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Einsatzmöglichkeiten

Von der Bestandsführung wird das Verfahren so umgesetzt, dass die Warenausgangsbuchung in zwei Teile zerlegt wird, die auf den Systemen getrennt ablaufen. Die Buchung des WA-Beleges im Lieferwerk hat die Versendung einer Nachricht an das empfangende Werk zur Folge, welches daraufhin die Komplementärbuchung durchführt. Der physische Wareneingang erfolgt wie bisher.

Voraussetzungen

Beim Einsatz der Chargenabwicklung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Merkmale

Ablauf

Warenausgangsbuchung zur Umlagerung

Ausgangspunkt für den Warenausgang ist die Lieferung im abgebenden System.

Der Aufruf enthält die in der Lieferung bekannten Daten des Umlagerungsvorganges, insbesondere die Bestellposition und das logische System des Empfängers.

Die Auswahl des Geschäftsvorfalles (Mengen- und Wertefortschreibung) erfolgt anhand der Bewegungsart:

Bewegungsart

Funktion

641

Warenausgang mit UB-Logik (Aufbau von Transitbestand beim Empfänger, sofortige Wertbuchung).

647

Wie 641, jedoch wird die Wareneingangszeile (Bewegungsart 101) automatisch hinzugefügt, so dass der Wareneingang gleichzeitig zum Warenausgang gebucht wird (sog. Einschrittverfahren).

Die Ermittlung der Bewegungsart erfolgt anhand des Einteilungstyps im Vertrieb. Der Warenausgang zur systemübergreifenden Umlagerung muss vom integrierten Vorgang unterscheidbar sein; dies ist durch eine neue Bewegungsart gesichert.

Die Buchung von Mengen und Werten beim Warenausgang entspricht einem Warenausgang zum Kundenauftrag, d.h. die Menge wird im Lieferwerk verbucht und der Wert auf dem Bestandskonto angepasst. Die Gegenbuchung erfolgt auf ein Verrechnungskonto. Dem Rechnungswesen werden die aus der Lieferung bekannten Daten übergeben, um gegebenenfalls einen Ausgleich des Kontos zu ermöglichen.

Für die Positionen mit Bezug zu einer systemübergreifenden Bestellung wird eine Nachricht an das jeweilige empfangende System erstellt. Vor Beginn der Buchung erfolgt keine Prüfung, ob die Empfängerdaten gültig sind. Fehlerhaftes Customizing hat somit einen Verbuchungsabbruch zur Folge.

Wenn ein Warenausgang Empfängerwerke in verschiedenen logischen System hat, so wird für jedes logische System ein IDOC versendet.

Die Werte, mit denen die Warenbewegung gebucht wird, insbesondere die Transferpreise, sind dabei dem IDOC hinzuzufügen, damit der Wareneingang diese Werte auf der Empfängerseite verwenden kann.

Die Logik zur Erkennung des Profit-Center-Wechsels funktioniert folgendermaßen: Beim Warenausgang wird erkannt, dass der Profit-Center des abgebenden Werkes vom Profit-Center des empfangenden Werkes abweicht. Aus dem jeweiligen Profit-Center wird der Profit-Center-Knoten abgeleitet.

Datenübergabe

Die vom Lieferwerk versandten IDocs lösen die zum Warenausgang korrespondierenden Buchungen im Empfängerwerk aus.

Hintergrundbuchung im empfangenden System

Im empfangenden System wird über IDoc ein Wareneingang gebucht. Die Schnittstelle erhält die Daten vom Warenausgang des Lieferwerkes. Auf der Empfängerseite laufen nun folgende Prozesse ab:

Storno

Der Storno zum Warenausgang zur Bestellung erfolgt ausschließlich über die Stornotransaktion von SD. Ein Storno in der Bestandsführung ist nicht möglich.

Der im Empfängersystem automatisch erzeugte Materialbeleg kann nicht storniert werden. Dessen Storno wird von Seiten des Sendersystems angestoßen (dort echter Storno des WA-Beleges) und übergibt dem Empfängersystem die Daten mit der Stornobewegungsart. Im Empfängersystem wird jedoch kein echter Storno gebucht, da die Materialbelegnummer des Ursprungsbeleges nicht vorliegt. Dieses Szenario gilt für den Fall, dass das Zweischrittverfahren angewendet wird (mit Transitbestand).

Verteilung der Chargenstammdaten und Merkmale

Lieferavis

Das Lieferavis ist im empfangenden System aufgrund der Disporelevanz erforderlich. So wird z.B. eine Terminänderung beim Warenausgang per Lieferavis ins empfangende System gesendet. Für das Buchen der WE-Chargen kann dann ebenfalls das Lieferavis benutzt werden.

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