Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentation Prüfung des Berichtsversandauftrags  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Diese Funktion prüft in Abhängigkeit vom Versandgrund, ob ein erzeugter Berichtsversandauftrag versendet werden darf. Wenn der Versand aus gesetzlicher Sicht nicht erforderlich ist, wird der Berichtsversandauftrag abgelehnt, wodurch Sie unnötige Kosten sparen.

Die Funktion ist als User-Exit realisiert, so daß Sie eigene Funktionsbausteine für die Prüfung definieren können. Die erste Stufe der Prüfung erfaßt alle neuen freigegebenen Berichtsversandaufträge. In der zweiten Stufe prüft das R/3-System in Abhängigkeit von Land und Region des Warenempfängers, ob die Berichtsversandaufträge, die automatisch aus dem Vertrieb erzeugt wurden, gesetzlich erforderlich sind.

Über das Customizing haben Sie die Möglichkeit, die Prüfung auch für manuell angestoßene Berichtsversandaufträge einzurichten. In diesem Fall gibt es keinen Warenempfänger, so daß das R/3-System Land und Region des Berichtsempfängers verwendet.

Alle Berichtsversandaufträge, die durch die Prüfung nicht abgelehnt werden, gelangen in die Weiterverarbeitung.

Voraussetzungen

In der IMG-Aktivität User-Exits verwalten existiert zum User-Exit-Typ SRE_DIST der User-Exit EHS_CHECK.

Hinweis

Manuell erzeugte Berichtsversandaufträge werden standardmäßig durch den User-Exit EHS_CHECK erfaßt, die Prüffunktion wird auf sie jedoch nicht angewendet.

In der IMG-Aktivität Namen für User-Exits zuordnen ist der User-Exit EHS_CHECK in Abhängigkeit vom Versandgrund dem ExitType CHECK zugeordnet. Der ExitType CHECK definiert die Programmstelle, an der der User-Exit aufgerufen wird.

Hinweis

Im Standard wird der User-Exit EHS_CHECK dem Geschäftsprozeß Sicherheitsdatenblattversand (MSDS_DIST) und der Ursache Erzeugung aus dem Vertrieb (SD_CALL) zugeordnet.

In der IMG-Aktivität Prüf- und Nachversandfunktionen zuordnen ist in Abhängigkeit von Land und Region des Warenempfängers der Funktionbaustein zur Prüfung des Sicherheitsdatenblattversands zugeordnet. Diese Prüffunktion ist in dem User-Exit EHS_CHECK integriert.

Funktionsumfang

Standard-Prüffunktion für den Gültigkeitsraum USA

Für die Vereinigten Staaten stellt die Prüffunktion CVEM_RDO_CHECK_US sicher, daß im Kalenderjahr immer für die erste Lieferung eines sicherheitsdatenblattpflichtigen Produkts ein Sicherheitsdatenblatt versendet wird. Bei weiteren Bestellungen wird ein Sicherheitsdatenblatt versendet, wenn eine relevante Änderung erfolgt und damit eine neue Hauptversion entstanden ist. Daher ist in den USA auch kein Nachversand erforderlich.

Wenn ein neuer Berichtsversandauftrag zu einer neuen Hauptversion entstanden ist, prüft das R/3-System, ob ein SDB-Empfänger in den USA diese Version bereits erhalten hat. Falls ein bereits vorhandener Berichtsversandauftrag in sämtlichen folgenden Kriterien übereinstimmt, wird der neue Berichtsversandauftrag abgelehnt:

Beispiel

Stimmen alle Kriterien bis auf die Sprache überein, so lehnt das R/3-System den Berichtsversandauftrag nicht ab. Der Bericht wird in der neuen Sprache versendet.

Standard-Prüffunktion für den Gültigkeitsraum Europäische Gemeinschaft

In Ländern der Europäischen Gemeinschaft gilt für den Versand von Sicherheitsdatenblättern die Zwölf-Monatsregel. Die Prüffunktion CVEM_RDO_CHECK_EU akzeptiert einen neuen Berichtsversandauftrag nur dann, wenn innerhalb der letzten zwölf Monate kein entsprechender Berichtsversandauftrag in den Versand oder Nachversand gelangt ist.

