Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentation Fehlerprüfungen in der Zeitauswertung Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Nachdem im Schema alle wesentlichen Daten bereitgestellt worden sind, prüft die Zeitauswertung, ob sich aus diesen Daten Fehler ergeben.

Hinweis

Sie können bei der Anpassung der Zeitauswertung auch eigene Meldungen erzeugen, die Sie auf bestimmte Situationen hinweisen. Die Ausgabe einer Meldung kann innerhalb einer Personalrechenregel mit der Operation COLER veranlaßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Ausgeben von Meldungen.

Funktionsumfang

Fehlerprüfungen pro Tag

Die Personalrechenregel TE20 prüft, ob der Mitarbeiter an bestimmten Tagen anwesend sein muß oder auch nicht anwesend sein darf (Krankheit, Feiertag, Urlaub etc). Ist er z.B. unerlaubt abwesend, so wird ein Fehler ausgegeben.

Abgefragt werden in dieser Personalrechenregel:

Die folgenden Erläuterungen sind nur gültig, wenn Sie Zeiterfassungsgeräte im Einsatz haben.

Abwesenheiten ausrichten

Hat der Mitarbeiter untertägige Abwesenheiten, so wird vor der Fehlerprüfung pro Tag in der Personalrechenregel TE10 geprüft, ob die Abwesenheit zeitlich zu der Anwesenheit paßt. Hierbei handelt es sich um Abwesenheiten, die über den Infotyp Abwesenheiten (2001) hinterlegt wurden.

Paßt die Abwesenheit zeitlich nicht zu den Anwesenheiten, bestehen folgende Möglichkeiten der Verarbeitung:

Beispiel

    1. Ein Mitarbeiter war von 08.00 bis 12.00 Uhr anwesend. Für den Zeitraum von 14.00 bis 17.00 Uhr ist für ihn eine untertägige Abwesenheit erfaßt.
    2. Da dem System für den Zeitraum von 12.00 bis 14.00 Uhr keine Informationen vorliegen, erzeugt es eine Fehlermeldung.

    3. Ein Mitarbeiter war von 08.00 bis 14.00 Uhr anwesend. Für den Zeitraum von 12.00 bis 17.00 Uhr ist für ihn eine untertägige Abwesenheit erfaßt.

Da der Mitarbeiter in diesem Fall bis 14.00 Uhr anwesend war, die Abwesenheit aber schon ab 12.00 Uhr generiert wurde, werden die Zeitpaare der Tabelle TIP ausgerichtet. Die Abwesenheit wird somit ab 14.00 ausgerichtet. Es wird eine Meldung ausgegeben.

Beachten Sie, daß das Ausrichten der Abwesenheiten eine Funktion der Zeitauswertung ist und dadurch keine bezahlungsrelevanten Änderungen erfolgen. Der Infotyp Abwesenheiten (2001) wird nicht aktualisiert.

Fehler aus der Paarbildung

Wenn ein Mitarbeiter vergißt, eine Zeitbuchung vorzunehmen oder er bei dem Upload der Zeitereignisse noch anwesend war, ergibt sich hieraus ein Fehler bei der Paarbildung.

Die Personalrechenregel TE30 nimmt Fehlerprüfungen pro abzurechnendem Zeitpaar vor. Hierzu wird der Status aus der Paarbildung abgefragt. Bei Bedarf erzeugt das System Meldungen.

Beispiel

Status BLANK

Fehlerfreies Paar

Status 2

Kommenbuchung fehlt

Status 3

Gehenbuchung fehlt

Frage: Ist der Mitarbeiter noch anwesend?

Ja: Buchung wird abgegrenzt mit Sollarbeitszeitende. Bei der nächsten Abrechnung erfolgt eine Rückrechnung.

Nein: Fehlermeldung - Gehenbuchung fehlt

Status 7

Dienstgangbeginnbuchung fehlt

Es wird mit dem Tagesarbeitszeitplanbeginn abgegrenzt. Es erfolgt keine Rückrechnung.

Status 8

Dienstgangendebuchung fehlt

Frage: Kommt der Mitarbeiter noch ?

Ja: Es Wird mit Tagesarbeitszeitplanende abgegrenzt. Es erfolgt eine Rückrechnung.

Nein: Es wird mit Tagesarbeitszeitplanende abgegrenzt. Es erfolgt keine Rückrechnung.

Tagesarbeitszeitplantoleranzen ausrichten

In der Sicht V_T550A (Tagesarbeitszeitplan) können Sie Toleranzspannen für den Beginn bzw. das Ende der Arbeitszeit festlegen. Erfolgt eine Buchung innerhalb der angegebenen Toleranzspannen, so wird für die weitere Auswertung der Sollarbeitsbeginn bzw. das Sollarbeitsende zugrundegelegt.

Mit der Funktion DPTOL werden die Zeitpaare unter Berücksichtigung der im Tagesarbeitszeitplan abgelegten Beginn- und Endetoleranz bearbeitet.

Beispiel

Kommentoleranz in der Sicht Tagesarbeitszeitplan (V_T550A):

07:00- 07:05 Uhr

Kommenbuchung des Mitarbeiters

07:03 Uhr

nach der Funktion DPTOL:

07.0000 Uhr

Sie können den Beginn- und das Ende der Arbeitszeit auch bewerten, indem Sie das erste oder letzte Zeitpaar eines Tages runden. Wenn die Buchungen eines Mitarbeiters innerhalb des Arbeitszeitrahmens liegen, können Sie über die Personalrechenregel TL10 die Beginn- und Endeuhrzeiten runden und so z.B. 15 Minuten für ein verspätetes Kommen abziehen.

Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter Zeitauswertung ® Zeitauswertung mit Daten aus dem Subsystem ® Verarbeitung der Zeitdaten ® Toleranzen des Tagesarbeitszeitplans verarbeiten und ® Erstes und letztes Zeitpaar runden.

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