Applikationsobjektart Eine Klassifikation des Applikationsobjekts durch die Definition einer Bedingung. Sie können für eine Geschäftsprozessart mehrere Applikationsobjektarten definieren.
Sie verwenden die Applikationsobjektart, um die Supply-Chain-Event-Management-Relevanz (SCEM-Relevanz) von Objekten oder Prozessen im Applikationssystem festzulegen. Sie bestimmen die SCEM-Relevanz mit einer Bedingung, die Sie im Applikationssystem festlegen und einer Applikationsobjektart zuordnen. Das
SAP Event Management
(
SAP EM
) bearbeitet nur für die Objekte oder Prozesse, die diese Bedingung erfüllen, die eingehenden
Ereignisnachrichten
.
Sie bestimmen mit der Applikationsobjektart die
Tracking-IDs
, welche die Identifikation von Objekten ermöglichen. Dadurch können Sie oder ein System extern oder intern Nachrichten an dieses Objekt senden und
SAP EM
kann den SCEM-Prozess ausführen.
Sie können über die Applikationsobjektart die Kontroll-, Info- und Systemparameter bestimmen.
SAP EM
benötigt diese für Informations- und Abfragezwecke oder um den SCEM-Prozess zu kontrollieren (siehe auch
Überwachung und Auswertung von Prozessen
).
Das Applikationssystem schreibt die Applikationsobjektart zusammen mit der Applikationsobjekt-ID in eine Statustabelle. Zusammen mit dem Namen des Applikationssystems bilden sie die eindeutige Referenz zwischen Applikationsobjekt und Event-Handler, über die das System Bezug auf das Business-Objekt mit seiner Geschäftsprozessart nehmen kann. Es besteht eine N-zu-Eins-Beziehung zu den Geschäftsprozessarten im Applikationssystem.
Applikationsobjektarten sind zum Beispiel:
eine Standardbestellung
eine Lieferung
eine Handling Unit eines bestimmten Typs auf einer bestimmten Route als Teil eines Transports (z.B. ein Eisenbahnwaggon)
ein Eisenbahntransport mit Gefahrgut
eine Handling Unit als Teil einer Lieferung (z.B. 20''-Container auf Atlantikroute)
ein Sammelguttransport nach Norddeutschland