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Selektionsbilder definieren Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Es gibt drei ABAP-Anweisungen für die Definition von Selektionsbildern:

Diese ABAP-Anweisungen gehören zum im Deklarationsteil eines ABAP-Programms. Bei der Definition von Selektionsbildern muß zwischen den Standardselektionsbildern für ausführbare Programme (Reports) und den eigenständigen Selektionsbildern für alle Programmarten unterschieden werden.

Standardselektionsbilder

Das Standardselektionsbild ausführbarer Programme ist vordefiniert und hat die Dynpronummer 1000. Alle Anweisungen PARAMETERS, SELECT-OPTIONS und SELECTION-SCREEN, die in ausführbaren Programmen (Reports) nicht innerhalb der Definition eines eigenständigen Selektionsbilds stehen, also außerhalb der Anweisungen

SELECTION-SCREEN BEGIN OF ...
...
SELECTION-SCREEN END OF ...

definieren die Eingabefelder und die Aufbereitung des Standardselektionsbilds. Der Übersichtlichkeit wegen sollten alle Anweisungen, die das Standardselektionsbild definieren, vor den Definitionen weiterer Selektionsbilder gruppiert werden. Die Definition von Eingabefeldern eines Standardselektionsbilds ist nur in ausführbaren Programmen (Reports) möglich. In allen anderen Programmen müssen die drei Anweisungen PARAMETERS, SELECT-OPTIONS und SELECTION-SCREEN innerhalb obiger Anweisungen stehen.

Eigenständige Selektionsbilder

Die beiden Anweisungen:

SELECTION-SCREEN BEGIN OF SCREEN <numb> [TITLE <tit>] [AS WINDOW].
  ...
SELECTION-SCREEN END OF SCREEN <numb>.

definieren ein eigenständiges Selektionsbild mit der Dynpronummer <numb>. Alle Anweisungen PARAMETERS, SELECT-OPTIONS und SELECTION-SCREEN, die innerhalb der beiden Anweisungen stehen, definieren die Eingabefelder und Aufbereitung dieses Selektionsbilds. Die Dynpronummer <numb> kann jede beliebige vierstellige Zahl außer der Nummer des Standardselektionsbild 1000 sein. Weiterhin ist zu beachten, daß sich die Dynpronummern anderer Dynpros des Programms nicht mit den Nummern der Selektionsbilder überschneiden.

Mit dem Zusatz TITLE <tit> kann ein Titel für ein eigenständiges Selektionsbild definiert werden. Der Titel <tit> kann entweder statisch als Textsymbol oder dynamisch als Character-Feld angegeben werden. Das Character-Feld darf nicht mit der Anweisung DATA deklariert werden, sondern wird automatisch generiert. Das Character-Feld kann während dem Ereignis INITIALIZATION gefüllt werden. Der Titel von Standardselektionsbildern ist immer der Name des ausführbaren Programms.

Mit dem Zusatz AS WINDOW kann ein eigenständiges Selektionsbild dafür vorgesehen werden, als modales Dialogfenster aufgerufen zu werden. Die Definition des Fensters erfolgt erst beim Aufruf selbst. Der Zusatz AS WINDOW sorgt dafür, daß Warnungen und Fehlermeldungen zu dem Selektionsbild statt in der Statuszeile des Selektionsbilds ebenfalls als modales Dialogfenster gesendet werden.

Bei der Definition mehrerer Selektionsbilder in einem Programm, können bestimmte Elemente einzelner Selektionsbilder in anderen Selektionsbildern wiederverwendet werden. Hierzu dient die Anweisung:

SELECTION SCREEN INCLUDE          BLOCKS <block>
                         |     PARAMETERS <p>  
                         | SELECT-OPTIONS <selcrit>
                         |        COMMENT <comm>  
                         |    PUSH-BUTTON.<push>.

Es können folgende, schon auf einem anderen Selektionsbild deklarierte Elemente, angegeben werden:

Beispiel

Beispiel

REPORT selscreendef.

...

PARAMETERS par1 ... .
SELECT-OPTIONS sel1 FOR ... .
...

SELECTION-SCREEN BEGIN OF SCREEN 500 AS WINDOW.
  PARAMETERS par2 ... .
  SELECT-OPTIONS sel2 FOR ... .
  ...
SELECTION-SCREEN END OF SCREEN 500.

SELECTION-SCREEN BEGIN OF SCREEN 600 TITLE text-100.
  SELECTION-SCREEN INCLUDE: PARAMETERS par1,
                            SELECT-OPTIONS sel1.
  PARAMETERS par3 ... .
  SELECT-OPTIONS sel3 ... .
  ...
SELECTION-SCREEN END OF SCREEN 600.

Es werden drei Selektionsbilder, das Standardselektionsbild und zwei eigenständige Selektionsbilder definiert. Das Programm muß vom Typ 1 sein, damit ein Standardselektionsbild definiert werden kann. Selektionsbild 500 ist für den Aufruf als modales Dialogfenster vorgesehen. Selektionsbild 600 erhält Textsymbol 100 als Titel und verwendet die Elemente PAR1 und SEL1 des Standardselektionsbilds.

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