
Es gibt verschiedene Arten von Customer-Exits. Jeder dieser Exits funktioniert wie ein "Haken", an den Sie Ihre Zusätze anhängen können.
Menü-Exits fügen den Aktionsmenüs in SAP-Standardanwendungen neue Einträge hinzu. Mit Hilfe dieser Menü-Exits können Sie z.B. eigene Bildschirmbilder aufrufen oder ganze Zusatzanwendungen auslösen.
SAP legt Menü-Exits als speziell definierte Menüeinträge im Menu Painter an. Die Funktionscodes dieser Menüeinträge beginnen mit einem + (Pluszeichen). Den Text dieser Menüeinträge legen Sie fest, wenn Sie den Eintrag innerhalb des Zusatzprojekts aktivieren.
Dynpro-Exits fügen Anwendungen Bildschirmbilder hinzu. SAP legt Dynpro-Exits an, indem spezielle Subscreenbereiche in ein Standardbild gestellt werden und ein kundenspezifischer Subscreen von der standardmäßigen Dynproablauflogik aufgerufen wird.
Funktionsbaustein-Exits fügen Anwendungen Funktionalität hinzu. Funktionbaustein-Exits sind für Menü-Exits und Dynpro-Exits von Bedeutung. Wenn Sie z.B. dem Aktionsmenü einen neuen Menüeintrag hinzufügen, können Sie mit Hilfe der Funktionbaustein-Exits festlegen, welche Vorgänge ablaufen müssen, wenn das Menü aktiviert wird. Darüber hinaus regeln Funktionsbaustein-Exits den Datenfluss zwischen Standardprogrammen und den in Dynpro-Exits angelegten Feldern.
SAP-Anwendungsentwickler legen Funktionbaustein-Exits an, indem sie Aufrufe zu Kundenfunktionen innerhalb des Standardprogramms vorbereiten. Diese Aufrufe weisen folgende Syntax auf: CALL CUSTOMER-FUNCTION '001'.
Das Ändern von Feldtexten auf Dynpros und das Hinzufügen von Datenelementdokumentation ist ab Release 4.5A im Rahmen des Modifikationsassistenten möglich.