Schritte zur Nutzung der zeitabhängigen
Adressverwendung 
Verwendung
Mit dem Treasury- Geschäftspartner konnten Sie Adressen und die Ihnen zugewiesenen Adresskennungen zeitabhängig nutzen. Zu Release Banking 4.62/CFM 1.0 gab es die zeitabhängigen Adressverwendungen noch nicht. Daher stehen diese den Kunden, die mit diesem Release arbeiten, noch nicht zur Verfügung. Zu Release Banking 4.63/CFM 2.0 wurde vom SAP Geschäftspartner für Financial Services eine Lösung für die Zeitabhängigkeit der Adressverwendung programmiert.
Durch die zeitabhängige Gestaltung können Sie die Gültigkeit der einzelnen Adressverwendungen zeitlich einschränken. Diese Einschränkung ermöglicht Ihnen eine zeitlich exakte Zuordnung der einzelnen Adressen und eine genauere Auswertung Ihrer Kundendaten.
Ihr Geschäftspartner Optima GmbH hat beispielsweise mehrere Werke im Ausland. Der Geschäftsführer des Unternehmens verbringt deshalb mehrere Monate des Geschäftsjahres in diesen Werken. Mit den zeitabhängigen Adressverwendungen können Sie die zeitliche Gültigkeit der Korrespondenzadressen des Geschäftsführers den Aufenthalten im Ausland exakt anpassen.
Um die zeitabhängigen Adressverwendungen zu nutzen, müssen Sie vor dem Einsatz bestimmte Reports ausführen. Abhängig von der bisherigen Nutzung des Geschäftspartners sind verschiedene Varianten möglich:
Fall 1: Sie führen Release Banking 4.63/CFM 2.0 oder höher ein
Die Adressverwendungen des Treasury- Geschäftspartners werden im Rahmen der Umsetzung Phase I (Report RFTBUP01) in die entsprechenden Adressverwendungen des SAP-Geschäftspartners überführt.
Fall 2: Sie haben bisher Release 46C oder niedriger verwendet und benutzen den
SAP-Geschäftspartner
Führen Sie den Report RFSBP21FS aus, um deren Adressverwendungen
in die Zeitabhängigkeit zu überführen .
Fall 3: Sie haben den SAP-Geschäftspartner bereits in Release Banking 4.62/CFM 1.0 genutzt
Um die Adressdaten in die Zeitabhängigkeit zu überführen, führen Sie über den Report RFTBP030 aus.
Nach der Ausführung jedes Reports können Sie das Ergebnis der Datenüberführung in einem Protokoll überprüfen. Dort werden Ihnen Informationen über die eingelesenen Daten, Fehler und eine Statistik der Daten angezeigt. Wählen Sie hierzu beim Start des Reports die Option Protokoll detaillieren.
Um die Einstellung des Standardadresskennzeichens (Tabelle BUT020) sowie die Einträge in der Tabelle BUT021 (einige Banking- Anwendungen greifen noch auf diese Tabelle statt der BUT021_FS zu) regelmäßig zu aktualisieren, sollten Sie in jedem Fall einen Job anlegen, der den Report RFSBPBUT021 täglich startet.
Falls Sie keine Banking- Anwendung einsetzen, dann ist die regelmäßige Aktualisierung der Tabelle BUT021 nicht notwendig. In diesem Fall legen Sie einen Job an, der den Report RFSBPBUT020 täglich startet. Dieser aktualisiert nur das Standardkennzeichen in der Tabelle BUT020.
Report RFTBP030
Der Report RFTBP030 überführt die zeitabhängigen Adressdaten der Tabelle BP030 in die Tabelle BUT021_FS. Folgende Felder sind bei Ausführung des Reports betroffen:
· PARTNR: Nummer des Geschäftspartners
· ADR_REF_K: Adressart
· ADR_DAT: Gültigkeitsbeginn der Adresse
· ADDRNUMBER: Nummer der Adresse
· ADR_D_E: Gültigkeitsende der Adresse
Im Rahmen der Überführung wird mit dem Gültigkeitsbeginn und -ende der Adresse ein Gültigkeitszeitraum in Timestamp-Format, das bedeutet mit eindeutiger zeitlicher Kennung (Datums- und Zeitzonenberücksichtigung), angelegt.
Report RFSBP21FS
Der Report RFSBP21FS überführt die Adressverwendungsdaten der Tabelle BUT021 in die Tabelle BUT021_FS. dabei wird ihnen der Gültigkeitszeitraum zugewiesen.
Report RFSBPBUT020
Der Report RFSBPBUT020 prüft, ob im Zeitverlauf der Tag erreicht ist, an dem sich die eingestellte Standardadresse ändert. Dabei prüft er in der Tabelle BUT021_FS, ob das Tagesdatum der Datensätze mit dem Literal XXDEFAULT (Standardadresse) im Feld Adressart im Bereich zwischen dem Gültigkeitsbeginn der Geschäftspartner-Adressbeziehung und dem Gültigkeitsende der Geschäftspartner-Adressbeziehung liegt. Ist dies der Fall, so wird in der Tabelle BUT020 für diese Adresse das Kennzeichen Standardadressverwendung gesetzt. Bei der bisherigen Standardadresse wird das Kennzeichen entfernt.
Report RFSBPBUT021
Der Report RFSBPBUT021 überträgt die aktuell gültigen Adressverwendungen in die Tabelle BUT021. Die vorherigen werden gelöscht, so dass pro Adresskennung maximal eine Adresse enthalten ist. Dies ist notwendig, weil einige Banking-Anwendungen noch auf die Bausteine des zentralen Geschäftspartners zugreifen, welche diese Tabelle verwenden. Gleichzeitig wird mit der selben Logik wie im Report RFSBPBUT020 das Standardkennzeichen in Tabelle BUT020 aktualisiert.
Voraussetzungen
Sie haben die Umsetzungsreports der Phase I und die Umschlüsselungsreports der Phase II erfolgreich beendet.
Aktivitäten
...
1. Wenn Sie den SAP-Geschäftspartner bereits in Release Banking 4.62/CFM 1.0 genutzt haben, dann führen Sie über die Transaktion SE38 den Report RFTBP030 aus.
2. Führen Sie über die Transaktion SE38 den Report RFSBP21FS aus.
3. Planen Sie einen Job, der den Report RFSBPBUT021 jede Nacht nach 24:00 Uhr ausführt.
Ergebnis
Sie haben die notwendigen Einstellungen vorgenommen, um die zeitabhängigen Adressverwendungen zu nutzen.