BSP-Applikationen können sowohl als stateful (zustandsbehaftet) als auch als stateless (zustandslose) Anwendung realisiert werden. Dabei bezieht sich der Begriff der Zustandslosigkeit nicht darauf, dass grundsätzlich keine Daten zu einer laufenden Applikation über Anfragen hinweg erhalten bleiben, sondern darauf, ob im SAP Web Application Server der Applikationskontext (auch
Rollbereich genannt) über einzelne Requests hinweg existiert oder nach jedem Request wieder freigegeben wird.Sollen größere Datenmengen über Request-Grenzen im Server gehalten werden (etwa interne Tabellen), so kann dies entweder durch stateful Arbeiten, d.h. Datenhaltung über die
Anwendungsklasse, oder durch die Verwendung Server-seitiger Cookies in einer stateless Applikation bewerkstelligt werden.Jede der beiden Varianten besitzt Vor- und Nachteile, die im weiteren erläutert werden sollen.
Eine laufende BSP-Applikation – unabhängig davon, ob HTTP-stateful oder stateless – wird im Weiteren als Session bezeichnet. Der Beginn und das Ende einer Session wird entweder durch den Benutzer von außen bestimmt (vgl.
systemspezifische URL-Parameter) bzw. durch die Applikation selbst, dann natürlich nur das Ende.Im Folgenden werden diese Themen behandelt: