Beispiel: Buchung eines Gehaltes
Die Personalabrechnung errechnet Lohnarten mit unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Aufgaben. Einige dieser Lohnarten (z.B. die Primärlohnart MA10 Tarifgehalt oder die Sekundärlohnart /559 Überweisung) enthalten Informationen, die für das Rechnungswesen relevant sind. So enthält die Lohnart MA10 Tarifgehalt aus Sicht der Finanzbuchhaltung einen betriebsbedingten Aufwand, während die Lohnart /559 Überweisung eine Verbindlichkeit enthält.
Die Lohnart /559 Überweisung wird im Rahmen der Buchung ins Rechnungswesen auf ein Verbindlichkeitskonto gebucht; in diesem Beispiel auf das Konto Abzuführende Löhne und Gehälter.
Die Lohnart MA10 Tarifgehalt wird auf ein Aufwandskonto gebucht; in diesem Beispiel auf das Konto Gehälter. Diese Buchung enthält als Zusatzkontierung die Stammkostenstelle des Mitarbeiters, z.B. die Kostenstelle 600 Fertigung.
Die Buchung der Personalabrechnungsergebnisse in der Finanzbuchhaltung lautet wie folgt:
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Konto |
Soll |
Haben |
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Gehälter |
2.000,00 |
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an |
Abzuführende Löhne und Gehälter |
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2.000,00 |

Die Buchung von Zahlungsvorgängen gehört nicht zum technischen Vorgang der Buchung ins Rechnungswesen. Im Folgenden wird aber dennoch darauf eingegangen, um den betriebswirtschaftlichen Zusammenhang dieses Beispiels vollständig darzustellen.
Wenn Sie Zahlungen an die Mitarbeiter durchführen, so müssen Sie im Rahmen dieses Zahlungsvorgangs Buchungen von obigem Verbindlichkeitskonto an das beteiligte Bankkonto durchführen, so dass nach beiden Buchungsvorgängen das Verrechnungskonto wieder ausgeglichen ist.
Die im Rahmen des Zahlungsvorgangs durchzuführende Buchung lautet wie folgt:
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Konto |
Soll |
Haben |
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Abzuführende Löhne und Gehälter |
2.000,00 |
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an |
Bankkonto |
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2.000,00 |
Die Kostenrechnung interpretiert die Buchung der Personalabrechnungsergebnisse als Buchung von Primärkosten in Höhe des Gehaltes des Mitarbeiters (2.000,00) auf die Kostenstelle 600 Fertigung mit der Kostenart Gehälter.