Absatz- und Auftragsprognose: Einstellungen für Konsensfindung Im Standard sind keine Customizing-Einstellungen der Konsensfindung für die Absatz- und Auftragsprognose erforderlich. Die Konsensfindung benutzt Standardeinstellungen.
Die Absatzprognosekooperation verwendet folgende Standardeinstellungen:
Toleranzwerte für Differenzen , z.B. zwischen verbindlichen Bedarfen und verbindlichen Zugängen
Die Absatzprognosekooperation verwendet die Konsensregel CD_QTY_DIFF0, die die Differenz zwischen Kundenmengen und Lieferantenmengen berechnet. Wenn einer der beiden Geschäftspartner keine Mengen vorschlägt, setzt die Konsensregel das Ergebnis der Konsensfindung auf Null. Für die Toleranzwerte für Differenzen verwendet die Absatzprognosekooperation das zugehörige Konsens-Mengenprofil CD_QTY_DIFF0. Im Standard sind die Toleranzwerte im Profil auf Null gesetzt.
Berechnung der Konsens-Baseline-Absatzprognose
Die Absatzprognosekooperation verwendet die Konsensregel CD_QTY_AVG und das zugehörige Konsens-Mengenprofil CD_QTY_AVG. Die Konsensregel CD_QTY_AVG berechnet die Konsens-Baseline-Absatzprognose als Durchschnitt der Absatzprognose des Kunden und des Lieferanten.
Die Absatzprognosekooperation verwendet die Konsensregel CD_QTY_DIFF, die die Differenz zwischen Kundenmengen und Lieferantenmengen berechnet. Für die Toleranzwerte für Differenzen verwendet die Absatzprognosekooperation das zugehörige Konsens-Mengenprofil CD_QTY_DIFF.
Sie können die Standardeinstellungen durch eigene Einstellungen übersteuern. Sie können dazu im Customizing von
Supply Network Collaboration
unter
Grundeinstellungen
→
Konsensfindung
eigene Einstellungen vornehmen. Insbesondere können Sie Folgendes einstellen:
Toleranzwerte für Differenzen , z.B. zwischen verbindlichen Bedarfen und verbindlichen Zugängen
Verwenden Sie dazu die IMG-Aktivität
Konsens-Mengenprofile pflegen
im Customizing von
Supply Network Collaboration
unter
. Geben Sie in den Feldern für Überlieferungstoleranz ein, welche positive Mengentoleranz Sie für die Differenzen zulassen. Geben Sie in den Feldern für Unterlieferungstoleranz ein, welche negative Mengentoleranz Sie für die Differenzen zulassen.
Beachten Sie dazu Folgendes:
Wenn Sie als Datentyp
R
wählen, berechnet die Konsensfindung die Mengentoleranz als Differenz der Kundenmengen minus der Lieferantenmengen. Die Kundenmenge ist also hier der Minuend in der Differenz, die Lieferantenmenge der Subtrahend.
Wenn Sie als Datentyp
C
wählen, berechnet die Konsensfindung die Mengentoleranz als Differenz der Lieferantenmenge minus der Kundenmengen. Die Lieferantenmenge ist also hier der Minuend in der Differenz, die Kundenmenge der Subtrahend.
Abhängig davon, wie Sie den Datentyp einstellen, müssen Sie die Unter- und Überlieferungstoleranzen passend pflegen.
Berechnung der Konsens-Baseline-Absatzprognose
Verwenden Sie dazu die IMG-Aktivität
Konsensregeln pflegen
im Customizing von
Supply Network Collaboration
unter
.
Im Standard wird die Konditionstechnik für die Absatz- und Auftragsprognose nicht verwendet. Sie verwenden die Konditionstechnik für die Absatz- und Auftragsprognose nur, wenn Sie eigene Konsensregeln festlegen wollen und damit die Standardeinstellungen übersteuern möchten. Dies können Sie auch abhängig von folgenden Parametern festlegen:
Kunde
Lieferant
Produkt
Anlieferlokation
Auftragsbelegart
Berechnungsart
Die Konsensfindung verwendet dann z.B. für einen Kunden und ein Produkt die Konditionstechnik zur Ermittlung der passenden Konsensregeln. Wenn Sie für weitere Kunden und Produkte keine Konditionssätze festgelegt haben, benutzt die Konsensfindung für alle übrigen Kunden und Produkte die Standardeinstellungen der Absatz- und Auftragsprognose.
Um den oben genannten Parametern Konsensregeln zuzuordnen, haben Sie Konditionssätze angelegt. Wählen Sie dazu vom Bild
SAP Easy Access
aus
Supply Network Collaboration
→
Grundeinstellungen
→
Konsensfindung
→
Konditionssätze
→
Konditionssätze für Konsensfindung pflegen
.
Für die Absatzprognose verwenden Sie folgende Einstellungen:
Konditionsart: 2000
Auftragsbelegart: SFC (Absatzprognose)
Berechnungsart:
PSFD (Promotion-Absatz-Prognose – Differenz)
BSFD (Baseline-Absatz-Prognose – Differenz)
CSFC (Konsens-Baseline-Absatz-Prognose – berechnet)
Für die Auftragsprognose verwenden Sie folgende Einstellungen:
Konditionsart: 2000
Auftragsbelegart: OFC (Absatzprognose)
Berechnungsart:
OFF (Auftragsprognose – feste Differenz)
Mit dieser Berechnungsart ermitteln Sie die Differenz zwischen verbindlichen Bedarfen und verbindlichen Zugängen.
OFP (Auftragsprognose – geplante Differenz)
Mit dieser Berechnungsart ermitteln Sie die Differenz zwischen geplanten Bedarfen und geplanten Zugängen.