Anfang des InhaltsbereichsKomponentendokumentation Herstellanweisungen Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Mit Hilfe einer Herstellanweisung können Sie Daten zwischen der teil oder ganz manuell gesteuerten Fertigung und dem R/3-System (PP-PI) austauschen. Bei manuell gesteuerten Anlagen ist es in der Regel der Anlagenfahrer, der mit Hilfe der Herstellanweisung produktionsrelevante Istdaten an das R/3-System übergibt und Daten aus dem R/3-System entgegennimmt.

In einer Herstellanweisung können Sie den gesamten Fertigungsablauf eines Produkts oder nur einen Teil des Fertigungsprozesses beschreiben. Wenn die Herstellanweisung nur einen Teil des Fertigungsablaufs darstellt, benötigen Sie zur Herstellung eines Produkts in der Regel mehrere Herstellanweisungen. In den Herstellanweisungen können Sie beispielsweise Steuerungs- und Kommissionierungsinformationen für die einzelnen Fertigungsschritte hinterlegen. Anhand der Herstellanweisung wird der Anlagenfahrer über die einzelnen auszuführenden Fertigungsschritte informiert. Er kann die R/3-Herstellanweisung gemäß der Phasenreihenfolge interaktiv bearbeiten.

Neben den Steuerungsinformationen kann die Herstellanweisung Eingabefelder und Drucktasten enthalten. Zum Beispiel können Sie Felder vorsehen, in denen der Anlagenfahrer die Mengen der verbrauchten Materialkomponenten an einer Phase eingeben soll. Die Materialentnahmen müssen dann als Warenausgang in der Bestandsführung gebucht werden. Diese Funktion kann mit Hilfe einer Prozeßmeldung automatisch ausgeführt werden.

Über Drucktasten kann der Anlagenfahrer in andere R/3-Anwendungen springen, dort Eingaben machen und wieder zur Herstellanweisung zurückkehren. Beispielsweise können Sie bei fertigungsbegleitenden Qualitätskontrollen eine Drucktaste vorsehen, mit der der Anlagenfahrer ins Qualitätsmanagement springen, dort Prüfergebnisse erfassen und zur Herstellanweisung zurückkehren kann.

Seit Release 4.6C können Sie zwei Arten von Herstellanweisungen erzeugen:

Einführungshinweise

Installieren Sie diese Komponente in Betrieben mit Prozeßfertigung.

Integration

Um

Benötigen sie zusätzlich

fertigungsbegleitende Qualitätsprüfungen durchzuführen

QM-Qualitätsmanagement

Warenbewegungen in der Bestandsführung zu buchen

MM-Bestandsführung

eine Charge während der Produktion anzulegen
Chargenmerkmale während der Produktion zu bewerten

LO-Chargenverwaltung

Instandhaltungsdaten über die PI-PCS-Schnittstelle an die Instandhaltung zu senden

PM-Instandhaltung

 

Funktionsumfang

In der Herstellanweisung haben Sie die Möglichkeit,

Mit Hilfe von vordefinierten Prozeßmeldungen können Sie direkt aus der Herstellanweisung folgende betriebswirtschaftliche Vorgänge auslösen und Prozeßdaten rückmelden:

Weitere Informationen zu Prozeßmeldungsarten, die in der Standardauslieferung des R/3-Systems enthalten sind, finden Sie unter R/3-Integration mit Hilfe von Prozeßmeldungen.

Mit Hilfe von vordefinierten dynamischen Funktionsaufrufen können Sie folgende R/3-Funktionen aufrufen und Berechnungen durchführen:

Die obengenannten Funktionsaufrufe sind in Beispiel-Prozeßvorgaben vom Typ 6 definiert, die in der Standardauslieferung des R/3-Systems enthalten sind. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Typ 6: Dynamische Funktionsaufrufe und Typ 0: Definition von dynamischen Funktionsaufrufen.

Beispiel-Prozeßvorgaben vom Typ 1 bis Typ 7 sind in der Standardauslieferung des R/3-Systems enthalten. Sie finden sie im Customizing der Prozeßkoordination unter Prozeßvorgaben -> Prozeßvorgabearten definieren (allgemein). Sie können Beispiel-Prozeßvorgaben verwenden oder diese zur Definition von eigenen Prozeßvorgaben kopieren.

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