EOQ und SB unter Annahme der Normalverteilung berechnen In diesem Prozess berechnet das System die optimale Bestellmenge (EOQ) und den Sicherheitsbestand (SB) für ein Lokationsprodukt in gegenseitiger Abhängigkeit. Vorher hat sich das System, bzw. haben Sie sich bei der Wahl des Berechnungsmodells für dieses Lokationsprodukt für die Normalverteilung entschieden.
Das System bestimmt eine Mindestmenge für die Berechnung. Diese Mindestmenge ist der Bedarf über die Planfreigabe- und Review-Zeit bei der Distributionsbedarfsplanung (DRP). Diesen Bedarf rundet das System in folgender Reihenfolge:
Rundung auf den durchschnittlichen Bedarf pro Auftragsposition
Rundung auf die minimale EOQ-Bedarfsperiode, die Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP Bestandsplanung
im Feld
Min. EOQ-Per.
angeben können.
Wenn sich die EOQ/SB-Berechnung auf eine Eingangslokation bezieht, Rundung auf die Mindestbestellmenge, die Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP Bestandsplanung
im Feld
Mindestbestellmenge
bestimmen können.
Wenn Sie Preisnachlässe bei der EOQ/SB-Berechnung berücksichtigen, Rundung auf die Mindestbestellmenge bei Preisnachlässen. Preisnachlässe, bzw. Preisstaffeln können Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
Beschaffung
im Feld
Kostenfunktion
angeben.
Rundung auf die nächst höhere Packungsgröße, wobei die Mindestbestellmenge mindestens eine Packungsgröße umfassen muss.
Das System berechnet den Sicherheitsbestand unter Annahme einer Bestellmenge nach folgender Formel:
k ist das Quantil der Standardnormalverteilung des effektiven Servicegrads über die Wiederbeschaffungszeit. Den effektiven Servicegrad über die Wiederbeschaffungszeit berechnet das System nach folgender Formel:
ESG WBZ ist der effektive Servicegrad über die Wiederbeschaffungszeit.
ZSG ist der Zielservicegrad.
Q ist die angenommene Bestellmenge.
WBZ ist die zusammengesetzte Lieferzeit . Das System benutzt hier die gleiche Mengeneinheit wie für Sigma.
Sigma ist die Standardabweichung des prognostizierten Bedarfs pro Periode.
Wenn der hier berechnete Sicherheitsbestand definierte Ober- oder Untergrenzen übersteigt oder unterschreitet, benutzt das System die von Ihnen definierten Grenzwerte. Ober- und Untergrenzen können Sie vom Bild
SAP Easy Access
aus unter
definieren.
Das System berechnet die jährlichen Gesamtkosten. Diese ergeben sich aus den jährlichen Gesamtlagerhaltungskosten plus den jährlichen Gesamtbestellkosten.
Das System berechnet die jährlichen Gesamtlagerhaltungskosten nach folgender Formel:
Q ist die angenommene Bestellmenge.
c
Best
sind die jährlichen Lagerhaltungskosten pro Einheit. Um diese zu bestimmen geben Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP DRP
im Feld
Faktor Lagerkosten
einen Prozentsatz an. Um die jährlichen Lagerhaltungskosten pro Einheit zu bestimmen, wendet das System diesen Faktor auf die Beschaffungskosten oder auf die Preisstaffeln an, die Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
Beschaffung
im Feld
Beschaffungskosten
oder Im Feld
Kostenfunktion
angeben können.
Das System berechnet die jährlichen Gesamtbestellkosten nach folgender Formel:
Omega bezeichnet die Kosten, die Sie benötigen, um eine Bestellung aufzugeben. Diese Kosten können Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP Bestandsplanung
in den Feldern
Fixkost. Push
und
Fixkosten Pull
angeben.
m ist der prognostizierte Bedarf der nächsten zwölf Monate.
Q ist die angenommene Bestellmenge.
Das System variiert die Bestellmenge innerhalb den Grenzen der in Schritt 1 bestimmten Mindestmenge und der maximalen Anzahl der EOQ-Perioden. Diese maximale Anzahl der EOQ-Perioden können Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP Bestandsplanung
im Feld
Max. EOQ-Per.
angeben. Für jede Variation der Bestellmenge wiederholt das System die Schritte 2 und 3 und wählt die Kombination aus EOQ und SB aus, bei der die jährlichen Gesamtkosten am niedrigsten sind.