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Funktionsdokumentation Validierung mit Bedingungsprüfung  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Sie verwenden diese Funktion, um den Ablauf der Validierung von bestimmten Bedingungen abhängig zu machen. Die Funktion arbeitet unterschiedlich je nach dem Validierungstyp der Validierungsmethode:

·        Validierung von saldierten Datenzeilen

·        Validierung von einzelnen Datenzeilen

Grundsätzlich können Sie eine Validierung auch dadurch von Bedingungen abhängig machen, dass Sie die Zuordnung von Validierungsmethoden zu Validierungsmaßnahmen so vornehmen, dass die Methoden in Abhängigkeit von Version, Zeit und Konsolidierungseinheit ausgeführt werden. Dies ist das von SAP empfohlene Vorgehen.

Allerdings kann dieses Vorgehen in bestimmten Szenarios zu stark erhöhter Komplexität des Customizing führen. In solchen Fällen ist es ratsam, eine bedingte Validierung mit den nachfolgend beschriebenen Mitteln zu modellieren.

Validierung von saldierten Datenzeilen

Bei der Durchführung einer Validierung kann es sinnvoll sein, die Abarbeitung der Prüfregeln davon abhängig zu machen, ob bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Beispiele für solche bedingten Validierungen können sein:

·        Sie möchten erreichen, dass das System im Rahmen der Validierung von Daten aus den Sonderperioden 13-16 andere Prüfregeln anwendet als bei den Perioden 1-12.

·        Sie haben die in den Konzernabschluss einzubeziehenden Konsolidierungseinheiten nach bestimmten Kriterien in verschiedene Namensräume eingeteilt und möchten nun für die so definierten Gruppen von Konsolidierungseinheiten (z.B. Konsolidierungseinheiten, deren technischer Name im Bereich A* bis F* liegt) je spezifische Validierungen durchführen.

Bedingte Validierungen dieser Art, die je nach beteiligten Konsolidierungseinheiten, Periode, Kontierungsebene oder anderen Merkmalen unterschiedlich ausfallen sollen, können Sie natürlich auch durch organisatorische Maßnahmen erreichen, indem Sie selbst bei der Validierung überprüfen, ob die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind oder nicht, und dann die hierfür jeweils vorgesehene Validierungsmaßnahme ausführen. Mit der hier beschriebenen Funktion ermöglicht das System Ihnen die Automatisierung dieser Bedingungsprüfung zur Laufzeit der Validierungsmaßnahme. Hierdurch erreichen Sie, dass die fehlerträchtige Fallunterscheidung zwischen verschiedenen Bedingungen aus der Ausführungsphase in das Customizing verlagert wird.

Beispiel

Sie wollen für die vier Quartalsendeperioden spezielle Validierungen durchführen. Hierzu legen Sie eine Prüfregel „Validierung zum Quartalsende“ an. Als Formel tragen Sie CONDITION ( Periode 3,6,9,12 ) ein, wobei „Periode 3,6,9,12“ der Name einer zuvor definierten Selektionsbedingung für die Buchungsperiode ist, mit der Sie die Perioden 3, 6, 9 und 12 als Einzelwerte selektieren. Die Validierungsregeln, die Sie zum Quartalsende ausführen wollen, ordnen Sie unter dem „Wahr“-Zweig der Prüfregel „Validierung zum Quartalsende“ an.

Validierung von einzelnen Datenzeilen

Bei der Validierung einzelner Datenzeilen prüfen Sie – anders als bei der Validierung von saldierten Datenzeilen –, ob die aktuell validierte Zeile (Kopfdaten und Datenzeilen) den von Ihnen angegebenen Selektionsbedingungen entspricht.

Integration

Die Prüfung von Bedingungen ist durch die Prüfregelfunktion CONDITION realisiert, die Sie in die Formel einer Prüfregel einfügen können.

Funktionsumfang

Sie definieren eine Prüfregel für die Prüfung einer Bedingung, indem Sie die Funktion CONDITION in die Formel der Prüfregel einfügen und die zu prüfende Bedingung als Parameter der Funktion übergeben.

Die Funktion CONDITION prüft, ob die in den Parametern enthaltene Bedingung zutrifft und liefert den entsprechenden Wahrheitswert zurück. Sofern in der Formel außer der Funktion keine weiteren Ausdrücke enthalten sind, ist der Rückgabewert der Funktion identisch mit dem Ergebnis der Prüfregel. Anderenfalls entspricht das Ergebnis der Prüfregel der logischen Verknüpfung des Funktionsergebnisses mit weiteren Formelausdrücken, die einen Wahrheitswert repräsentieren (z.B. CONDITION (Periode 16) AND (GC_YTD (Revenue) > 0) ).

Syntax

CONDITION ( <Selektionsbedingung> )

Als Parameter geben Sie den Namen einer zuvor definierten Selektionsbedingung ein, die den zu prüfenden Sachverhalt repräsentiert (z.B. 0COMPANY = C1000).

Validierung von saldierten Datenzeilen

Als Parameter können Sie die zum Zeitpunkt der Maßnahmenausführung wirksamen Parameter (Ausführungsparameter) einsetzen. Hierbei handelt es sich um die im aktuellen Konsolidierungsgebiet enthaltenen Merkmale mit folgenden Rollen:

·        Version

·        Kreiswährung

·        Kontierungsebene

·        Periode

·        Geschäftsjahr

Außerdem gehören hierzu die folgenden Merkmale, deren Wert sich zur Laufzeit der Validierungsmaßnahme aus der Selektion im Konsolidierungsmonitor ergibt:

·        Konsolidierungseinheit (Validierung von Meldedaten und angepassten Meldedaten)

·        Konsolidierungsgebiet (Validierung konsolidierter Meldedaten)

Hinweis

Die vorstehende Auflistung von Merkmalsrollen ist vollständig. Merkmale mit anderen als den genannten Rollenzuordnungen können bei der Validierung von saldierten Datenzeilen nicht für Bedingungsprüfungen verwendet werden.

Validierung von einzelnen Datenzeilen

Bei der Validierung einzelner Datenzeilen können Sie – im Gegensatz zur Validierung von saldierten Datenzeilen – Selektionsbedingungen für alle Merkmale definieren, die in dem Datenstrom enthalten sind, der der Validierungsmethode zugeordnet ist. Die Funktion überprüft hier für jede einzelne Datenzeile, ob die in der Zeile enthaltenen Daten der Selektionsbedingung entsprechen.

Mit den Äquivalenz- (<==>) und Implikationsoperatoren (==>) des Formeleditors können Sie auf der Ebene von Datenzeilen komplexe logische Ausdrücke modellieren, um innerhalb einer Prüfregel gleichzeitig mehrere Bedingungen zu prüfen, die zueinander in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen.

Beispiel für eine Implikation (Wenn-Dann-Beziehung):

CONDITION ( Kontierungsebene 20 ) ==> CONDITION ( Partnereinheit vorhanden )

Hiermit prüfen Sie zunächst, ob die zu untersuchenden Daten der Kontierungsebene 20 angehören. Ist dies der Fall, so prüft die Regel zusätzlich, ob das Feld für die Partnereinheit einen vom Initialwert verschiedenen Wert enthält. Ist auch dies der Fall, liefert die Prüfregel den Wert „Wahr“ zurück.

 

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