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Konvertierung in ein sortierbares Format Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Die Anweisung CONVERT TEXT konvertiert Zeichenketten in ein alphabetisch sortierbares Format:

CONVERT TEXT <c> INTO SORTABLE CODE <sc>.

Diese Anweisung schreibt eine Zeichenkette <c> in ein sortierbares Zielfeld <sc>. Das Feld <c> muß vom Typ C und das Feld <sc> vom Typ X und mindestens 16 mal so groß wie <c> sein.

Das Feld <sc> kann als alphabetischer Sortierschlüssel für <c> dienen kann. Solche Sortierungen werden auf internen Tabellen und Extraktdatenbeständen durchgeführt. Bei der Sortierung unkonvertierter Zeichenketten, erstellt ABAP eine Reihenfolge, die der plattformspezifischen internen Kodierung der einzelnen Zeichen entspricht. Die Konvertierung CONVERT TEXT erstellt Zielfelder so, daß die Reihenfolge der zugehörigen Zeichenketten nach der Sortierung der Zielfelder alphabetisch ist, also zum Beispiel im deutschen: 'Miller, Moller, Möller, Muller' statt 'Miller, Moller, Muller, Möller'.

Nach welcher Methode konvertiert wird hängt von der Textumgebung des laufenden ABAP-Programms ab. Die Textumgebung ist im Benutzerstammsatz festgelegt, sie kann aber auch ausnahmsweise vom Programm aus gesetzt werden:

SET LOCALE LANGUAGE <lg> [COUNTRY <cy>] [MODIFIER <m>].

Diese Anweisung setzt die Textumgebung gemäß der Sprache <lg>. Durch den Zusatz COUNTRY kann zusätzlich zur Sprache das Land spezifiziert werden, falls es für eine Sprache länderspezifische Unterschied gibt. Durch den Zusatz MODIFIER kann eine weitere Kennung angegeben werden, falls es in einem Land Unterschiede in der Sprache gibt, wie z.B. unterschiedliche Sortierungen in Wörter- und Telefonbüchern.

Die Felder <lg>, <cy> und <m> müssen vom Typ C sein und in der Länge den Schlüsselfeldern der Tabelle TCP0C entsprechen. Die Tabelle TCP0C ist eine Tabelle, in der die Textumgebung plattformabhängig gepflegt wird. Das System setzt bei der Anweisung SET LOCALE die Textumgebung entsprechend den Eintragungen in TCP0C, wobei der Tabellenschlüssel mit Ausnahme der Plattformkennung in der SET-Anweisung übergeben wird. Die Plattformkennung wird implizit übergeben. Falls <lg> gleich SPACE ist, setzt die Anweisung die Textumgebung gemäß Benutzerstammsatz. Falls in der Tabelle kein Eintrag zum angegebenen Schlüssel vorhanden ist, bricht das System die Verarbeitung mit einem Laufzeitfehler ab.

Die Textumgebung beeinflußt alle zeichensatzabhängigen Operationen in ABAP.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet man in der Schlüsselwortdokumentation zu CONVERT TEXT und zu SET LOCALE LANGUAGE.

Ein Beispiel zur alphabetischen Sortierung findet man unter Interne Tabellen sortieren.

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