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Verwendung

Transporte können durch eine EDI-Nachricht angelegt oder geändert werden.

Damit lassen sich beispielsweise folgende Szenarien abdecken:

Sammelgutverkehr

Der Spediteur holt in den Vorläufen Anlieferungen bei den Lieferanten ab. Dann stellt er den Transport für den Hauptlauf zusammen und teilt diese Information dem Kunden als Transportavis mit. Der Kunde kann nun sehr einfach einen Wareneingang für den gesamten Transport (genauer die darin enthalten Anlieferungen) durchführen.

Transportdisposition

Ein Lieferant stellt dem Spediteur Lieferungen als Transportbedarfe zur Verfügung. Der Spediteur plant den Transport und teilt das Ergebnis dem Lieferanten mit, der damit entsprechende Aktivitäten für den Warenausgang der zugehörigen Lieferungen starten kann. Für das Erzeugen von Transporten beim Kunden steht die Nachricht SHPADV (Transportmeldung/Transportavis) zur Verfügung. Für das Anlegen oder Ändern von eigenen Transporten ist die Nachricht SHPMNT zu verwenden. Beide Nachrichten basieren auf dem Idoctyp SHPMNT03, die Verarbeitung erfolgt über den Vorgangscode SHPM. Sie können diese Parameter innerhalb der EDI-Partnervereinbarung pflegen. Wählen Sie dazu Werkzeuge ->Business Communication -> IDoc -> Partnervereinbarung.

Meldung von Termin und Status

Der Spediteur meldet per EDI den geplanten oder aktuellen Termin, z.B. den Status Transportende mit dem entsprechenden Zeitpunkt.

Hinweis

Die Anlieferungen, auf die sich der Transport bezieht, müssen im System existieren. Die Referenz erfolgt über die Anlieferungsnummer des Lieferanten (Sammelgutverkehr) oder direkt (Transportdisposition). Beim Sammelgutverkehr ist es deshalb notwendig, die Anlieferungen beim Kunden zu avisieren. Das geschieht über die Nachrichten DESADV (Anlieferung). Es ist nicht möglich, über die Eingangsverarbeitung von Transporten gleichzeitig Anlieferungen anzulegen, wie dies bei Direkttransporten notwendig ist. Ebenso erfolgt bei Änderung des Transports (z.B. geplantes Ankunftsdatum) keine Änderung der Anlieferung (mit Auswirkung auf die Materialdisposition).

Voraussetzungen

Die im eingehenden Transport referierten Lieferungen müssen im empfangenden System vorhanden sein.

Funktionsumfang

Steuerung des IDoc-Eingangs SHPMNT03

Die Eingangsverarbeitung des IDocs SHPMNT03 kann durch die Angaben im Segment E1EDT18 gesteuert werden. Dazu können folgende Qualifier E1EDT18-QUALF verwendet werden:

QUALF

=

‚ORI‘

Transportbeleg wird angelegt

   

QUALF

=

‚CHA‘

Transportbeleg wird geändert

   

QUALF

=

‚PID‘

Angabe eines Identifikationsfeldes für den Transportbeleg

   

Verarbeitungs- und Kopiersteuerung

Bei Einsatz des Qualifiers ORI oder CHA kann über das Parameterfeld die Datenübernahmestrategie aus dem IDoc in den Transportbeleg gesteuert werden. Grundsätzlich gibt es vier Strategien, die entsprechend im ersten Zeichen des Feldes E1EDT18-PARAM angegeben werden. Die dazugehörigen Marker-Zeichen stehen im zweiten Zeichen des Feldes E1EDT18-PARAM:

0 IDoc-Felder werden immer kopiert, leere IDoc-Felder führen zu gelöschten Beleg-Feldern (Standardfall, wird bei fehlender Angabe prozessiert).

