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Einsatzmöglichkeiten

In die Profitcenter-Rechnung werden alle betriebsergebnisrelevanten Buchungen der Finanzbuchhaltung, der Materialwirtschaft, des Vertriebs, des Controllings, der Anlagenbuchhaltung und des Investitionsmanagements übernommen.

 

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Das Profitcenter ist kein eigenständiger Kontierungsbegriff im SAP-System. Stattdessen wird es bei jeder Buchung automatisch aus dem originär bebuchten Kontierungsobjekt über die im Customizing vorgegebene Zuordnung abgeleitet. Damit kann ohne zusätzlichen Erfassungsaufwand aus den originären Buchungen eine Ergebnisdarstellung nach Profitcentern erstellt werden.

Hinweis

Das System weicht nur dann von dieser Grundregel ab, wenn neben ergebnisrelevanten Daten zusätzlich manuell kontierte Bilanz- oder GuV-Positionen übernommen werden sollen.

Funktionsumfang

Interne Warenbewegungen können aus Profitcenter-Sicht Lieferungen zwischen Profitcentern (‘Unternehmen im Unternehmen’) darstellen. In diesem Fall werden in der Profitcenter-Rechnung zusätzlich zu den Originalbuchungen der Finanzbuchhaltung eigene Belegzeilen (z. B. interne Erlöse) erstellt. Damit wird ein vollständiger Ausweis aller vom Profitcenter erbrachten Leistungen erreicht.

Warenbewegungen zwischen Profitcentern können entweder zu externen Preisen, zu Konzernherstellkosten oder zu speziellen Transferpreisen bewertet werden. Durch das durchgängige Führen von bis zu drei Bewertungen im Kostenrechnungskreis wird die von Ihnen gewählte Sicht nicht nur in der Profitcenter-Rechnung sondern auch im CO und wahlweise im FI abgebildet. Allgemeine Informationen zu Transferpreisen im SAP-System finden Sie unter Parallele Wertansätze/Transferpreise . Ausführliche Informationen zu Transferpreisen in der Profitcenter-Rechnung sowie zur Buchungslogik finden Sie unter Abbildung von Transferpreisen in der Profitcenter-Rechnung.

Falls Sie keine Transferpreise aus Sicht der Profitcenter oder aus Konzernsicht führen, werden für die Profitcenter-Rechnung relevante Geschäftsvorfälle zu legalen (externen) Preisen gebucht.

In den nachfolgenden Abschnitten folgen ausführliche Beispiele, die die Datenübernahme aus den einzelnen SAP-Komponenten im Detail erläutern (siehe Datenherkunft ). Die Beispiele stellen die Profitcenter-Buchungen zu legalen Preisen dar. Beispiele von Buchungen zu Transferpreisen befinden sich unter Buchungslogik und Kontenfindung im Abschnitt Transferpreise.

Die Darstellung eines Profitcenter-Ergebnisses kann durch die Übernahme ausgewählter Bilanzpositionen auf Profitcenter ergänzt werden. Dadurch können auf dem Profitcenter weitere Kennzahlen (z. B. Return on Investment, Cash Flow) ausgewiesen werden (siehe Bilanzpositionen in der Profitcenter-Rechnung).

Im Rahmen der Konsolidierungsvorbereitungen können Partnerbeziehungen ermittelt werden, die für die anschließende Eliminierung der Binnenumsätze und der Zwischenergebnisse in einer Profitcenter-Konsolidierung benötigt werden.

In der Profitcenter-Rechnung können folgende Währungen berichtet werden:

·        Buchungskreiswährung

·        eine frei wählbare Währung der Profitcenter-Rechnung pro Kostenrechnungskreis

·        eie gebuchte Währung des Geschäftsvorfalles (Transaktionswährung)

Die Daten können nach folgenden wesentlichen Schlüsselfeldern gegliedert werden:

·        Buchungskreis

·        Profitcenter

·        Partner-Profitcenter für Eliminierungszwecke bzw. zum Ausweisen des sendenden/empfangenden Profitcenters.

·        Konto wie gebucht oder eigenes Konto bei manueller Mitgabe

·        Herkunftsobjektart, um den Typ des Kontierungsobjektes zu erkennen von dem die Daten gespiegelt worden sind (z. B. Kostenstelle, Auftrag, Projekt, Kundenauftrag, Kostenträger, usw.)

·        Funktionsbereich, zur Darstellung der Aufwände nach Funktionen (z. B. Vertrieb, Verwaltung, Forschung und Entwicklung) im Rahmen des Umsatzkostenverfahrens

·        Partnergesellschaft, zur Gliederung der Umsätze nach verbunden Unternehmen

·        Herkunftsgruppe als Untergliederung von Materialbuchungen (werden Materialverbräuche von zwei Materialien unter dem selben Konto gebucht, kann man die Buchung unterscheiden, falls den Materialien im Stammsatz eine solche Herkunftsgruppe zugeordnet wurde).

·        dem Geschäftsvorgang (finanzbuchhalterische Buchung, Warenverbrauch, Wareneingang zur Bestellung, usw.)

Technisch betrachtet werden die Daten auf dem festen Ledger 8A der Komponente Spezielle Ledger gespeichert.

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