Umlagerung über
Umlagerungsbestellung
Die Durchführung von Umlagerungen über Umlagerungsbestellungen bietet gegenüber einfachen Umlagerungen im Ein- und Zweischrittverfahren zusätzliche Steuerungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten:
● Mit Hilfe des in der Umlagerungsbestellung angegebenen Liefertermins lassen sich Umlagerungen genau planen.
● Sie haben die Möglichkeit, Bezugsnebenkosten zu erfassen.
● Sofern Sie eine Umlagerungsbestellung mit Lieferung und Faktura erzeugen, werden Materialpreise im abgebenden und empfangenden Werk über die Preisfindung ermittelt.
● Sofern Sie im Customizing die entsprechenden Zuordnungen vorgenommen haben, werden Bestandskategorien des Zielwerkes automatisch in Bedarfskategorien des Lieferwerkes konvertiert.
Im SAP-System haben Sie verschiedene Möglichkeiten, eine Umlagerung mit Umlagerungsbestellung durchzuführen. Beachten Sie hierzu die Dokumentation des SAP-Standards zu
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Umlagerungsbestellungen
ohne Lieferung
Hier wird der Warenausgang ohne Einsatz des Vertriebs (SD) durchgeführt. Das
umzulagernde Material wird mit dem Bewertungspreis des abgebenden Werkes
bewertet.
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Umlagerungsbestellungen
mit Lieferung über Versand
Hier wird der Warenausgang unter Beteiligung des Versands (LE-SHP)
durchgeführt. Statt eines Warenausgangs wird im abgebenden Werk eine
Nachschublieferung im Versand gebucht. Das umzulagernde Material wird mit dem
Bewertungspreis des abgebenden Werkes bewertet.
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Umlagerungsbestellungen
mit Lieferung und Faktura/Rechnung
Umlagerungsbestellungen mit Faktura sind nur bei Umlagerungen zwischen Werken
möglich, die unterschiedlichen Buchungskreisen angehören. Hier legen Sie keine
Umlagerungs-, sondern eine Normalbestellung an, da das umzulagernde Material
nicht zum Bewertungspreis des abgebenden Werkes gebucht, sondern mit Hilfe
eines Preisfindungsprozesses im Versand des abgebenden und im Einkauf des
empfangenden Werkes unterschiedlich bewertet wird.
Eine Umlagerung über Umlagerungsbestellung umfaßt die folgenden Schritte:
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1. Das empfangende Werk fordert durch Anlegen einer Umlagerungsbestellung (Positionstyp U) benötigtes Material von einem anderen Werk an. Soll eine Faktura erstellt werden, wird eine Normalbestellung angelegt.
2. Je nach Verfahren erfaßt das abgebende Werk einen Warenausgang oder eine Nachschublieferung (SD). Das Material wird in den Transitbestand des empfangenden Werkes gebucht.
3. Sobald die Ware im empfangenden Werk eingetroffen ist, bucht das Werk den Wareneingang. Mit der Buchung des Wareneingangs wird das Material aus dem Transitbestand in den frei verwendbaren Bestand übernommen.

Zu Besonderheiten bei der Umlagerung von Kategorien beachten Sie die Dokumentation zur Umlagerungsbestellung bei AFS-Materialien mit Deckungsstrategie.
Umlagerungen mit Umlagerungsbestellung sind auch mit SD möglich. Im AFS-System muß der Bestand zugeordnet sein, bevor eine Lieferung angelegt werden kann. Hierzu definieren Sie im Customizing eine Allokationsart, die steuert, welcher Bestand für Umlagerungen zugeordnet werden soll (AFS ® Vertrieb ® Versand ® Einstellungen der Umlagerungsbestellung pflegen). Der Bestand wird im Hintergrund zugeordnet.
Weitere Informationen zur
Umlagerungsbestellung
mit SD finden Sie in der Dokumentation zu übergreifenden
Geschäftsprozessen.