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Zeichencodes Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Bisher werden bei SAP verschiedene Codes für die Verschlüsselung von Zeichen verschiedener Schriften verwendet, zum Beispiel ASCII, EBCDI oder Double Byte Codepages.

Mit diesen Zeichensätzen kann jede für SAP interessante Sprache einzeln abgedeckt werden. Schwierigkeiten ergeben sich allerdings, wenn man in einem zentralen System Texte aus verschiedenen inkompatiblen Zeichensätzen mischen möchte. Auch der Austausch von Daten zwischen Systemen mit inkompatiblen Zeichensätzen kann zu völlig undefinierten Situationen führen.

Die Lösung des Problems ist die Verwendung eines Codes, der alle Zeichen dieser Erde umfaßt. Dieser Code heißt Unicode (ISO/IEC 10646) und besteht mindestens aus 16 Bit = 2 Byte, alternativ aus 32 Bit = 4 Byte je Zeichen. Obwohl der Umstellungsaufwand für SAP-Kernel und Anwendungen enorm ist, ergeben sich langfristig durch die Einführung von Unicode große Vorteile:

ABAP-Programme müssen überall dort geändert werden, wo eine explizite oder implizite Annahme über die interne Länge eines Zeichens gemacht wird. Dadurch wird eine neue Abstraktionsebene erreicht, die es erlaubt, dieselben Porgramme sowohl in einem herkömmlichen als auch in einem Unicode System ablaufen zu lassen. Außerdem hält man sich damit die Möglichkeit offen, bei einer weiteren Vergrößerung des Unicode-Zeichenvorrates eine interne Darstellung der Unicode- Zeichen mit 2 oder 4 Byte zu wählen.

Hinweis

Die Beispiele in den nachfolgenden Abschnitten unterstellen einen Unicode mit einer Verschlüsselung von 2 Byte je Zeichen.

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