Verwendung
Für wesentliche Funktionen in der Stamm- und Bewegungsdatenbearbeitung wurde in der Darlehensverwaltung ein gestaffeltes Freigabeverfahren nach dem Mehr-Augen-Prinzip realisiert. Dies kann für einzelne Bereiche unterschiedlich ausgeprägt sein. Beispielsweise kann bei der Darlehensstammdatenerfassung das Zwei-Augen-Prinzip und bei der Auszahlung das Vier-Augen-Prinzip verwendet werden. Die Freigabestufen werden dabei anhand des Freigabestatus festgelegt.
Voraussetzungen
Die Freigabe muß im Customizing unter Geschäftsverwaltung ® Freigabe ®
Aktivkennzeichen pflegen für die relevanten Freigabeobjekte aktiv geschaltet sein. Zudem ist eine objektindividuelle Aussteuerung des Mehr-Augen-Prinzips unter Freigabestatusparameter definieren festzulegen. Weitere Einstellungen müssen Sie unter Workfloweinstellungen pflegen vornehmen.Für das Freigabeobjekt SAP Geschäftspartner nehmen Sie diese Einstellungen unter Grundeinstellungen ® SAP Geschäftspartner für Financial Services ® SAP Geschäftspartner ® Spezielle Einstellungen für Financial Services ® Steuerung ® Freigabe vor.
Funktionsumfang
Folgende Freigabeobjekte können Sie bei aktivierter Freigabe über den Freigabeworkflow bearbeiten und freigeben:
Abhängigkeiten
Eine Eigenschaft des Freigabeverfahrens besteht darin, daß zuerst alle Stammdaten zu einem Darlehen freigegeben sein müssen, bevor weitere Schritte zu diesem durchgeführt werden können wie z.B. Buchungen oder das Erzeugen von Plansätzen. Stammdaten zu einem Darlehen umfassen die Darlehensdaten selbst sowie die Daten zu allen zugeordneten Geschäftspartnern und zum Beleihungsobjekt. Bewegungsdaten beschreiben dagegen immer Vorgänge, die für die Buchhaltung relevant sind. Darunter fallen die Auszahlung, die einzelnen Geschäftsvorfälle, die Verzichte/Abschreibungen, die Zahlungsnachbearbeitung, der Kapitaltransfer und das Storno.

Bevor Sie die Daten freigegeben haben, können Sie diese noch ändern. Nach durchgeführter Freigabe führen Veränderungen der Daten dazu, daß Sie diese erneut freigeben müssen. Der Freigabestatus wird dabei auf den Initialwert zurückgesetzt.
Ein weiteres Merkmal ist, daß kein neuer Bewegungssatz zu einem Darlehen eingegeben werden kann, bevor nicht ein bereits vorhandener Bewegungssatz derselben oder einer anderen Buchungsanwendung freigegeben ist. Es ist z.B. nicht möglich, eine Bearbeitungsgebühr zu erfassen, sofern eine zuvor angelegte Auszahlung noch nicht freigegeben wurde.
Auslösen des Freigabeverfahrens
Bei jeder Neuanlage bzw. Änderung eines Freigabeobjekts wird ein neues
Workitem erzeugt und somit das Freigabeverfahren eingeleitet. Bei der zur Freigabe autorisierten Person erscheint das Workitem zur weiteren Bearbeitung und Freigabe automatisch im Eingang des Business Workplace (Arbeitsplatz des Anwenders).
Gesondert zu betrachten ist die Beschlußfassung, bei der das Freigabeverfahren manuell ausgelöst werden muß. Nähere Informationen finden Sie unter
Beschlußfassung.
Freigabe über den Business Workplace
SAP List Viewer ausgegeben wird, angezeigt.
Ein Datensatz unterliegt dem Vier-Augen-Prinzip, das bedeutet, daß zwei Freigabestufen zu durchlaufen sind und somit zwei Anwender unabhängig voneinander den Satz freigeben müssen. Der Initialstatus, der beim Anlegen vergeben wird, ist damit 22. Nach der ersten erfolgten Freigabe hat der Freigabestatus den Wert 21 und nach der zweiten den Wert 20. Dieser Status bedeutet, daß der Satz vollständig freigegeben wurde.

Die Freigabehistorie können Sie sich auch beim Anlegen bzw. Ändern eines Freigabeobjekts anzeigen lassen, ohne daß Sie dort jedoch das Objekt bearbeiten und freigeben können.
Darlehensstammdaten, Objekte, Geschäftspartner, Neugeschäftstableau
Die Daten dieser Objekte sind freigegeben.
Auszahlung, Sondertilgung, Gebühren, Einzelbuchungen, Rückzahlung, Verzichte/Abschreibungen, Schuldnerwechsel
Aus den freizugebenden Sätzen werden durch die Freigabe Plansätze, die erst jetzt auf die Datenbank geschrieben werden. Diese Bewegungen können nun gebucht werden.

Bei der Rückzahlung und den Verzichten/Abschreibungen können Sie direkt aus der Freigabe heraus eine Folgeverarbeitung durchführen, wie Aktivieren oder Buchen. Dies können Sie in einem eigenen Bild zur Folgeverarbeitung steuern.
Kapitalumbuchung, Zahlungsnachbearbeitung, Storno
Mit der Freigabe erfolgt sofort die Buchung der Daten (Istsätze).
Wurde ein von Ihnen erfaßtes bzw. initiiertes Freigabeobjekt abgelehnt und dadurch das Workitem Freigabe Abgelehnt in Ihrem Eingang des Business Workplace erzeugt, dann können Sie nach der Ausführung dieses Workitems nun über die Funktion Fortsetzen den Freigabeprozeß wieder aufnehmen. Sie müssen dabei eine Anlage - entsprechend wie bei der Ablehnung - erfassen, damit ein neues Workitem zur Freigabe erstellt wird.

Weitere Informationen finden Sie unter BC-Basis ® SAP Business Workflow (BC-BMT-WFM).