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Funktionsdokumentation  Trace-Logging Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Wenn Sie zur Fehlersuche den Trace mit Tracelevel 2 oder 3 über längere Zeit aktiv lassen wollen, aber dennoch keine beliebig großen Trace-Dateien in Kauf nehmen wollen, können Sie diese Funktion verwenden. Dies ist sinnvoll, wenn Sie einen sporadisch auftretenden Fehler suchen. Wenn Sie auf eine spezielle Traceausgabe 'warten', können Sie einrichten, dass nach Auffinden dieses Musters die Trace-Datei gesichert und der Tracelevel auf 1 zurückgesetzt wird.

Die Funktionen können also einfach verwendet werden, um die Größe der Trace-Dateien zu beschränken. Es kann aber auch nach einer speziellen Zeichenfolge im Trace gesucht werden, ohne Gefahr zu laufen, bei hohem Tracelevel die Festplatte zu überfüllen.

Funktionsumfang

Größenbeschränkung für Trace-Dateien festlegen

Um das Trace-Logging zu aktivieren, müssen Sie den Parameter rdisp/TRACE_LOGGING   setzen. Hier geben Sie auch die Größe an, die die Trace-Datei maximal erreichen soll.

Wenn dann die Trace-Datei eine gewisse Größe überschreitet, wird der Inhalt in eine Log-Datei mit dem Namen der Trace-Datei, ergänzt um den Zusatz .old, geschrieben, die aktuelle Trace-Datei wird zurückgesetzt. Die Überprüfung und das evtl. Rücksetzen der Trace-Dateien erfolgt in durch den Parameter rdisp/autothtime definierten Zeitabständen. Default sind 60 Sekunden.                       

Das Trace-Logging wirkt für folgende Trace-Dateien

·         Work-Prozess-Traces dev_w*

·         Dispatcher-Trace dev_disp

·         Gateway-Trace dev_rd

·         ICM-Trace dev_icm

·         Message-Server-Trace dev_ms

Trace-Komponenten festlegen

Mit dem Parameter rdisp/TRACE_SEARCH_LIST können Sie eine Liste der Trace-Komponenten angeben, die bei der automatischen Trace-Suche berücksichtigt werden.

Als Wert kann eine durch Komma oder Semikolon getrennte Liste mit folgenden Elementen angegeben werden:                              

·         ALL: alle Trace-Files werden durchsucht (dies ist auch der Defaultwert)

·         WP: alle Workprozess-Trace-Files werden durchsucht

·         DISP: das Dispatcher-Trace-File wird durchsucht

·         GWRD: das Gateway-Trace-File wird durchsucht           

·         ICM: das ICM-Trace-File wird durchsucht (falls vorhanden)     

·         MS: das Message-Server-Trace-File wird durchsucht (falls vorhanden)

Beispiel

rdisp/TRACE_SEARCH_LIST = WP, ICMAN bedeutet: alle Workprozess-Trace-Files und das ICM-Trace-File werden bei der Suche berücksichtigt.                        

Trace-Dateien auf Muster durchsuchen

Sie können die Parameter rdisp/TRACE_PATTERN_<x> verwenden, um in den Trace-Dateien nach einem Muster zu suchen. Die Datei wird dann, wenn die mit festgelegte Größe überschritten ist, auf das Muster durchsucht. Wird es gefunden, wird für alle aktiven Komponenten der Tracelevel wieder auf 1 gesetzt.

Sie können auch Wildcards (* für eine beliebige Zeichenfolge, ? für ein Zeichen) verwenden. Mit dem Zeichen \ können die Sonderzeichen entwertet werden, d.h. haben dann die Bedeutung eines gewöhnlichen Zeichens. Beispiele hierfür sind im folgenden angegeben.

Beispiel

Zur besseren Lesbarkeit wurden in den nachfolgenden Beispielen die Suchmuster mit  Hochkommata umschlossen, bei der Definition mit der Transaktion RZ11 oder auch in den Profilen müssen sie jedoch ohne Hochkommata angegeben werden.

·         Das Muster "word1 * word?" wird in Zeile "one example with word1 and word2" gefunden, nicht jedoch in Zeile "one example with word1 and word" 

·         Das Muster "10 \* 10 =" wird in Zeile "Multiplikation: 10 * 10 = 100" gefunden, nicht jedoch in Zeile "Addition: 10 + 10 = 20"          

Aktivitäten

Gehen Sie vor wie folgt.

1.       Setzen Sie den Parameter rdisp/TRACE_LOGGING auf ON, um das Trace Logging zu aktivieren. Sie geben hier auch die Größe an, bei deren Erreichen die Trace-Datei geloggt und dann zurückgesetzt wird.

Sie können den Parameter in der Transaktion RZ11 dynamisch ändern.

Die Parameter-Werte müssen folgende Syntax befolgen:               

Syntax 

rdisp/TRACE_LOGGING = on, <n> [k   m]   off

Der erste Teil gibt an, ob das Logging aktiv ist. Hier sind die Angaben ON bzw. OFF erlaubt. Bei aktivem Logging kann im zweiten Teil die Dateigröße angegeben werden, ab der die Trace-Datei geloggt wird und eine neue Trace-Datei beschrieben wird.                   

Beispiel

rdisp/TRACE_LOGGING = off    bewirkt kein Trace-Logging                                            

rdisp/TRACE_LOGGING = on, 1000  bewirkt Trace-Logging, falls die Trace-Datei mehr als 1000 Bytes enthält                                                    

rdisp/TRACE_LOGGING = on, 20 k  bewirkt Trace-Logging, falls die Trace-Datei mehr als 20 Kilobytes enthält                                                    

rdisp/TRACE_LOGGING = on, 30 m bewirkt Trace-Logging, falls die Trace-Datei größer mehr als 30 Megabytes ist       

2.       Legen Sie mit dem Parameter rdisp/TRACE_PATTERN_0 ein Suchmuster zum automatisierten  Abschalten des SAP-Trace fest. Dieser Parameter wirkt nur, falls mittels rdisp/TRACE_LOGGING das Trace-Logging aktiviert wurde. In diesem Fall werden die Trace-Dateien vor dem automatischen Zurücksetzen nach dem Suchmuster durchsucht. Falls es gefunden wird, wird das Trace-Logging deaktiviert und der Tracelevel auf den Wert 1 gesetzt. Bei der Suche werden folgende Trace-Dateien berücksichtigt:             

·         Work-Prozess-Traces dev_w*

·         Dispatcher-Trace dev_disp

·         Gateway-Trace dev_rd

·         ICM-Trace dev_icm

·         Message-Server-Trace dev_ms

Das Suchmuster kann die Sonderzeichen * für eine beliebe Zeichenfolge und ? für ein beliebiges Zeichen enthalten. Sie können mit den Parametern rdisp/TRACE_PATTERN_1  und rdisp/TRACE_PATTERN_2 weitere Suchmuster definieren. Alle Suchmuster werden dann oder-verknüpft, d.h. wenn eines der Muster gefunden wurde, wird der Tracelevel zurückgeschaltet.

Beispiel

Ein Beispiel für die Verwendung des Trace-Loggings finden Sie hier.

 

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