
Arbeiten mit generischen Teilen und Varianten 
Verwendung

Die Verwendung von generischen Teilen und Varianten ist immer in Abhängigkeit von der jeweilig eingesetzten CAD-Implementierung zu sehen. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einsatz von Pro/Engineer.
Es gibt in anderen CAD-Systemen andere Konzepte für Teilefamilien; dort haben Varianten durchaus eigene Dateien, die auf das generische Teil verweisen. Inwieweit dieser Ansatz auf solche Systeme übertragbar ist, muss noch im Einzelfall geklärt werden.
Generische Teile
und dazugehörende Varianten
, die Sie im CAD-System erstellen, erhalten im SAP-System je einen Dokumentinfosatz, obwohl für die Varianten im CAD-System keine eigene physische Datei existiert. Auf diese Weise ist es möglich, die Varianten voneinander zu unterscheiden.
In der Dokumentstückliste des Dokumentinfosatzes jeder Variante ist genau ein Dokumentinfosatz, der des generischen Teils, enthalten. Der Dokumentinfosatz erhält eine "Dummy"-Datei, die auch mit ein- und ausgecheckt wird, obwohl sie vom CAD-System selbst nicht benötigt wird.
Auf diese Weise ist es möglich, Varianten und generische Teile zu visualisieren und z.B. über eine Materialverknüpfung individuell zu behandeln.
Um von einem generischen Teil auf alle Varianten zu schließen, muss die Dokumentstückliste also nach oben aufgelöst werden. Dies geschieht in der SAP-Sicht über einen Verwendungsnachweis: Unter einer Variante wird in der SAP-Sicht nur das generische Teil, unter dem generischen Teil aber alle Varianten dargestellt, obwohl sie sich in der Dokumentstruktur eigentlich oberhalb des generischen Teils befinden.

Da im CAD-System nur die Datei des generischen Teils eine Rolle spielt, müssen die Dokumentinfosätze aller Varianten und des generischen Teils immer gemeinsam behandelt werden. Dies gilt insbesondere für die Funktionen Original anzeigen/bearbeiten, Dokumentstatus ändern, Original ablegen, Neue Version anlegen usw.. Nur so können schwere logische Konflikte vermieden werden.
Das bedeutet, dass die Selektion von Dokumentinfosätzen bzw. Originalen erweitert wird. Zusammen mit einer Variante wird beim Ausführen einer der o.g. Funktionen immer zugleich das generische Teil und alle anderen Varianten nachselektiert.