Technischer Ablauf der Personalabrechnung bei
Mehrfachbeschäftigung 
In einem SAP-R/3-System, in dem die Mehrfachbeschäftigung aktiv ist, werden die Beschäftigungsverträge eines Mehrfachbeschäftigten gemeinsam abgerechnet, die zum selben Personalabrechnungskreis gehören. Dabei führt SAP R/3 einige Verarbeitungsschritte des Abrechnungsschemas für alle Beschäftigungsverträge gemeinsam aus. An anderen Stellen durchläuft SAP R/3 dieselben Verarbeitungsschritte im Abrechnungsschema für die einzelnen Beschäftigungsverträge unabhängig voneinander.
Die folgende Grafik zeigt schematisch den technischen Ablauf der Personalabrechnung bei Mehrfachbeschäftigung. Die Ziffern [1] – [8] bezeichnen dabei Verarbeitungsschritte im Abrechnungsschema:

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1. Für einige Verarbeitungsschritte im Abrechnungschema benötigt SAP R/3 Informationen aus allen Beschäftigungsverträgen gleichzeitig. Für diese Verarbeitungsschritte verarbeitet SAP R/3 alle Beschäftigungsverträge in so genannten Synchronisationspunkten gemeinsam.
Synchronisationspunkte sind dabei alle Teile des Personalrechenschemas, die außerhalb der Schleife LOOP – ENDL der Funktion XPA (Beginn und Ende der Verarbeitung pro Beschäftigungsvertrag) liegen.

In Ihrem Unternehmen gilt die Arbeitszeit, die über 40 Stunden Sollarbeitszeit pro Woche hinausgeht, als Mehrarbeit. Ein Mehrfachbeschäftigter hat zwei Beschäftigungsverträge mit jeweils 20 Stunden Sollarbeitszeit pro Woche. Um die Mehrarbeit zu bestimmen, die der Mehrfachbeschäftigte geleistet hat, muss SAP R/3 beide Beschäftigungsverträge gemeinsam berücksichtigen, da es die Sollarbeitszeit aus beiden Beschäftigungsverträgen zusammenzählen muss. Daher wird diese Verarbeitung in einem Synchronsationspunkt durchgeführt.
2. An anderen Stellen im Abrechnungsschema durchläuft SAP R/3 dieselben Verarbeitungsschritte mehrmals, einmal pro Beschäftigungsvertrag.
Die Funktion XPA (Beginn und Ende der Verarbeitung pro Beschäftigungsvertrag) leitet mit der Parameterausprägung LOOP die Verarbeitung innerhalb eines Beschäftigungsvertrags ein. Die Verarbeitung innerhalb eines Beschäftigungsvertrags erfolgt unabhängig von den anderen Beschäftigungsverträgen des Mehrfachbeschäftigten. Dabei stehen folgende Daten zur Verfügung:
¡ Daten des Beschäftigungsvertrags selbst
¡ Daten der Person
¡ Daten aus dem vorhergehenden Synchronisationspunkt
Mit der Parameterausprägung ENDL beendet die Funktion XPA die jeweilige Verarbeitung innerhalb des Beschäftigungsvertrags.

Die Bewertung der geleisteten Mehrarbeitsstunden erfolgt abhängig vom Beschäftigungsvertrag. Dazu benötigt SAP R/3 keine Informationen aus den anderen Beschäftigungsverträgen eines Mehrfachbeschäftigten. Daher wird diese Verarbeitung pro Beschäftigungsvertrag durchgeführt. Zuvor muss jedoch in einem Synchronisationspunkt die Anzahl der geleisteten Mehrarbeitsstunden bestimmt worden sein.
3. Wenn die Funktion XPA feststellt, dass die entsprechenden Verarbeitungsschritte im Abrechnungsschema von allen Beschäftigungsverträgen des Mehrfachbeschäftigten durchlaufen worden, beginnt wieder ein Synchronisationspunkt.