Funktionen zur Bereitstellung der manuell erfaßten Zeitdaten

Folgende Funktionen stehen zur Verfügung, um die manuell erfaßten Zeitdaten für die weitere Verarbeitung in die TIP zu stellen:

Funktion

Verwendung

P2001

Einlesen der Abwesenheiten in die TIP

P2002

Einlesen der Anwesenheiten in die TIP

P2004

Einlesen der Bereitschaften in die TIP

P2005

Einlesen der Mehrarbeiten in die TIP

Hinweis

    1. Wenn Sie Zeiterfassungsgeräte einsetzen, ermittelt die Zeitauswertung die Mehrarbeit.
    2. Eine Besonderheit bildet die Funktion A2003 zur Verarbeitung von Arbeitsplatzvertretungen.

Vertretungen, die eine abweichende Arbeitszeit zur Folge haben, werden nicht über die Funktion A2003 eingelesen, sondern sind bereits bei dem Einlesen des Tagesarbeitszeitplanes berücksichtigt worden. Wenn für diese Vertretungen eine abweichende Bezahlung festgelegt wurde, wurden die betroffenen TIP-Einträge mit einem ALP-Splitkennzeichen (alternative Payment) versehen, das auf die Beschreibung der Bezahlung verweist.

Arbeitsplatzvertretungen (Vertretungen nur auf Basis einer Planstelle) dagegen ändern nicht die Arbeitszeit des Mitarbeiters, sondern nur die Bezahlung. Sie sind daher noch nicht berücksichtigt worden.
Alle TIP-Einträge, die in den Zeitraum dieser Arbeitsplatzvertretung fallen, werden über die Funktion A2003 mit dem ALP-Splitkennzeichen versehen.