1 IDoc-Felder werden nur kopiert, wenn sie nicht leer sind

2 wie Strategie ‚0‘, aber ein IDoc-Feld wird nicht transportiert, wenn es vollständig mit dem Marker-Zeichen gefüllt ist.

3 wie Strategie ‚1‘, aber ein Transportbeleg-Feld wird gelöscht, wenn das zugehörige IDoc-Feld vollständig mit dem Marker-Zeichen gefüllt ist.

 

Beispiel für Segment E1EDT18:

QUALF

PARAM

 

ORI

2!

Alle Felder kopieren außer denen die komplett mit ‚!‘ gefüllt sind.

CHA

3%

Gefüllte Felder kopieren und Felder mit ‚%%%%...‘ im Beleg löschen

 

Identifikationssteuerung

 

Über das Segment E1EDT18 mit Qualifier ‚PID‘, das bis zu dreimal pro IDoc auftreten darf, kann die Identifizierung zwischen IDoc und Transportbeleg gesteuert werden.

 

Der Standardfall ist das Fehlen des Qualifiers ‚PID‘. In diesem Falle wird beim Anlegen das Feld E1EDT20-TKNUM in VTTK-EXTI1 kopiert. Die Transportnummer VTTK-TKNUM wird intern vergeben. Im Änderungsfall wird mit folgenden Kriterien nach einem passenden Transportbeleg gesucht:

E1EDT20-TKNUM

=

VTTK-EXTI1

     

und

E1ADRE4-EXTEND_D

=

VTTK-TDLNR (wobei E1ADRE4-EXTEND_Q = ‚300‘ sein muß)

     

 

Werden PID-Qualifier in E1EDT18 vorgegeben, erfolgt kein Kopieren von TKNUM nach EXTI1.

 

Soll die Transportnummer extern vergeben werden, so kann mit E1EDT18-QUALF = ‚PID‘ und E1EDT18-PARAM = ‚TKNUM‘ die Transportnummer als primäres Identifikationsmerkmal vorgegeben werden. Der Transport wird dann mit VTTK-TKNUM = E1EDT20-TKNUM angelegt und beim Ändern mit derselben Bedingung gesucht.

Für die Identifikation können die IDoc-Felder EXTI1, EXTI2 und TKNUM verwendet werden.

 

Beispiele für Segment E1EDT18:

QUALF

PARAM

Funktion bei Anlegen

Funktion bei Ändern

Keine

Keine

Kopiere E1EDT20-TKNUM nach VTTK-EXTI1

Interne Nummernvergabe

Suche Transport mit VTTK-EXTI1 = E1EDT20-TKNUM und VTTK-TDLNR = E1ADRE4-EXTEND_D

PID

TKNUM

Externe Nummernvergabe VTTK-TKNUM = E1EDT20-TKNUM

Suche mit VTTK-TKNUM = E1EDT20-TKNUM

PID

EXTI1

Interne Nummernvergabe

Suche mit VTTK-EXTI1 = E1EDT20-EXTI1

PID

PID

TKNUM

EXTI2

Externe Nummernvergabe

Suche mit VTTK-TKNUM = E1EDT20-TKNUM und VTTK-EXTI2 = E1EDT20-EXTI2

PID

PID

EXTI1

EXTI2

Interne Nummernvergabe

Suche mit VTTK-EXTI1 = E1EDT20-EXTI1 und VTTK-EXTI2 = E1EDT20-EXTI2

 

Aktivitäten

Sie müssen sowohl die Ausgangspartnervereinbarungen als auch die zusätzlichen Partnervereinbarungen beim Ausgang unter Nachrichtensteuerung mit folgenden Werten pflegen:

Feld

Wert

Nachrichtentyp

SHPADV bzw. SHPMNT

Partnerart

LI (Lieferant/Kreditor)

Basistyp

SHPMNT03

Applikation

V7

Nachrichtenart

SEDI, bzw. eine von Ihnen definierte Kopie von SEDI

Vorgangscode

SHPM

 

 

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