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Die Programmeigenschaften teilen der ABAP-Laufzeitumgebung mit, wie ein ABAP-Programm ausgeführt wird. Das wichtigste Programmattribut hierfür ist der Typ, mit dem Sie entscheiden, wie ein ABAP-Programm ausgeführt werden kann.

Weiterhin bestimmen Sie in den Programmeigenschaften zu welcher Anwendung ein Programm gehört und bestimmen gegebenenfalls die logische Datenbank für ausführbare Programme (Reports).

Sie müssen die Eigenschaften sorgfältig angeben, damit das System das Programm richtig verarbeiten kann. Sie pflegen die Programmeigenschaften auf dem Bild ABAP: Programmeigenschaften.

Die Liste möglicher Programmtypen erhalten Sie über die Auswahl der Eingabehilfe.

Wenn Sie ein ausführbares Programm (Report, interner Typ = 1) auswählen, ergänzt das System automatisch die Eingabefelder für spezifische Eigenschaften. Nur dann sehen Sie die zusätzlichen Eingabefelder Logische Datenbank und Selektionsbildversion.

Übersicht über alle Programmeigenschaften

Im folgenden finden Sie Informationen über die Programmeigenschaften. Beachten Sie, daß einige der Eigenschaften nur für ausführbare Programme gelten und nicht für andere ABAP-Programme. Zusätzliche Informationen über die Programmeigenschaften erhalten Sie, indem Sie in den jeweiligen Eingabefeldern des Bilds ABAP: Programmeigenschaften die Feldhilfe oder Eingabehilfe auswählen.

Titel

Im Mußfeld Titel geben Sie eine Programmbezeichnung an, die die Funktion des Programms beschreiben sollte. Das System nimmt den Titel automatisch in die Textelemente des Programms auf. Der Titel kann daher auch mit der Textelementpflege bearbeitet werden.

Originalsprache

Die Originalsprache ist die Anmeldesprache, unter der das Programm angelegt wird, und wird vom System gesetzt. Die Originalsprache ist änderbar, wenn ein Programmierer das Programm oder Komponenten des Programms unter einer anderen Anmeldesprache pflegt.

Typ

Im Feld Typ müssen Sie den Programmtyp spezifizieren.

Mit Ausführbares Programm deklarieren Sie Ihr Programm als ausführbar. Das bedeutet, daß das Programm eigenständig ablauffähig ist und im R/3-System ohne Transaktionscode gestartet werden kann. Ausführbare Programme können auch im Hintergrund gestartet werden.

Mit Modulpool deklarieren Sie Ihr Programm als einen Pool für Dialogmodule. Das bedeutet, daß Ihr Programm nicht eigenständig ablauffähig ist, sondern als Rahmenprogramm für Programmodule der Dialogprogrammierung dient. Diese Programmodule enthalten die Anwendungslogik einer Transaktion und werden von einer getrennt programmierten Bildschirmablauflogik (Dynpro-Programmierung mit dem Werkzeug Screen Painter) aufgerufen. Die Bildschirmablauflogik selbst kann nur über einen Transaktionscode aufgerufen werden.

Neben ausführbaren Programmen und Modulpools sollten Sie auch Include-Programme kennen. Ein Include-Programm ist ein unabhängiges Programm mit zwei Hauptfunktionen: Zum einen enthält es Programmcode, der von verschiedenen Programmen genutzt werden kann. Zum anderen dient es zur Modularisierung von Programmquellcode, der aus verschiedenen logisch zusammenhängenden Teilen besteht. Jeder dieser Teile ist in einem anderen Include-Programm gespeichert. Include-Programme verbessern die Lesbarkeit des Quellcodes und vereinfachen seine Pflege.

Status

Diese optionale Angabe hat protokollarischen Character und beschreibt den Status der Programmentwicklung, wie z.B. Testprogramm oder Produktives Kundenprogramm

Anwendung

Dieses optionale Feld enthält den Namen der Anwendung, in der das Programm benötigt wird, wie z.B. Finanzbuchhaltung.

Berechtigungsgruppe

In dieses Feld können Sie den Namen einer Programmgruppe eintragen. Dadurch können Sie verschiedene Programme in Gruppen für Berechtigungsprüfungen zusammenfassen. Der Gruppenname ist ein Feld der beiden Berechtigungsobjekte S_DEVELOP (Programmentwicklung und Programmausführung) und S_PROGRAM (Programmpflege). Berechtigungen können somit programmgruppenspezifisch an Benutzer vergeben werden. Mehr Informationen zu Berechtigungen finden Sie in der Dokumentation Strukturlink BC - Benutzer und Rollen.

Paket

Das Paket ist wichtig für Transporte zwischen Systemen. Sie fassen Workbench-Objekte, die einem Paket zugeordnet sind, in einem Transportauftrag zusammen.

Wenn Sie in einem Team arbeiten, müssen Sie Ihr Programm vielleicht einem bestehenden Paket zuordnen oder ein neues anlegen. Programme, die dem Paket $TMP zugeordnet sind, sind private Objekte, die nicht in andere Systeme transportiert werden können. Sie können das Paket direkt in dieses Feld eintragen. Ansonsten fordert das System das Paket beim Abspeichern der Eigenschaften mit einem Dialogfenster an:

Die Auswahl der Taste Lokales Objekt auf dem Dialogfenster ist gleichbedeutend mit der Eingabe $TMP im Feld Paket. Sie können das Paket eines Programms nachträglich ändern.

Logische Datenbank

Nur für ausführbare Programme

Diese Eigenschaften legen fest, welche logische Datenbank das ausführbare Programm (Report) benutzt, um Daten zu lesen.

Selektionsbildversion

Nur für ausführbare Programme

Wenn Sie keine Selektionsbildversion angegeben haben, legt das System automatisch ein Standardselektionsbild an, das auf den Selektionskriterien der logischen Datenbank sowie den programmspezifischen Parametern und Selektionsoptionen beruht.

Wenn Sie ein anderes Selektionsbild der logischen Datenbank verwenden wollen, geben Sie in diesem Feld eine Nummer an. Die Nummer muß kleiner als 1000 sein und einem zusätzlichen Selektionsbild der logischen Datenbank entsprechen. Sie erhalten einen Überblick über eventuell vorhandene zusätzliche Selektionsbilder mit der Wertehilfe oder im Selektions- Include der logischen Datenbank (Programm DBxxxSEL, wobei xxx der Name der logischen Datenbank ist.

Editorsperre

Wenn Sie dieses Attribut setzen, können andere Benutzer Ihr Programm nicht ändern, umbenennen oder löschen. Sie allein können das Programm ändern, Eigenschaften, Textelemente oder Dokumentation pflegen oder die Sperre zurücknehmen.

Festpunktarithmetik

Wenn Sie dieses Attribut setzen, rundet das System Felder des Datentyps P entsprechend der Anzahl der Dezimalstellen oder füllt sie mit Nullen. Das Dezimalzeichen ist in diesem Fall immer der Punkt (.), unabhängig von der Angabe im Benutzerstammsatz. SAP empfiehlt, immer das Attribut Festpunktarithmetik zu setzen.

Start über Variante

Nur für ausführbare Programme

Wenn Sie dieses Attribut setzen, können Benutzer Ihr Programm nur über eine Variante starten. Vor dem Starten des Programms müssen Sie mindestens eine Variante anlegen.

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