
Die Verfahren der Ergebnisermittlung lassen sich u.a. nach verschiedenen Gesichtspunkten charakterisieren:
· nach dem zeitlichen Bezug (Periodenrechnung/Vorgangsrechnung)
· nach der sachlichen Gliederung (Gesamtkostenverfahren/Umsatzkostenverfahren)
· nach der Wertansatz bzw. der Darstellungsform (buchhalterische Rechnung/kalkulatorische Rechnung)
(Siehe hierzu auch die ausführlichere
Darstellung in der Dokumentation der
CO - Ergebnis- und
Marktsegmentrechnung).
In der Profitcenter-Rechnung (EC‑PCA) werden die Daten in periodischer Form und buchhalterischer Rechnung geführt (siehe auch Daten in der Profitcenter-Rechnung). Das heißt, die Ergebnisdarstellung ist periodenbezogen und sachkontenorientiert und entspricht damit dem formalen Gliederungsprinzip der Finanzbuchhaltung. Dies führt zu einheitlichen Berichtsschemata und ermöglicht eine kostenartenbezogene Abstimmung der Daten des internen und des externen Rechnungswesens.
Die Ergebnisermittlung wird sowohl nach dem Gesamtkostenverfahren, als auch nach dem Umsatzkostenverfahren unterstützt.
Während man im deutschsprachigen Raum im Allgemeinen das Gesamtkostenverfahren (GKV) bevorzugt, wird im angloamerikanischen Raum die Ergebnisrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren (UKV) erstellt. Um sich in einer international vergleichbaren Form darzustellen, gehen auch immer mehr deutsche Unternehmen dazu über, für ihre externe Ergebnisberichtserstattung das Umsatzkostenverfahren zu verwenden.
Die Finanzbuchhaltung der SAP ermöglicht daher eine Ergebnisdarstellung nach beiden Verfahren. Um eine durchgängige Abstimmung zu den Daten der Finanzbuchhaltung zu gewährleisten, werden auch in der Profitcenter-Rechnung beide Gliederungsformen unterstützt.

Bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens wird das Betriebsergebnis nach den einzelnen Erlös- und Kostenarten gegliedert. Dadurch wird u.a. erkennbar, welche Produktionsfaktoren die angefallenen Kosten verursacht haben. Den Kosten einer Periode wird die Gesamtleistung für diese Rechnungsperiode gegenübergestellt. Hierfür werden den Umsatzerlösen die Kosten der in der Periode hergestellten, aber noch nicht verkauften Leistungen (Bestandserhöhungen) hinzugerechnet sowie die in vorangegangenen Perioden erbrachten, jedoch erst in der betrachteten Periode abgesetzten Leistungen (Bestandsminderungen) in Abzug gebracht. Zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen sowie den Änderungen der Ware in Arbeit ergibt die Summe dieser Posten die Gesamtleistung der Periode.
Das eher vertriebsorientierte Umsatzkostenverfahren passt die Kosten an das Mengengerüst der Erlösseite an. Den Erlösen werden nur die für die verkauften Leistungen entstandenen Kosten gegenübergestellt. Wenn Produkte vom Lager verkauft werden, sind die Kosten unter Umständen in den Vorperioden entstanden. In dieser Darstellungsform wird nicht nach Kostenarten unterschieden, sondern der Ressourcenverbrauch wird nach den betrieblichen Funktionen Forschung und Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Verwaltung gegliedert.
Die vorgefertigten und ausgelieferten Standard-Ergebnisberichte der Profitcenter-Rechnung (siehe Informationssystem) basieren auf der Gliederung des Gesamtkostenverfahrens. Für die Ergebnisermittlung nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf das im FI bzw. CO abgeleitete Merkmal des Funktionsbereichs zurückzugreifen. Da sowohl die Funktionsbereiche frei definiert werden können, als auch die Bestimmung des Funktionsbereichs für jede Buchung nach frei definierbaren Regeln erfolgt, muss zur Darstellung des Ergebnisses nach dem Umsatzkostenverfahren auf selbst erstellte Berichte zurückgegriffen werden. Im Abschnitt Berichtserstellung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sie hierzu einige Hinweise.