
Verfügbarkeitskontrolle bei Obligobuchungen
Verwendung
Sie haben die Möglichkeit, das Verhalten der Verfügbarkeitskontrolle (AVK) bei den Obligobuchungen pro Obligo-Werttyp (z.B. Bestellanforderung, Bestellung) unterschiedlich auszusteuern.
Sie benötigen diese Funktion dann, wenn Sie für Ihre Organisation festlegen wollen, daß das Budget durch bestimmte Buchungen (z.B. Bestellungen) nicht überschritten werden darf, während andere Buchungen (z.B. Bestellanforderungen) in beliebiger Höhe gebucht werden dürfen.
Um diese Festlegungen treffen zu können, gibt es die beiden Verfügungsarten "hart" und "weich". Wenn für einen Werttyp "hart" verfügt werden soll, reagiert die AVK bei der Buchung im Fall einer Überschreitung der Toleranzgrenzen - für die als Aktion eine Fehlermeldung ausgelöst werden soll - mit einer Fehlermeldung. Die Buchung wird abgelehnt. Wenn "weich" verfügt werden soll, reagiert die AVK bei einer Überschreitung dieser Toleranzgrenzen lediglich mit einer Warnung. Die Buchung kann durchgeführt werden.
Voraussetzungen
Wenn Sie mit harten und weichen Verfügungen arbeiten wollen, müssen Sie im Customizing des Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung eine Verfügungsartenprofil pflegen und dieses für das entsprechende Geschäftsjahr Ihrem Finanzkreis zuordnen.
Im Verfügungsartenprofil legen Sie fest, welche Buchungen der Verfügungsart weich und welche der Verfügungsart hart zugeordnet werden. Falls Sie dort keine Einstellungen vornehmen, wird bei den Obligobuchungen immer hart verfügt.
Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung in den Abschnitten Verfügungsartenprofil pflegen und Verfügungsartenprofil Finanzkreis zuordnen.
Aktivitäten
Die Prüfung der Verfügbarkeitskontrolle erfolgt bei der Budgetierung, beim Neuaufbau der Verfügtwerte sowie bei Buchungen mit der Verfügungsart weich in zwei Schritten:
Zuerst wird die Summe aller harten Verfügungen geprüft. Wird die Toleranzgrenze überschritten, reagiert die AVK mit einer Fehlermeldung. Wenn die Toleranzgrenze nicht überschritten wird, erfolgt eine weitere Prüfung, bei der die Summe aus harten und weichen Verfügungen gegen das Budget oder die Freigabe geprüft wird. Falls jetzt die Toleranzgrenze überschritten wird, reagiert die AVK nur mit einer Warnung. Auf diese Art und Weise wird sichergestellt, daß Buchungen mit der Verfügungsart weich in beliebiger Höhe gebucht werden dürfen, eine Budgetüberschreitung durch Buchungen mit der Verfügungsart hart jedoch nicht möglich ist.
In den Einzelpostenberichten Obligo/Ist zum verfügten Budget (Jahresbudget und Gesamtbudget) können Sie die harten und weichen Verfügungen den Obligo-/Istwerten gegenüberstellen.