Die Prüfung läuft insgesamt in drei Stufen ab. In Stufe eins und zwei führt das R/3-System die Prüfung für Berichtsversandaufträge durch, deren Sollversanddatum weniger als zwölf Monate zurückliegt. Indem das Sollversanddatum verwendet wird, wird auch die Versandvorlaufzeit berücksichtigt.

Hinweis

Das Sollversanddatum ergibt sich standardmäßig

Das R/3-System vergleicht in der ersten Stufe dieselben Kriterien wie für den Gültigkeitsraum USA (s. o.), ignoriert jedoch zunächst die Hauptversion. Wenn innerhalb der letzten zwölf Monate ein Berichtsversandauftrag in allen Kriterien mit dem neuen Berichtsversandauftrag übereinstimmt und das Nachversandkennzeichen gesetzt ist, wird der neue Berichtsversandauftrag abgelehnt. Ein erneuter Versand ist dann prinzipiell überflüssig, da der Kunde eine neue Berichtsversion automatisch über den Nachversand erhält.

Wenn das Nachversandkennzeichen nicht gesetzt ist, werden in der zweiten Stufe zusätzlich die Hauptversionen verglichen. Stimmen die Hauptversionen überein, wird der neue Berichtsversandauftrag abgelehnt. Gibt der Kunde beispielsweise monatlich eine neue Bestellung auf und bleibt die Hauptversion des erstmalig versendeten Berichts unverändert, wird dem Kunde kein weiterer Bericht zugesendet. Erst wenn der Kunde nach einer Pause von mehr als zwölf Monaten die Bestellung erneuert, erhält er wiederum einen Bericht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Hauptversion sich verändert hat oder nicht.

Wurde bisher kein Berichtsversandauftrag gefunden, prüft das R/3-System in der letzten Stufe, ob ein freigegebener Nachversandauftrag existiert, dessen Anlagedatum innerhalb der letzten zwölf Monate liegt. Hier spielt das Sollversanddatum keine Rolle. Wenn außerdem die Hauptversion des Nachversandauftrags mit der des neuen Berichtsversandauftrags übereinstimmt, wird der neue Berichtsversandauftrag abgelehnt.

Zu prüfende Berichtsversandaufträge

Die vorhandenen Berichtsversandaufträge werden in allen Status überprüft, außer Berichtsversandaufträge im Status Am Arbeitsanfang und Freigegeben. Da diese Berichtsversandaufträge noch nicht geprüft wurden, besteht die Möglichkeit, daß sie noch abgelehnt werden und dann nicht mehr relevant sind. Da Nachversandaufträge nach ihrer Erstellung prinzipiell nicht mehr abgelehnt werden, werden Nachversandaufträge auch im Status Freigegeben berücksichtigt. Das R/3-System zieht bei der Prüfung auch manuell erzeugte Berichtsversandaufträge heran.

Weiterverarbeitung von Berichtsversandaufträgen

Wenn ein Auftrag durch die Überprüfung abgelehnt wird, können Sie diesen Auftrag manuell aus dem Status Abgelehnt in den Status In Arbeit wiederaufsetzen.

Das R/3-System sichert stets den letzten abgelehnten Berichtsversandauftrag, um das Datum der letzten Bestellung eines Kunden für ein bestimmtes Material festzuhalten. Alle anderen Berichtsversandaufträge im Status Abgelehnt erhalten durch den Report RCVDDISP ein Löschkennzeichen. Die Anzahl der Tage bis zum Löschen dieser Berichtsversandaufträge durch den Dispatcher (Report RCVDDISP) definieren Sie im Customizing in der IMG-Aktivität Umgebungsparameter festlegen mit Hilfe des Umgebungsparameters SRE_DS_DELETE.

Hinweis

Weitere Informationen zum Report RCVDDISP finden Sie im Einführungsleitfaden der Umweltdaten in der IMG-Aktivität Jobs zum Berichtsversand einrichten.

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