Optimierungsfunktionen für die Prozessindustrie
Der Optimierungsprozess wird um mehrere Funktionen erweitert, die in der Prozessindustrie angewendet werden können.
Behälterplanung
Sie können die Optimierung nun auch verwenden, um die Behälterplanung vorzunehmen. Sie richten die Behälterplanung im Feld Lagereigenschaft beachten
des Optimierungsprofils ein. Die Optimierung kann die folgenden Einstellungen aus der Ressource berücksichtigen:
Höchstbestand
Restfüllstände auf Null setzen
Mehr. Produkte zulassen
Das Pegging auf Grundlage von Behälterressourcen wird auch nach Maßgabe der Produktstammeinstellungen berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen in Produktstammdaten pflegen.
Für den Optimierungsprozess werden Stammdaten zur Produktlagerdefinition berücksichtigt.
Der SAP-Hinweis 1171154 enthält weitere Informationen zu Einschränkungen.
Optimierung mit Ressourcennetzen
Der Optimierungsprozess berücksichtigt Ressourcennetze. Sie können das Feld Ressourcennetze berücksichtigen
im Optimierungsprofil verwenden, um anzugeben, ob innerhalb eines Auftrags, zwischen Aufträgen oder in beiden Fällen Ressourcennetze zu berücksichtigen sind.
Hinweis
Das Kennzeichen Selbstreferenz
in den Ressourcennetzstammdaten wird vom Optimierungsprozess nicht berücksichtigt. Da dieses Kennzeichen für die Optimierung immer gesetzt ist, ist die Reihenfolge der Vorgänge auf derselben Ressource immer zulässig.
Auftragsanlage
Die Optimierung kann nun neue Aufträge anlegen und anpassen oder bestehende Aufträge löschen. Die Einstellungen für diese Funktionen nehmen Sie auf der Registerkarte Auftragsanlage
im Optimierungsprofil vor. Der SAP-Hinweis 1155421 enthält weitere Informationen zu Einschränkungen.
Abhängigkeiten und Einschränkungen in der Optimierung
Die aktuelle Funktion eignet sich für Pufferprozesse zwischen verschiedenen Produktionsstufen genau wie für einfache Mischszenarien. Die Optimiererfunktion kann nicht für Reaktorprozesse oder chemische Umwandlungen (Reaktionen) in Behälterressourcen verwendet werden.
Stammdatenattribute von Behälterressourcen wie der minimale Füllstand oder die Nachschubebene werden nicht berücksichtigt.
Jeder Auftrag sollte jede der Behälterressourcen nur einmal verwenden. Jede Verletzung dieser Regel kann zu Verletzungen des maximalen Füllstands führen.
Die Ausplanung von späten Vorgängen ist nicht mit der Behälterressourcenplanung kompatibel, da die ausgeplanten Vorgänge zu Fehlbeträgen im Lagerbestand führen können. Eine solche Ausplanung wird automatisch deaktiviert, wenn Sie die Behälterressourcenplanung aktivieren. Eine Ausplanung aufgrund von Gültigkeitsperioden ist im richtigen Horizont noch möglich. Es kommt aber zu Lagerverletzungen im letzten Nachbearbeitungsschritt, wenn Vorgänge zurückbewegt und ausgeplant werden.
Abhängigkeiten zwischen Aufträgen: Abgesehen vom Pegging haben sämtliche Abhängigkeiten zwischen Aufträgen einen großen Einfluss auf die Behälterplanung, was die Performance und Qualität der Lösung angeht. Die Haltbarkeit und die maximale Verfrühung werden im Zuge des Optimierungslaufs automatisch deaktiviert. Sie müssen sämtliche externen Einschränkungen, Fixierungen von Reihenfolgen und Priorisierungen in Ihren Lagerszenarien vermeiden.
Die Dekomposition wird automatisch deaktiviert, wenn Sie die Planung von Lagern aktivieren.
Losgrößen: Zu große Losgrößen verursachen Unzulässigkeiten in der Behälterplanung. Der Optimierer versucht, solche Unzulässigkeiten zu reduzieren. Um eine gute Planungsqualität zu erzielen, müssen die Losgrößen mit den Lagerkapazitäten übereinstimmen. Dies kann zum Beispiel durch die Erstellung von Aufträgen mit dem Optimierer gelöst werden.
Kampagnenplanung: Die Behälterplanung kann auf Engpassressourcen nicht mit der Kampagnenoptimierung kombiniert werden. Wenn es bereits Kampagnen gibt, die gemeinsam mit den Lagereinschränkungen zu berücksichtigen sind, versucht der Optimierer, alle Unterbrechungen der Kampagnen auszuschließen, kann dies aber nicht garantieren. Die Unterbrechung von Kampagnen wird während der Optimierung nicht gemeldet.
Auswahl von Ressourcen und Horizonten: Wenn Sie eine Behälterressource planen, muss der Optimierer über Aufträge verfügen, die ins Lager produzieren, und über Aufträge, die im Rahmen des Optimierungsproblems aus dem Lager konsumieren. Es gibt keine andere Lösung.
Ein kontinuierlicher Materialfluss wird in Verbindung mit der Behälterressourcenplanung nicht unterstützt. Alle kontinuierlichen Materialflüsse, die Einfluss auf Behälterressourcen haben, werden für die Optimierung als diskret behandelt.
Zeitabhängige Lagerdefinitionen und zeitabhängige Lagerverwendungsteile von PPMs werden nicht unterstützt.
Der SAP-Hinweis 1171154 enthält weitere Informationen und zusätzliche Einschränkungen.